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PRESSE/Vivendi fällt Entscheidung über NBC-Verkauf nicht vor Mitte November

Dieser Inhalt wurde am 09. Oktober 2009 - 10:40 publiziert

NEW YORK (awp international) - Die Zukunft des Fernsehsenders NBC Universal ist weiter in der Schwebe. Der französische Medienkonzern Vivendi habe sich noch nicht endgültig zu einem Verkauf seiner Beteiligung durchgerungen, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ/Freitagausgabe) unter Berufung auf Kreise. Grundsätzlich wolle Vivendi zwar verkaufen, dies hänge aber von dem zu erzielenden Preis ab. Eine abschliessende Entscheidung werde es wohl nicht vor Mitte November geben.
Vivendi ist Minderheitsaktionär bei NBC mit einem Anteil von 20 Prozent und gilt bei Marktbeobachtern als Zünglein an der Waage bei einem Verkauf der Sparte. Die anderen 80 Prozent liegen bei dem US-Mischkonzern General Electric (GE) . GE-Chef Jeffrey Immelt hatte zuletzt öffentlich gesagt, er suche nach neuen Wegen für die Tochter. Kreisen zufolge soll der amerikanische Kabelnetzbetreiber Comcast an einer Beteiligung interessiert sein und verhandelt auch schon darüber mit GE. Ob es aber dazu kommt, hängt davon ab, ob Vivendi sich jetzt trennt.
Gemäss der Joint-Venture-Vereinbarung zwischen GE und Vivendi, haben die Franzosen ein Zeitfenster von drei Wochen - zwischen dem 15. November und dem ersten Freitag im Dezember - um einen Verkauf bekanntzugeben. Vivendis Verkaufsoption reicht bis zum Jahr 2016. Angesichts der Expansionspläne des französischen Konzerns im Telekomgeschäft gilt eine Trennung zum jetzige Zeitpunkt als äusserst wahrscheinlich.
Ein Problem stellt dem "Wall Street Journal" zufolge die Bewertung von NBC dar. Diese müsste hoch genug sein, um Vivendi zum Kauf zu bewegen und dürfe gleichzeitig nicht zu hoch sein, um Comcast nicht zu verschrecken. Die Schätzungen der Analysten für den Wert des Senders reichen von 24 bis 35 Milliarden US-Dollar. Der Verwaltungsrat von Vivendi soll sich dem Blatt zufolge in der kommenden Woche mit dem Thema NBC beschäftigten. Bei der Sitzung gehe es auch um geplante Zukäufe von Telekomfirmen in Brasilien./she/dct/wiz

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