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Versicherer müssen laut Nationalrat Managed Care-Modelle anbieten

(Keystone-SDA) Bern – Bei der Wahl einer Krankenversicherung sollen sich die Menschen in der Schweiz künftig häufiger einem anerkannten Ärztenetz anschliessen als bisher. Wer sich bei der Arztwahl nicht einschränken will, soll mehr bezahlen, findet der Nationalrat.
Unter dem Titel «Managed Care» hat die grosse Kammer dazu eine Teilrevision des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) durchberaten und mit 108 zu 43 Stimmen bei 24 links-grünen Enthaltungen gutgeheissen. Ziel der Vorlage ist es, die Voraussetzungen für diese sogenannten integrierten Versorgungsnetze zu verbessern.
Von solchen Netzen oder Managed Care-Modellen spricht man, wenn sich Leistungserbringer – etwa Hausärzte, Spezialärzte und Physiotherapeuten – zum Zweck der Koordination der medizinischen Versorgung zusammenschliessen.
Die Gesundheitspolitiker versprechen sich viel davon: «Mit der Vorlage sollen die Behandlungsprozesse optimiert, die Behandlungsqualität gestärkt und das Kostenwachstum gebremst werden», sagte Ruth Humbel (CVP/AG). Bundesrat Didier Burkhalter sprach von einer «Schlüsselvorlage» für das Gesundheitswesen.
Gespart werden soll durch eine enge Begleitung der Patienten während des gesamten Behandlungsverlaufs. Dadurch sollen etwa überflüssige Konsultationen eines Spezialisten oder Mehrfachdiagnosen verhindert werden. Indem die beteiligten Leistungserbringer zusammen die Budgetverantwortung tragen müssen, soll zusätzlich Druck geschaffen werden, die Kosten im Griff zu behalten.

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