Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Die Schweiz ist wieder offen. Aber wohin geht die Reise in dieser Übergangsphase? Ein paar Einblicke in die Post-Corona-Schweiz, die eine andere sein wird.
Beste Grüsse aus Bern, und passen Sie auf sich auf!
Zurück in den Alltag, lautet das Motto heute Montag, den 11. Mai. Doch dieser Alltag sieht nicht mehr so aus, wie er zuvor war.
Ab ins Möbelhaus, das Restaurant oder in den Elektronikmarkt: Heute ist der Tag der zweiten Lockerung des Stillstands, der das Land die letzten zwei Monate weitgehend eingefroren hatte.
Nach den Coiffeurinnen und den Gartencenter haben heute alle Geschäfte ihre Türen wieder geöffnet. Einzig Klubs und Bars bleiben noch geschlossen.
Doch trotz Neustart des öffentlichen Lebens in der Schweiz – oder gerade deswegen – müssen die Menschen die Coronaregeln weiter einhalten.
Ob künftig Hygienemasken zum Alltagsbild der Schweiz gehören, ist noch nicht klar. Auch unsere Leserinnen und User sind sich in der Maskentrag-Frage uneinig.
- Dies zeigt die kleine, nicht repräsentative Umfrage meines Kollegen Philipp Meier.
- Der grosse Run auf die MöbelhäuserExterner Link – Bericht im Blick.
- Bericht von SRF NewsExterner Link zur heutigen Lockerung des Lockdowns.
- Was ist erlaubt, was geht nicht?Externer Link Annex-Beitrag von SRF News.
«Hurra, hurra die Schule brennt!» Falsch! «Hurra hurra die Schule läuft – wieder!» ichtig!
Es ist überstanden: Nach acht Wochen Unterricht zu Hause gehen ab heute die Schülerinnen und Schüler wieder zurück in ihre Klassenzimmer.
Die Kids in unserer Siedlung, die sich nach anfänglicher beträchtlicher Irritation über den sonderbaren Zustand des Landes sehr schnell und sehr agil mit der neuen Situation abgefunden hatten, freuten sich allesamt, ihre Kameraden und Gspänli endlich wiederzusehen.
Für nicht wenige von ihnen aber wird es eine Rückkehr mit Hindernissen: Rund ein Fünftel der Kinder wurden durch den Fernunterricht abgehängt – aus verschiedenen Gründen.
- Die Rückkehr verläuft, wie könnte es anders sein, überall ein bisschen anders – der sprichwörtliche Kantönligeist lässt auch hier grüssen. Bericht meiner Kollegin Isobel Leybold-Johnson.
- Ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler fällt durchs Fernunterrichts-Netz – Artikel von Isobel.
- Für behinderte Kinder und deren Eltern ist die Quarantäne eine Herausforderung – Artikel von swissinfo.ch-Kollege Olivier Pauchard.
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Derweil immer noch Menschen an Covid-19 sterben – auch in der Schweiz –, fordern Demonstranten Aufklärung über die «Corona-Lüge».
Es waren mehrere Hundert Personen, die am Samstag in Bern, Zürich und Basel für das Ende des Lockdowns auf die Strasse gegangen sind.
Sie missachteten nicht nur das Versammlungsverbot, sie streiten auch glattweg ab, dass die Wirkung des Coronavirus über jene einer gewöhnlichen Grippe hinausgehe.
Gero Holm Hümmler, Autor und Kenner der Szenen der Anhänger von Verschwörungstheorien, sagt, wer diese Leute sind, die trotz dystopischen Bildern und Berichten aus den Spitälern in der grenznahen Lombardei glauben, der Bundesrat habe das alles erfunden, um uns Bürger total manipulieren zu können.
- Gero Holm Hümmler im Interview mit SRF NewsExterner Link.
- Bericht zu den DemonstrationenExterner Link im Tages-Anzeiger.
- Warum so viele Menschen Corona-Mythen verbreitenExterner Link – Bericht im Thuner Tagblatt.
Die Schweiz und die EU: Das ist einer der grössten politischen Dauerbrenner im kleinen Land inmitten des Vereinten Europas.
Im Organigramm nicht erscheinen, aber abgesehen davon überall mit an Bord sein: So ist das Verhältnis von Bern und Brüssel in den Bilateralen Verträgen geregelt.
Für Brüssel ist diese Schiene ein Auslaufmodell. Die EU-Zentrale pocht seit langem auf eine Rahmenabkommen, das die Dynamik betr. neuer Gesetze automatisch auffangen soll.
Die Schweiz sperrt sich, weil sie befürchtet, im eigenen Haus nicht mehr unumschränkt Herr der Lage zu sein.
- Die Schweiz pokert hoch in den Verhandlungen mit der EU – Lagebeurteilung meiner Kollegin Sibilla Bondolfi.
- Rahmenabkommen – die unendliche Geschichte in einem kleinen Buch – Buchrezension von Politikanalyst Claude Longchamp.
- Schweizer Aussenminister Cassis‘ Zuversicht zum EU-Rahmenabkommen – mein Interview mit dem Aussenminister von 2019.
Sie drohen, unter Corona zwischen Stuhl und Bank zu fallen: Zehntausende Teenager, die im Sommer eine Berufsausbildung in Angriff nehmen wollen.
Ihnen galt frühe Aufmerksamkeit: Absolventinnen und Absolventen einer Berufslehre, der tragenden Säule des vielgerühmten dualen Schweizer Bildungssystems.
Die Bildungsfachleute des Bundes fanden Lösungen, damit die «Azubis» ihre Ausbildungen trotz Lockdown abschliessen können.
Was aber ist mit jenen, die ihre Berufslehre in diesem Herbst anfangen wollen? Für sie sieht es düster aus. Denn viele Betriebe, die überhaupt noch Lehrlinge ausbilden, mussten angesichts des Lockdowns schliessen.
- Was das für die Schweiz bedeutet, für die Bildung eine zentrale Ressource darstellt, heisst es im Bericht in der NZZExterner Link.
- Die schulischen Lehrabschlussprüfungen fallen schweizweit aus. Was bedeutet das für Lernende?Externer Link – Bericht der NZZ.
- Das duale Bildungssystem der Schweiz, einmalig in der Welt – Artikel meines Tessiner Kollegen Riccardo Franciolli.
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