Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Am Tag nach der faustdicken Überraschung mit der Wahl von Elisabeth Baume-Schneider in die Schweizer Regierung lüftet die Schweizer Boulevardzeitung die Hintergründe des "Coups".
Beste Grüsse aus Bern
Die sozialdemokratische Ständerätin aus dem Kanton Jura stieg am Mittwochmorgen als Aussenseiterin in die Wahl. Um halb Elf war Elisabeth Baume-Schneider Bundesrätin.
Als Nationalratspräsident Martin Candinas ihre Wahl verkündete, brandete im Saal und draussen auf dem Bundesplatz, den die jurassischen Supporter:innen in Beschlag genommen hatten, riesiger Jubel auf.
Die Überraschung möglich gemacht hatte, so will es die Zeitung «Blick» in Erfahrung gebracht haben, die Konkurrenz der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP.Die Liberalen).
Mit Blick auf die nächstjährigen Parlamentswahlen habe die FDP die Sozialdemokrat:innen, die etwa gleich viel Wähleranteile haben, schwächen wollen: Die linke SP, so die Theorie, stünde schlecht da, wenn ihre zwei Vertreter:innen im Bundesrat weder die Deutschschweiz noch die Städte repräsentierten.
- So kam es zum Jura-Coup mit Baume-SchneiderExterner Link – Artikel im Blick.
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Elisabeth Baume-Schneider – Teamplayerin mit Regierungserfahrung – unser Portrait der ersten Bundesrätin aus dem Kanton Jura.
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Ihr Vater verlor wegen eines Golfplatzes den HofExterner Link – Artikel in der Handelszeitung (Paywall).
- Les Breuleux trinkt zwei, drei Bier auf seine Bundesrätin Baume-SchneiderExterner Link – Reportage der NZZ aus dem Jura (Paywall).
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In der neu zusammengesetzten Schweizer Regierung kommt es zur grossen Rochade: Newcomer Albert Rösti wird gleich «Superminister».
Der Berner (dritter von rechts) übernimmt mit dem UVEK ein Schlüsseldepartement.
UVEK steht für Umwelt – also die Klimapolitik –, Verkehr, Energie und Kommunikation. Damit übernimmt der neue Bundesrat der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) zwei der aktuell drängendsten Dossiers.
Die bisherige Karin Keller-Sutter übernimmt das Finanzministerium, während die gestrige Überraschungsfrau Elisabeth Baume-Schneider (zweite von rechts) von «KKS» das Justizministerium übernimmt inklusive dem heiklen Dossier der Asylpolitik.
Die anderen vier Mitglieder der siebenköpfigen Landesregierung behalten ihre Departemente, darunter auch Innenminister Alain Berset, der neu auch Bundespräsident ist.
Über 50 Milliarden Dollar: Die UNO rechnet für 2023 mit einem Rekordbedarf an humanitärer Hilfe.
Der Krieg von Putins Russland gegen die Ukraine ist dabei nur einer der Gründe. Dazu kommen zahlreiche, meist langwierige Krisen.
Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnt vor einer Finanzierungslücke, wie es sie noch nie gegeben habe.
Zwar zahlten die Geberländer unter dem Strich mehr Gelder ein, doch könne dies mit dem Bedarf an Hilfe weltweit nicht Schritt halten.
- Der Ukraine-Krieg verschärft die Probleme der Krisenhilfe weltweit – die grosse Recherche meiner beiden Kolleginnen Julia Crawford und Pauline Turuban, die auch die Grafiken beisteuerte.
- Schweiz legt Auslandhilfen zusammen: die Risiken – Beitrag von Kollegin Sibilla Bondolfi von Anfang Jahr.
- «Entwicklungshilfe war immer Teil der Aussenpolitik» – weiterer Artikel von Sibilla.
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Er ist das politischste Tier in der schweizerischen Gegenwart: der Wolf.
Wölfe rissen lange unter dem höchsten Schutzstatus ihre Beute. Jetzt hat wieder der Mensch die Oberhand.
Neu können die Raubtiere «präventiv» abgeschossen werden – zum Zweck, ihre Anzahl zu dezimieren. Das Parlament hat einer Änderung des Jagdgesetzes zugestimmt.
Es ist dies kein Lehrstück in Schweizer Demokratie: Vor zwei Jahren hatten die Stimmbürger:innen das revidierte Jagdgesetz abgelehnt. Eines seiner Herzstücke: Die Aufweichung des Wolfsschutzes.
- Parlament gibt grünes Licht für präventiven WolfsabschussExterner Link – SRF News.
- Berner Konvention lehnt Herabstufung des Wolfschutzes abExterner Link – Naturschutz.ch.
- Wolf – sozialer RäuberExterner Link – WWF Schweiz.
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