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Elon Musk in Verkleidung

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

"Die Gedanken sind frei", heisst es in einem bekannten Lied. Müssen wir uns in Zukunft fürchten, dass Twitter unsere Gedanken lesen kann? Ein Schweizer Ethiker warnt vor einem Interessenkonflikt des Twitter- und Neuralink-Besitzers Elon Musk.

Herzliche Grüsse aus Bern

Filmstill The crash of Swissair flight 111
https://www.swissinfo.ch/eng/swiss-film-selection

Bisher nur in der Schweiz zu sehen, sind gewisse Filme jetzt weltweit abrufbar!

Der Absturz des Swissair-Flugs 111, der spektakuläre Zürcher Postraub, ein Zugdrama in den Schweizer Alpen. Das und mehr können Sie, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, jetzt auch in ihrem Wohnland schauen. Ohne VPN!

Eine Auswahl von Schweizer Dokumentarfilmen, die auf der Schweizer Streaming-Plattform Play Suisse zu finden sind, können Sie sich jetzt direkt auf unserer Website zu Gemüte führen.

Der Zugang ist supereinfach: Interessierte wählen direkt unter www.swissinfo.ch/films einen Film aus der regelmässig aktualisierten Sammlung an spannenden Dokumentarfilmen aus. Und wer Mühe mit dem Deutschen hat: Sie sind zusätzlich auf Englisch untertitelt.

Elon Musk in Verkleidung
2022 Invision

Elon Musk spielt eine fragwürdige Rolle bei der Entwicklung von Gehirnimplantaten.

Neuralink? Nie gehört? Es ist eine der Firmen in Elon Musks Portfolio. Neben Tesla, «SpaceX» und seit kurzer Zeit auch Twitter. Neuralink will neuronale Schnittstellen herstellen, die in das Gehirn von Menschen implantiert werden und eine direktere Kommunikation mit Computern ermöglichen sollen.

Ein Schweizer Ethiker findet es «äusserst beunruhigend», wenn ein und dieselbe Person nun ein solches Unternehmen besitzt und zugleich Eigentümer einer Plattform ist, die sensible Daten von Millionen Menschen sammelt. Das sagte er meiner Kollegin Sara Ibrahim im Interview. Musk sei «moralisch untauglich» für eine solche Aufgabe.

Es sei wahrscheinlich, dass die unter Musk entwickelte Neurotechnologie bald in der Lage sein werde, den menschlichen Geist zu lesen und zu beeinflussen, befürchtet der Ethiker. Er sagt aber auch: «Die Schweiz ist vielleicht eines der am besten positionierten Länder der Welt in Bezug auf die Untersuchung der ethischen und sozialen Auswirkungen der Neurotechnologien.»

Zwei schnauzbärtige Schweizer Soldaten in schlecht sitzender Ausgeh-Uniform der 80er-Jahre
Keystone / Str

Die «guten Dienste» der Schweiz sind nicht mehr, was sie mal waren.

Bereits 1714 bot die damalige Eidgenossenschaft, die Vorläuferin der modernen Schweiz, ihre «guten Dienste» als Vermittlerin in einem Krieg an. Seither vermittelte sie in zahlreichen internationalen Konflikten. «In einigen Fällen hat sie entscheidend geholfen, Frieden zu schliessen – was den Ruhm der ‚guten Dienste‘ begründete», schreibt mein Kollege Andrea Tognina.

Doch der Historiker gibt zu bedenken: «Heute ist die Schweiz jedoch nur noch eine Akteurin unter vielen.» Was ist geschehen? Im 21. Jahrhundert seien eher internationale Gremien wie die Vereinten Nationen entscheidend für Konfliktlösungen geworden.

Und: Die Schweiz sei zwar immer noch gut für diese Aufgabe gerüstet, sie leide aber oft unter ihrer internationalen Isolation: «Noch weniger als in der Vergangenheit können die ‚guten Dienste‘ heute die Notwendigkeit solider Allianzen ausgleichen.»

Thomas Zurbuchen
© Marcel Bieri

Wie ein Schweizer das James-Webb-Teleskop rettete.

Haben Sie die faszinierenden Bilder auch gesehen? Das James-Webb-Teleskop liefert uns einen Blick ins All, wie ihn die Menschheit noch nicht gesehen hat. Auf der Suche nach Leben im All erschliesst es der Wissenschaft und uns neue Galaxien und Exoplaneten.

Nun machte die Neue Zürcher Zeitung bekannt, dass der abtretende Schweizer Wissenschaftsdirektor der Nasa das Teleskop vor dem Scheitern bewahrt hat. «Ehrlich gesagt hätten wir fast das ganze Teleskop verloren», sagt der Berner Oberländer Thomas Zurbuchen im Interview.

Das Problem war: «Wir hatten super Leute, aber waren kein gutes Team.» An Zurbuchen lag es dann, ein neues Team zusammenzustellen. «Man muss brutal ehrlich sein», sagt er dazu. Mit neuem Personal gelang es ihm schliesslich, das bahnbrechende Instrument auf Kurs – und ins All – zu bringen.

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