Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Würden Sie eine Ausbildung beginnen, wenn sie keine Gewissheit haben, dass Sie diese überhaupt abschliessen können? Wohl kaum. Genau diese Perspektive aber bietet die Schweiz jungen Menschen aus der Ukraine.
Beste Grüsse aus Bern
Hier sicher leben? Ja. Schön! Aber für die Ukrainer:innen gilt dies nur auf Zusehen hin. Eine mehrjährige Berufsausbildung macht so wenig Sinn.
Mit dem Schutzstatus S ist die Schweiz für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ein sicherer Hafen.
Aber jugendliche Ukrainer:innen, die hier die obligatorische Schule abschliessen, wollen eventuell eine Berufsausbildung machen.
Das Problem: Sobald der Krieg in ihrer Heimat vorbei ist, was wir ja alle schwer hoffen, müssen sie in ihre Heimat zurückkehren. Sie müssten also ihre Lehre abbrechen – ohne etwas in den Händen zu haben.
Die Arbeitgeber:innen fordern nun Kulanz, das heisst die Möglichkeit, dass die ukrainischen Azubis hier in jedem Fall ihre Lehre abschliessen können. Dies nicht primär aus Mitgefühl, sondern weil hier zahlreichen Branchen schlicht der Nachwuchs fehlt.
- Wirtschaft will Planungssicherheit für ukrainische LernendeExterner Link – Beitrag von SRF News.
- Ukrainische Kinder in der Schweiz: Der schwierige Start ins Schuljahr – unser Beitrag von September 2022.
- Schweizer Schutzstatus S für ukrainische Flüchtlinge – swissinfo.ch-Bericht vom vergangenen April.
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In Bern gibt es ein offenes Haus für acht Religionen. Dort wurden auch Zwangsheiraten geschlossen.
Offene Begegnungsstätte, freier Dialog: Dies die «Hausordnung» des Hauses der Religionen in Bern.
Jetzt wird publik, dass diese Offenheit als gemeinsames Dach von acht Religionen aufs krasseste missbraucht wurde: In der dortigen Moschee wurden junge Frauen von ihren muslimischen Vätern und Familien zwangsverheiratet.
Damit wurde das Grundrecht, den Ehegatten und die Ehefrau frei zu wählen, verletzt. Zudem schreibt dieses Gesetz vor, dass sich Heiratswillige in der Schweiz vor einer religiösen Trauung immer zuerst zivil trauen lassen müssen.
- Verbotene Trauungen im Haus der ReligionenExterner Link – SRF News zum Dritten.
- Trotz illegaler Trauungen im Haus der Religionen: Bern zahlt weiter SubventionenExterner Link – Meldung im Blick.
- Wenn das Leben einer Person auf dem Spiel steht – swissinfo.ch-Beitrag von 2017.
FTX – die Börse für Kryptowährungen, ist zusammengekracht. Was heisst das für das Crypto Valley in der Schweiz?
Der Crash der Krypto-Handelsplattform hat Milliarden vernichtet. Und droht, andere Krypto-Börsen mit in den Strudel zu ziehen.
Der Bitcoin, die bekannteste der digitalen Währungen, hat zwei Drittel an Wert verloren.
Kann die Schweiz respektive das im Kanton Zug lokalisierte «Crypto Valley» profitieren – als sicherer Hafen im Gegensatz zum hochriskanten, wildwestmässigen Krypto-Handel?
Immerhin gibt es hier mehr Regulierung als auf Inselstaaten in der Südsee. Doch das Framework gilt nur für eine Minderheit von Instituten. Die Mehrheit der Krypto-Dienste aber ist praktisch «vogelfrei», sie verfügen also weder über eine Banklizenz noch über eine solche für den Handel mit Wertpapieren.
- Hunderttausende werden wegen des FTX-Bankrotts ihr Geld verlieren. Im derzeitigen Chaos sieht sich die Schweizer Krypto-Szene aber als GewinnerinExterner Link – Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (Paywall).
- Krypto-Standort Schweiz: Das sind die 14 Einhörner des Crypto ValleyExterner Link – Bericht der Netzwoche.ch.
- Dunkle Wolken über dem Zuger Crypto-Valley – investigative Recherche von Gotham City, die wir 2019 publizierten.
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In der Schweiz bekämpft eine Neonazi-Gruppe öffentlich nicht nur die Coronamassnahmen, sondern auch Veranstaltungen von Queers und Jüd:innen.
Die Behörden lassen sie gewähren.
Junge Tat nennen sie sich. Sie sind gegen die Regierung, das Parlament, das politische System: also gegen die Demokratie.
Achtung Widerspruch: Die Feinde der Freiheit nutzen die Freiheit, die ihnen die Demokratie Schweiz garantiert. Namentlich das Recht auf freie Meinungsäusserung und das Demonstrationsrecht.
Wie üblich für Neonazigruppen huldigen sie einem tödlichen Triumvirat, bestehend aus Hitler, Hakenkreuz und Schusswaffen.
Ein Fall für den Nachrichtendienst? Nein, sagt dessen Sprecherin. Dieser werde erst aktiv, wenn ein «konkreter Gewaltbezug feststellbar» sei.
- Wieso stoppt niemand die Junge Tat?Externer Link – dieser Frage geht der Tages-Anzeiger nach (Paywall).
- Verdeckte Aufnahmen zeigen den gefährlichen Aufstieg einer jungen NeonazigruppeExterner Link – Multimedia-Beitrag des Tages-Anzeigers von letztem März.
- Historiker: Schweiz hat Rechtsextremismus immer wieder ignoriert – Bericht von unserer Agentur.
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