Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Heute fand die letzte reguläre Pressekonferenz des Bundesamts für Gesundheit zur Corona-Krise statt. Verschwunden ist das Virus damit nicht.
Herzliche Grüsse
«Mit dem Virus leben lernen» – diese Maxime ist gerade auf dem Prüfstand. Die Fallzahlen sind erneut hoch, doch die Schweiz lässt sich davon immer weniger beeindrucken.
«Sorry, muss für heute Abend leider absagen, mein Selbsttest war positiv.» Solche Nachrichten erhielt ich in den letzten Wochen viele. Das ist nicht nur mein subjektiver Eindruck: «Zehn Prozent der Bevölkerungen sind derzeit Träger des Coronavirus«, sagte heute Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).
Doch durch die hohe Immunität könne man nun hohe Fallzahlen zulassen, ohne eine erneute Überlastung der Spitäler zu riskieren. Das BAG verzichtet vorerst auf eine Empfehlung für eine zweite Booster-Imfpung.
Für die Covid-Taskforce des Bundes, ein unabhängiges und unbezahltes Expert:innengremium, war die heutige Pressekonferenz der letzte öffentliche Auftritt: Sie löst sich per Ende März auf.
- Die Pressekonferenz können Sie im Live-Ticker von SRF NewsExterner Link nachlesen.
- Tanja Berger, aktuell noch Präsidentin der Taskforce, rechnet im Interview mit dem Tages-AnzeigerExterner Link mit einer Auffrisch-Impfung im Herbst. (Paywall)
- Weil das Personal ausfällt, sind Spitäler auch ohne massive Bettbelegung am Anschlag, berichtet SRF NewsExterner Link.
- Weshalb man Covid-Immunität nicht testen kann, fand meine Kollegin Jessica Davis Plüss hier für Sie heraus.
Die Inflation ist in der Schweiz tiefer als in der EU oder den USA, erreicht nun aber den höchsten Wert seit der Finanzkrise. «Heute sollte man es besser wissen», sagt Ernst Baltensperger, Doyen der Schweizer Geldpolitik.
Mein Kaffee im Büro, die Teigwaren im Coop um die Ecke und die Mietnebenkosten: Das ist nur eine kleine Auswahl davon, wofür ich seit kurzem deutlich tiefer in die Taschen greifen muss.
Damit bin ich nicht alleine: Die Preise steigen in der Schweiz. Aktuell liegt die Inflation in der Schweiz bei 2,2%, das ist der höchste Wert seit 2008. Im Vergleich mit den USA (7,9%) und in der Eurozone (5,8%) ist das noch harmlos.
Baltensperger sieht denn auch noch keinen Grund zur Panik: «Die Inflation weicht in der Schweiz erst minim vom Ziel ab.» Er sieht die US-Zentralbank Fed und die Europäische Zentralbank in der Pflicht. Sie sollen mit Zinserhöhungen vorausgehen.
- Mehr dazu lesen Sie hier.
- Wenn Sie lieber Podcasts hören, als Artikel zu lesen, sind Sie beim Geldcast richtig.
- Der Ukrainekrieg treibt die Schweizer Inflation anExterner Link, schreibt Finanz und Wirtschaft.
Eine internationale Petition fordert die Schweiz auf, Putins vermeintliche Geliebte aus dem Land zu werfen. Ob sie wirklich in der Schweiz ist, bleibt unklar.
Die 38-jährige Lina Kabajewa gilt als Geliebte des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Schon länger gibt es Gerüchte, sie geniesse in der Schweiz das leben, während in der Ukraine der Krieg tobt.
Bürger:innen aus Russland, Belarus und der Ukraine haben nun eine Petition gestartet. «Bitte vereinen sie Alina ‚Eva Braun‘ Kabajewa mit ihrem ‚Führer‘ Wladimir Putin», heisst es darin unzimperlich.
Lebt die Freundin des russischen Präsidenten wirklich in der Schweiz? Klar scheint zu sein, dass sie 2015 in Lugano ein Mädchen zur Welt brachte. Aktuell haben die Bundesbehörden trotz Abklärungen keine Hinweise darauf, dass Kabajewa sich in der Schweiz aufhält.
- Watson berichtet hierExterner Link über die Petition.
- SRF NewsExterner Link versucht zu beantworten, ob Kabajewa in der Schweiz ist.
- Auch der BlickExterner Link berichtete.
Mehr
Die diesjährigen Oscars strahlen nicht mehr alle Preiskategorien live aus – zum Leidwesen der zwei nominierten Schweizer:innen.
Die Schweizer Regisseurin Maria Brendle ist mit ihrem Kurzfilm «Ala Kachuu – Take And Run» für einen Oscar nominiert. Ein Konkurrent in der Kurzfilmkategorie ist der Film «Please Hold», produziert vom in Los Angeles lebenden Schweizer Marc Mounier.
Die Euphorie wurde kurz nach der Nominierung jedoch gleich wieder gebremst: Die Oscars streichen acht Kategorien aus der Live-Show – darunter auch die Kurzfilme. Die Oscarverleihung will damit ihr Programm straffen, um den miserablen Zuschauer:innen-Zahlen der letzten Jahren entgegenzuwirken.
Brendle hat sich damit abgefunden: «Bei den Kurzfilmen ist man es ja gewohnt, dass man weniger beachtet wird.» Und auch Mounier behält die Fassung: «Die Freude, an die Oscars gehen zu dürfen, überwiegt.»
- HierExterner Link geht es zum ganzen Artikel in der Aargauer Zeitung.
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