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Belinda Bencic

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Unser Briefing heisst zwar "Heute in der Schweiz", aber diesmal blicken wir auch auf andere Weltgegenden: Tokio, Dublin und Neuseeland.

Herzliche Grüsse aus Bern

CS Hauptsitz
Keystone

Ein Schaden von 5 Milliarden Dollar – die Credit Suisse kritisiert sich selbst.

Ein breites Versagen von Kontrollmechanismen – das habe bei der Schweizer Grossbank Credit Suisse zu einem milliardenschweren Verlust geführt. Zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsbericht, den die Bank heute veröffentlicht hat. Das schreibt unter anderem das Handelsblatt.

Um was geht es? Die CS hatte sich bei zwei Hedgefonds engagiert, die beide innert kurzer Zeit kollabiert sind: Greensill Capital und Archegos Capital. Vorerst liegt der Bericht zu Archegos vor: Der Schaden aus dem Zusammenbruch des Hedgefonds Ende März 2021 kostet die Bank rund fünf Milliarden Dollar. Die Greensill-Pleite soll in einem separaten Bericht aufgearbeitet werden.

Trotz allem konnte die Bank noch einen Reingewinn von 253 Millionen Franken für das zweite Quartal verzeichnen. Die Affäre um die beiden Hedgefonds drückt aber auf den Börsenkurs der Grossbank: Deren Aktie ist im laufenden Jahr mit einer Performance von derzeit minus 17% der mit Abstand schwächste Blue-Chip-Titel am Schweizer Markt.

Ellie Kisyombe
Ellie Kisyombe

Sie kam als Asylsuchende nach Irland – heute ist sie Politikerin.

Ellie Kisyombe stammt aus Malawi. Vor zehn Jahren habe es in ihrem Heimatland keine Meinungsfreiheit gegeben, sagt sie. Deshalb kam sie 2010 nach einer langen und schwierigen Reise in Irland an. Zehn Jahre lang wartete sie auf ihren Asylentscheid.

Doch Kisyombe blieb nicht untätig während dieser Zeit. Sie setzte sich für andere Asylsuchende ein und gründete unter anderem ein Sozialunternehmen. Ihr Engagement führte sie schliesslich in die Politik: Als erste Asylbewerberin in der irischen Geschichte kandidierte sie für ein öffentliches Amt.

«Die wichtigste Erkenntnis aus ihrem bisherigen Lebensweg ist für sie, dass Meinungsfreiheit ein grundlegendes Menschenrecht ist, das allen zusteht – auch Flüchtlingen, die einen Aufenthaltsstatus beantragen», schreibt mein Kollege Bruno Kaufmann in seinem Artikel. Ellie Kisyombe ist die letzte Teilnehmerin in unserer globalen Serie «Stimmen der Freiheit».

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Renat Kuenzi

Ist Ihre Meinungsfreiheit in Gefahr?

Meinungsfreiheit ist ein universales Menschenrecht. Aber dieses gerät mehr und mehr unter Druck. Auch in gestandenen Demokratien. Einige Gründe: Die Macht der Social Media, mehr autoritäre Führer und die Corona-Pandemie. In der Schweiz zeigt etwa ein neues Gesetz, mit dem Richter Medienberichte leichter verhindern können, dass Meinungsfreiheit auch hier keineswegs selbstverständlich ist. Nicht zu reden von…

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Belinda Bencic
Keystone / Laurent Gillieron

Und wieder gibt es höchst Erfreuliches aus Tokio zu berichten.

Die Olympia-Medaillen Nummer 7 und 8 sind der Schweiz sicher. Die Frage ist nur noch: Gold oder Silber? Die Tennisspielerin Belinda Bencic hat am Morgen gegen die Kasachin Elena Rybakina den Einzug in den Einzel-Final geschafft und wird am Samstag im Ariake Tennis Park gegen die Tschechin Markéta Vondroušová um die Goldmedaille im Frauentennis spielen.

Und damit noch nicht genug! Am Nachmittag zog sie zusammen mit Viktorija Golubic auch im Doppel in den Final ein. Die beiden schlugen die Brasilianerinnen Laura Pigossi und Luisa Stefani. Am Sonntag werden sie gegen das topgesetzte tschechische Duo Barbora Krejčíková und Kateřina Siniaková.um Olympia-Gold spielen.

Für Bencic ist es der erste Final an einem wichtigen Turnier überhaupt. Ihr bestes Resultat war bisher der Einzug in den Halbfinal am US Open vor knapp zwei Jahren. Im Interview nach dem Sieg im Einzel sagte sie, von Emotionen überwältigt: «Ich weiss nicht mehr, ob ich im letzten Game überhaupt geatmet habe.»

Sekte Gloriavale, Esssaal
TVNZ / Pacific Screen

Zum Schluss noch eine Auslandschweizer-Geschichte vom anderen Ende der Welt.

Die blauen Uniformen sind in Neuseeland bekannt: Rund 600 Personen gehören der Religionsgemeinschaft Gloriavale an, die zurückgezogen auf der Südinsel lebt. Sie pflegen laut der Neuen Zürcher Zeitung ein streng christliches Leben: «Sex vor der Ehe, Verhütung und Scheidungen gibt es nicht.»

Eine Aussteigerin, Tochter eines Auslandschweizers, wirft der Sekte nun Fehlverhalten vor. Ihr Vater, der seit rund acht Jahren an Demenz leidet, «werde nur ungenügend gepflegt und schlecht behandelt», schreibt die NZZ. Zudem werde er von vielen Mitgliedern wegen seiner Krankheit als «Platzverschwendung» gesehen.

Laut der Zeitung liessen sich die Vorwürfe der Tochter nicht überprüfen. Sie würden sich aber mit solchen decken, «die andere Aussteiger in neuseeländischen Medien geschildert haben». Seit einigen Jahren würden immer mehr Mitglieder die Sekte verlassen. Sie sprechen von sexuellen Übergriffen, Kinderarbeit und Gewalt.

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