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Synthes einigt sich mit US-Regierung auf Vergleich bezüglich Norian

West Chester (awp) – Die Medizinaltechnikerin Synthes Inc hat sich mit der US-Regierung auf einen Vergleich bezüglich der Vorwürfe gegen die Tochtergesellschaft Norian geeinigt. Das Unternehmen ist im Sommer letzten Jahres von einem US-Bundesstaatsanwalt wegen einer angeblichen Vermarktung des Knochenersatzmaterials «Norian XR» ausserhalb des zugelassenen Indikationsbereichs angeklagt worden.
Vorbehaltlich einer Gerichtsgenehmigung sieht der Vergleich mit dem US-Justizministerium und dem US-Bundesministerium (OIG) für Gesundheit vor, dass Synthes einen Betrag von 808’000 USD in Form von Buss- und Reugeldern zahlt. Zudem habe Synthes der Veräusserung der Aktiven ihrer Tochtergesellschaft Norian zustimmt. Norian selbst zahlt Buss- und Reugelder in Höhe von rund 23,5 Mio USD, teilte Synthes am Montag mit.
Im Rahmen des Vergleichs habe Synthes zudem eine Vereinbarung zur Unternehmensintegrität mit dem OIG abgeschlossen. Diese Vereinbarung sehe vor, dass Synthes ihr bestehendes Compliance-Programm aus dem Jahr 2005 weiter ausbaut und künftig eine unabhängige Prüfstelle unterhält. Abgesehen von den beschriebenen Zahlungen erwarte das Unternehmen durch diesen Vergleich keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen.
Der Vergleich wird in Kraft treten, sobald das Gericht die einvernehmlichen Geständnisse des Unternehmens genehmigt hat.
ra

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