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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Er kennt viele Menschen in der Ukraine persönlich: Claude Wild, Botschafter der Schweiz in Kiew. Nach seiner Rückkehr infolge des russischen Angriffs zeigte er sich erschüttert über das Schicksal der dortigen Bevölkerung.

Mit solidarischen Grüsse aus Bern

Keystone / Zurab Kurtsikidze

«Ich bin (…) wütend über die Dummheit der Menschheit, die so etwas anrichtet»: Dies die Worte Claude Wilds über den russischen Aggressor.

Wild war der letzte westliche Diplomat, der die von Russland angegriffene Ukraine verliess – unter dem Schutz einer Spezialeinheit der Schweizer Armee. Seit Mittwoch ist er zurück in der Schweiz.

Er sei traurig «für die Ukraine, für die Ukrainerinnen und Ukrainer und traurig darüber, was mit diesem Land passiert».

Die Einkreisung Kiews durch die russische Armee schliesse sich, sagt er zur aktuellen Lage. Für die Bevölkerung werde es immer schwieriger, die Hauptstadt zu verlassen. «Es gibt keine geordneten Konvois mehr, die aus Kiew heraus fahren», so Wild.

Keystone

«Putins Diktatur ist die grösste Bedrohung der Menschheit»: Das sagt der ehemalige russische Schachweltmeister Garri Kasparow.

Der Träger der Schachkrone von 1985 bis 2000, der heute in New York lebt, warnte 2015 die Welt mit seinem Buch «Warum wir Putin stoppen müssen».

«Tausende junge Russen sterben für diesen verrückten Diktator. Viele von ihnen wurden unter Putin geboren und sterben unter Putin», sagt Kasparow zum Krieg, vor dem er seit Jahren warnte.

«In Putins Regime geht es nur um Geld, es ist mehr wie ein Mafiastaat.» Solange der Boss Geld und Schutz verteile, stünden die Leute hinter ihm. Sobald kein Geld mehr fliesst, ist die Loyalität sofort dahin.

Er nennt drei Faktoren, die zu Putins Fall führen könnten: eine militärische Niederlage, der wirtschaftliche und finanzielle Zusammenbruch sowie die Isolation.

Keystone / Peter Schneider

Die hart kritisierte Kommunikation der Schweizer Regierung zu ihrer Haltung betreffend Sanktionen gegen Russland hat ein Nachspiel.

«Der Bundesrat unter Cassis steckt in Führungskrise – aber darf man das laut sagen?», fragt Watson rhetorisch.

Es gebe keine zwei Meinungen: «Die Entscheidfindung und die Kommunikation des Bundesrats in Sachen Sanktionen gegen Russland waren ein alarmierendes Debakel«, so Watson.

«In Europa war Krieg ausgebrochen, aber kein einziges Regierungsmitglied stellte sich Fragen der Öffentlichkeit.» Dann die Kehrtwende mit Übernahme der EU-Sanktionen.

«Namhafte Politiker sind der Ansicht, das Debakel sei Ausdruck eines tiefen Malaises innerhalb des Bundesrats«, heisst es weiter.

Credit: Renault

Er entwirft für Renault Autos der Zukunft: Der Berner Marco Brunori.

Der 32-Jährige kannte seinen Weg schon als kleiner Knirps: «Mit 12 Jahren habe ich in einem Buch gelesen, dass es Leute gibt, die Autos entwerfen«, erinnert er sich.

Von da an war sein Weg vorgezeichnet. Sein erster Wurf als Designer war der «Microlino», eine E-Version der «Knutschkugel», wie der BMW Isetta, der Kabinenroller-Klassiker aus den 1950er-Jahren, im Volksmund hiess.

Seit sechs Jahren tüftelt der Auslandschweizer bei Renault an künftigen Formen und Lösungen der Autos der französischen Traditionsmarke. Eines seiner letzten Werke war ein so genannter Concept Car (siehe oben).

Doch die Präsentation seines «Babys» am Genfer Automobilsalon 2020 fiel der Pandemie zum Opfer – genauer: dem Lockdown.

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