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Luftaufnahme von Autobahn im Bau mit zwei breiten Fahrbahnen

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Gotthard-Eisenbahntunnel, Nationalstrassen, zwei Grossflughäfen: Die Schweiz ist gut im Bau von Infrastruktur für den Verkehr. Aber beim Bau von 32 Kilometern Autobahn im Wallis ist arg viel schiefgelaufen.

Mit besten Grüssen

Luftaufnahme von Autobahn im Bau mit zwei breiten Fahrbahnen
© Keystone/ Valentin Flauraud

Seit den 1970er-Jahren wird an der Autobahn im Wallis gebaut. Fertig wird der letzte Abschnitt erst nach 2030.

Geplant war die Fertigstellung der A9, so die Bezeichnung der Nationalstrasse im Wallis, ursprünglich mal für 2016.

Die Eidgenössische Finanzkontrolle wollte die Vorgänge verstehen – und scheiterte.

Ein paar Tunnel mussten gebohrt werden, ein paar Galerien gebaut – seit wann soll das in der Schweiz ein Problem sein?

Als wäre der zeitliche Schlendrian nicht genug, wurde die Autobahn noch auf einem halben Kilometer zu schmal gebaut und musste nachträglich verbreitert werden.

Die Kosten? Sie wurden vor ein paar Jahren vom Kanton mit über vier Milliarden Franken beziffert  Allein die 8,5 Kilometer durch einen geschützten Wald kosten fast eine Milliarde Franken. 96% bezahlt «Bern», also der Bund.

Vier Männer, die in der Wandelhalle des Bundeshauses diskutieren
Alessandro Della Valle/Keystone

Was macht genau ein Lobbyist im Bundeshaus?

Es gebe gewissermassen ein Vorgehen nach Handbuch, sagt Martin Schläpfer. Er muss es wissen, lobbyierte er doch 15 Jahre lang für die Migros, die grosse Schweizer Supermarktkette mit der Struktur einer Genossenschaft.

«Vieles ist politische Intuition und Erfahrung«, sagt Schläpfer. Am Anfang stehe stets die Frage, ob ein Anliegen die Rückendeckung von Regierung und Verwaltung habe oder nicht.

Es gelang ihm auch, im Parlament Forderungen gegen den Willen von Regierung und Behörden durchzubringen. Bei den Parallelimporten etwa habe sich die Migros zusammen mit den Konsumentenschützer:innen gegen den damaligen Justizminister Christoph Blocher durchgesetzt.

Mit der Migros von heute ist Schläpfer etwas auf Distanz. Dem genossenschaftlichen Grundgedanken fühlt er sich aber immer noch verbunden.

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