Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Gestern tauschte ich mich mit einem Journalisten eines anderen Mediums darüber aus, dass eine Annäherung der Schweiz an die Nato trotz Neutralität als Rosinenpickerei wahrgenommen werden könnte. Als ich heute den Tagi zur Hand nahm, sah ich unsere Einschätzung bestätigt: Ein ehemaliger Nato-General sieht keine Zwischenlösung für die Schweiz.
Herzliche Grüsse
Ehemaliger Nato-General sieht kaum Spielraum für eine weitere Annäherung ohne Beistandspflicht.
Laut dem Ex-Nato-General Harald Kujat hätte die Schweiz zwar wie jeder andere neutrale Staat einen Platz in der neuen europäischen Sicherheitsarchitektur. Doch eine weitere Annäherung an die Nato ohne Beistandspflicht sei kaum möglich, erläuterte er im Interview mit dem Tages-Anzeiger.
Eine weitere Annäherung an die Nato könnte in einer politischen Mitgliedschaft ohne militärische Integration bestehen, so wie der Status von Frankreich viele Jahre war. «Aber grundsätzlich wäre dies eine Vollmitgliedschaft, und der Nordatlantikvertrag würde einschliesslich des Beistand-Artikels 5 auch für die Schweiz gelten.»
Kujat richtete deutliche Worte an die Schweiz: «Eine weitere Möglichkeit der Annäherung an die Nato – eine Art Zwischenlösung – sehe ich nicht.»
- Das ganze Interview lesen Sie im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Ein kritischer KommentarExterner Link des als Russland-freundlich geltenden Journalisten Christian Müller.
- Aus unserem Archiv: Wird die Schweiz der NATO beitreten?; Bis zum Ernstfall bleibt die Schweiz neutral; Ist die Schweiz auf dem Weg in einen europäischen Sicherheitsverbund?
Moskau rechnete nicht mit dem Mitziehen der Schweiz bei EU-Sanktionen.
Der ehemalige russische Diplomat Boris Bondarew sagte in einem Interview mit Le Temps, der Kreml sei davon ausgegangen, dass die Schweiz ein sicherer Hafen für Geschäfte bleibe und nicht bei den EU-Sanktionen mitmache.
Bondarew war russischer UNO-Diplomat in Genf und trat aus Protest gegen den Ukraine-Krieg zurück. Er lebt derzeit in der Schweiz.
Laut Bodarew wird Moskau Europa im Winter frieren lassen, weil es sich davon einen Meinungsumschwung verspreche. In der Folge würden westliche Regierungen die Ukraine zu Verhandlungen mit Russland bewegen.
- Das Interview in Le TempsExterner Link (auf Französisch).
- Auch NauExterner Link berichtet.
- Aus unserem Archiv: Hoher Druck auf die Schweiz bei Russland-Sanktionen.
Der Komiker Peter Freiburghaus vom Duo Fischbach ist gestorben.
Der Schauspieler, Komiker und Regisseur war an Hautkrebs erkrankt und ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Die Verabschiedung hat bereits am 4. August im kleinsten Familienkreis stattgefunden.
Peter Freiburghaus wurde 1947 im bernischen Neuenegg geboren. Er arbeitete in Berlin, Bern und New York an verschiedenen Theatern als Schauspieler, Regisseur und Autor, später trat er auch erfolgreich in Kino- und Fernsehfilmen auf.
Grosse Erfolge feierte er zusammen mit seiner Lebenspartnerin Antonia Limacher, nachdem sie 1981 das Duo Fischbach gegründet hatten. Mit ihrer Darstellung des Hauswartsehepaars aus der Provinz spielten sie sich in die Herzen ihres Publikums.
- Die Meldung auf swissinfo.ch.
- SRFExterner Link, BlickExterner Link und WatsonExterner Link berichten.
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Auf nach Lugano! Am Wochenende findet der Auslandschweizerkongress statt. Ein Ausblick mit jenen Schweizer:innen, die nun nach Lugano reisen.
Das Parlament der Fünften Schweiz trifft sich erstmals wieder physisch, und zwar vom 19. bis 21. August in Lugano. Wir haben bei Delegierten des Auslandschweizerrats nachgefragt, wie Sie auf den Kongress eingestimmt sind.
Aus Deutschland reist Yvonne Diffenhard an. «Ich erwarte, dass ich mich mit vielen Delegierten des Auslandschweizerrats in Lugano austauschen kann und neue Erkenntnisse zu den aktuellen Themen gewinne. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit bereits bekannten Auslandschweizerrät:innen und auf das Kennenlernen von den 2021 neu gewählten Delegierten aus aller Welt.
Lugano ist immer eine Reise wert. Speziell ist, dass wir mit dem Swiss Pass per Bahn durch die Schweiz anreisen können. Der Dank gilt der Sponsorin. Es ist gut, dass der Kongress an wechselnden Orten stattfindet. Dadurch reisen wir Auslandschweizer:innen auch mal an Orte, die wir in den ‚Heimaturlauben» vielleicht nicht ansteuern würden. Wenn es sich zeitlich einrichten lässt, werde ich noch einen Abstecher zu meiner Familie und Freunden in Zürich machen.»
Übrigens: SWI swissinfo.ch wird den Kongress journalistisch begleiten und mit einem Team vor Ort sein. Meine Kolleg:innen freuen sich, Sie bei dieser Gelegenheit am Stand persönlich zu begrüssen.
- Unsere Seite Swiss Abroad.
- Der KongressExterner Link auf der Website der ASO.
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