Rakete aus Gaza schlägt während Besuch von Ashton in Israel ein
(Keystone-SDA) Jerusalem – Bei einem Raketenangriff auf ein Kibbutz im Süden Israels ist ein Mensch getötet worden. Wie das israelische Armeerradio berichtete, wurde die Rakete aus dem Gazastreifen abgeschossen.
Der Angriff ereignete während eines Besuchs der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton in dem von der radikal-islamischen Hamas kontrollierten Küstenstreifen. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.
Die Rakete sei im Kibbutz Netiw Ha’assera eingeschlagen, berichtete das israelische Armeeradio. Beim Toten handelt es sich demnach um einen ausländischen Arbeiter. Eine Armeesprecherin bestätigte den Angriff, den Tod des Mannes aber zunächst nicht.
Bei der Attacke handelte es sich nach israelischen Angaben um den dritten Raketenangriff seit Mittwochabend. Der anhaltende Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hatte die israelische Armee Anfang vergangenen Jahres zu einer Offensive veranlasst, bei der mehr als 1400 Palästinenser sowie 13 Israelis getötet wurden.
Ashton fuhr in das abgeriegelte Palästinensergebiet, um sich dort ein Bild von der Verwendung europäischer Hilfsgelder zu machen. Die EU ist der grösste Geldgeber der Palästinenser.
Während des mehrstündigen Aufenthalts sollte sich Ashton auch mit Vertretern des UNO-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNWRA) treffen. Ashton hatte von der israelischen Regierung eine Sondergenehmigung für den Besuch des Gazastreifens erhalten.
Der palästinensische Küstenstreifen ist weitgehend von der Aussenwelt abgeriegelt, seitdem dort im Juni 2007 die radikalislamische Hamas die Macht übernahm.