Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Impft Ihr Wohnland mit AstraZeneca? Dann gibt es in der Schweiz kein Covid-Zertifikat für Sie. Mit der zu erwartenden Ausweitung der Zertifikatspflicht wird das für Grenzgängerinnen und Auslandschweizer zum Problem.
Beste Grüsse aus dem Homeoffice
181 Länder nutzen den Covid-Impfstoff von AstraZeneca, doch in der Schweiz bekommt man damit kein Impf-Zertifikat.
Bisher braucht man nur für wenige Anlässe in der Schweiz das Covid-Zertifikat. Ich musste meines noch gar nie zeigen. Der Bundesrat und die Kantone signalisieren, dass das Zertifikat bald wichtiger werden könnte und beispielsweise für den Restaurantbesuch benötigt wird.
Für ein gültiges Zertifikat braucht man eines der drei G: geimpft, getestet oder genesen. Die Kosten des Tests trägt man ab dem 1. Oktober selber. Am bequemsten ist es daher, man ist geimpft. Doch wer im Ausland mit AstraZeneca geimpft wurde, hofft vergeblich auf das Zertifikat, da der Impfstoff in der Schweiz noch nicht zugelassen ist.
Ein Ärgernis für viele Auslandschweizerinnen und Grenzgänger. Besonders absurd: Zertifikate, die in der EU ausgestellt wurden, werden in der Schweiz akzeptiert, AstraZeneca hin oder her. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hat die Problematik offenbar erkannt und prüft eine Ausweitung der Zulassung für das Zertifikat.
- Mein Kollege Balz Rigendinger hat mit der SRF-Journalistin Sabine Gorgé hier ausführlich recherchiert.
- Die Kantone sprechen sich derweil für eine Ausweitung der Zertifikats-Pflicht aus, wie die NZZ berichteteExterner Link (Neue Zürcher Zeitung, Paywall).
- Für sich selbst möchten die Parlamentarier:innen lieber keine Ausweitung der Pflicht, wie der Tagesanzeiger schreibtExterner Link (Paywall).
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Wir bleiben bei Covid und dem Ausland: Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer werden für die Intensivstationen der Spitäler zur Herausforderung.
Ich blieb diesen Sommer aus Vorsicht in der Schweiz. Wenn ich Familie im Ausland hätte, wäre mir das wahrscheinlich schwerer gefallen. Viele getrauten sich trotz Pandemie über die Grenze – und kommen nun infiziert wieder zurück.
40 Prozent der hospitalisierten Covid-Patient:innen brachten das Virus aus den Ferien mit, wie die wissenschaftliche Taskforce des Bundes letzte Woche berechnete. Die meisten davon kamen aus Südosteuropa: «Ungeimpfte Ferienrückkehrer aus dem Balkan füllen die Spitäler» fassen die Publikationen von CH Media zusammen.
Das Problem geht noch weiter: Längst nicht alle Reisenden, die sich in Südosteuropa mit dem Virus angesteckt haben, konnten schon in die Schweiz zurückkehren. Schweizer Reiseversicherungen verzeichnen eine Zunahme von Personen, die aus medizinischen Gründen in die Heimat gebracht werden wollen oder müssen.
- Mehr Details gibt es bei Watson hierExterner Link.
- Bundesrat Alain Berset denkt bereits über die Wiedereinführung der Einreisequarantäne nach, wie der Blick hierExterner Link schreibt.
- Die täglich aktualisierten Daten zur Pandemie in der Schweiz finden sie bei uns.
Seit diesem Jahr gibt es in der Schweiz einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Doch bei der Umsetzung hapert es.
Im internationalen Vergleich reichlich spät konnte sich die Schweiz in einer Volksabstimmung zu einem Vaterschaftsurlaub durchringen. Zwar kürzer als in den umliegenden Ländern, aber immerhin etwas. Doch in der Praxis harzt es.
Eine Streitfrage ist der gesetzliche freie Tag für die Geburt des Kindes, der schon vor dem Vaterschaftsurlaub existierte: Gehört der Urlaubstag zum Vaterschaftsurlaub oder nicht? Rechtlich ist die Frage nicht abschliessend geklärt.
Anders als für Mütter gibt es für Väter auch keinen Kündigungsschutz, weshalb frischgebackene Papas aus Angst vor Konsequenzen zögerten, den Vaterschaftsurlaub zu beziehen, wie die grüne Nationalrätin Greta Gysin sagt.
Doch auch für einige frischgebackene Mütter hat die Umsetzung teils unangenehme Konsequenzen: So kürzte die Schaffhauser Kantonalbank den Mutterschaftsurlaub von 16 auf das gesetzliche Minimum von 14 Wochen. Als Grund nennt die Bank nicht etwa, das gesparte Geld für den Vaterschaftsurlaub zu benötigen, sondern die Gleichbehandlung von Männern und Frauen.
- Die ganze Geschichte lesen Sie im TagesanzeigerExterner Link (Paywall).
- Der Blick sprach hierExterner Link mit einer enttäuschten Mitarbeiterin der Schaffhauser Kantonalbank.
- Wie sich Greta Gysin im Parlament für den Kündigungsschutz von Vätern einsetzt, lesen Sie in der Aargauer ZeitungExterner Link.
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Stimmt die Schweiz bald wieder über Kampfflugzeuge ab? Eine Volksinitiative will den Kauf des US-Kampfjets F-35 verhindern.
Gefühlt alle paar Jahre beschäftigt sich die Schweiz in einer Volksabstimmung mit Kampfflugzeugen. 2014 sprach sich die Schweiz gegen den Kauf des schwedischen Gripen aus, vergangenes Jahr wurde die Finanzierung einer neuer Flotte knapp mit 50.1% Ja-Stimmen gutgeheissen.
Nachdem der Geldfrage in der Abstimmung geklärt wurde, hat sich die Regierung inzwischen für ein Flugzeug entschieden: Der US-Kampfjet F-35 soll es sein. Den halten Politiker:innen der SP und der Grünen für gänzlich ungeeignet – wenn sie nicht schon grundsätzlich gegen den Kauf von Kampfjets sind.
Deshalb haben sie heute zusammen mit der Gesellschaft für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) eine neue Volksinitiative lanciert. Die Initiative würde in der Bundesverfassung verankern, dass der Bund keine Kampfflugzeuge des Typs F-35 Lightning II von Hersteller Lockheed Martin beschafft. Doch bevor die Stimmbevölkerung darüber entscheidet, müssen die nötigen 100’000 Unterschriften gesammelt werden.
- Details zur Initiative gibt es hierExterner Link, und ebenfalls im Blick reagiert die zuständige Bundesrätin Viola Amherd hierExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Warum die Welt staunt, wenn die Schweiz über Kampfjets abstimmt.
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