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Ukrainer:innen in der Schweiz

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Die Frage, weshalb bis heute nicht mehr ukrainische Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten, ist ein interessantes Anschauungsbeispiel, wie Migration eingeschätzt wird – nämlich meist falsch.

Freundliche Grüsse aus Bern

Ukrainer:innen in der Schweiz
© Keystone / Peter Schneider

Die Ukrainer:innen und der mühsame Zugang zum Arbeitsmarkt.

Mittlerweile wissen es alle: In vielen Branchen herrscht ein Mangel an Arbeitskräften. Mehr als 120’000 Stellen waren Ende 2022 unbesetzt, so viele wie seit 2003 hat nicht mehr – und weiter zurück reichen die Zahlen des Bundesamts für Statistik nicht.

Darum machten sich viele Unternehmen Hoffnung, dass die in die Schweiz geflüchteten Ukrainer:innen rasch in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten. Denn die Voraussetzungen sind eigentlich gut: Sie sind grösstenteils gut ausgebildet und können dank dem Schutzstatus S unkompliziert eine Stelle antreten.

So einfach ist es aber doch nicht, wie sich nun ein Jahr nach der russischen Invasion zeigt: Lediglich 15% haben einen Job, obwohl jede:r dritte Geflüchtete aktiv eine Stelle sucht. Die Hürden sind einerseits sprachlicher Natur (zum Beispiel Hochdeutsch versus Schweizerdeutsch), andererseits stellt sich die Bürokratie aber als eben doch mühsamer aus als gedacht (mangelnde Anerkennung von Diplomen oder unrealistische Ansprüche). Dazu kommt das mangelhafte Angebot an Kinderbetreuung – kein unwesentliches Problem, sind doch viele Geflüchtete Frauen mit Kindern.

Paar am Strand
Keystone / Morell

AHV-Rente im Ausland: Das sind die wichtigsten Punkte.

Wie erhalte ich meine AHV-Rente im Ausland? Was muss ich als Auslandschweizer beachten? Kann ich als Auslandschweizerin noch freiwillig einzahlen?

Ausgewanderte stellen sich viele solche und ähnliche Fragen. Der Finanzjournalist Claude Chatelain, spezialisiert auf Themen der Vorsorge, hat die wichtigsten Fragen und Antworten gesammelt.

Bundeshauskuppel
© Keystone / Alessandro Della Valle

Wie Landwirtschaft, Konzerne und Gewerbe zusammenspannen.

Die Schweiz ist das Land der Allianzen. Der Föderalismus sorgt dafür, dass ständig wechselnde Konstellationen entstehen, um gezielt Politik machen zu können. Ein interessanter Beitrag des Tages-Anzeigers zeigt anhand eines geleakten Protokolls, wie Verbände das machen.

Bei sogenannten «Spitzentreffen» sprechen sich Economiesuisse, Arbeitgeberverband, Gewerbeverband und Bauernverband ab, definieren gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen. Was das konkret heisst? Man wolle laut Protokoll etwa dafür sorgen, dass bestimmte Geschäfte in der «richtigen» Kommission behandelt werden – wo man sich also günstigere Entscheide erhofft.

Die Beteiligten beschwichtigen – das sei normales Prozedere, man solle nicht zu viel hineinprojizieren. Das stimmt sicherlich. Für Aussenstehende ist es trotzdem interessant, mittels solcher Leaks mal einen Einblick in solche Politik-Mechanismen zu erhalten. Immerhin spannt hier die Wirtschaft mit der Landwirtschaft zusammen.

  • Hier finden SieExterner Link den Bericht des Tages-Anzeigers. (Paywall)
  • «Eine Demokratie braucht Transparenz» – Interview mit dem Geschäftsführer von Transparency International Schweiz.
Zürich
© Keystone / Ennio Leanza

Eine 30-Quadratmeter-Wohnung für 5050 Franken in Zürich gefällig?

Der Wohnungsmangel in vielen Schweizer Städten ist ein Problem. Noch fast problematischer ist, was für Geschäftsmodelle deswegen entstehen: Zum Beispiel Business-Apartments, die in guter Lage gut und gerne mal mehrere Tausend Franken monatlich kosten.

Dass in Zürich mittels Airbnb und Kurz-Vermietung von Wohnungen gutes Geld gemacht wird, ist hinlänglich bekannt. Die SP-Nationalrätin Jacqueline Badran sagt, der Immobilienmarkt sei «eine reine Kapitalverwertungsmaschine» geworden. Und dass durch ein Verbot dieser Angebote in den Wohnzonen 20’000 Wohnungen frei würden.

Wenig überraschend sehen es andere anders: Der FDP-Nationalrat Beat Walti sagt, damit trügen Expats und Tourst:innen zum Wohlstand bei. Und für den SVP-Nationalrat Thomas Matter ist ohnehin offensichtlich, dass die Zuwanderung das Problem ist. Eines ist klar: Das Thema wird die Politik noch weit über die Session hinaus beschäftigen – und uns auch.

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