Transparenz bei Medikamenten-Preisen
Die Schweizer Pharmaindustrie veröffentlicht die Fabrik-Abgabepreise der kassenpflichtigen Medikamente. Damit soll bei den Arzneimitteln der Spezialitäten-Liste Transparenz geschaffen werden.
Wie teuer ist ein kassenpflichtiges Medikament der Spezialitäten-Liste im Handel? Wie hoch ist der Fabrik-Preis? Diese Fragen beantwortet eine Internet-Site der Interpharma, dem Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz.
Wer profitiert wieviel
Der Konsument kann nun im Internet nachschauen, wie sich bei diesen Medikamenten das neue Abgeltungs-Modell und die Änderung des Krankenversicherungs-Gesetzes (KVG) auf den Fabrikabgabe- und den Publikumspreis auswirken. Dies teilte die Interpharma am Montag (03.09.) in Basel mit.
Bei Valium beispielsweise liegt der Fabrik-Abgabepreis gemäss der Liste mehr als die Hälfte tiefer als jener, der bei der Abgabe verlangt wird. Die Pharma-Industrie will damit laut eigenen Angaben offen darlegen, wie viel der Hersteller vom Verkaufspreis eines Arzneimittels erhält, und wie hoch der Anteil für den Vertrieb und die Abgabe ist.
Neues System
Mit der Revision des Krankenversicherungs-Gesetzes wurde vor einem Monat ein neues System für die leistungsbezogene Abgeltung bei der Medikamenten-Abgabe eingeführt. Auch die Berechnung des Fabrikabgabe-Preises für vergütungspflichtige Medikamente wurde dabei auf eine neue Basis gestellt.
Der Systemwechsel führte dazu, dass günstige Medikamente leicht verteuert, während hochpreisige wesentlich günstiger werden.
swissinfo und Agenturen
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