Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Heuer ist Wahljahr. Und in diesem Jahr wird die Schweiz voraussichtlich die 9-Millionen-Grenze überschreiten. Wie zu erwarten wird deshalb das Thema Migration eine gewichtige Rolle spielen.
Freundliche Grüsse aus Bern
Soll die Zuwanderung beschränkt werden? Was eine Umfrage dazu sagt.
Einer Tamedia-Umfrage zufolge sprechen sich 62% der Befragten für eine Begrenzung der Zuwanderung in die Schweiz aus. Insbesondere bei den Anhänger:innen der bürgerlichen Parteien ist demzufolge die Idee einer Kontingentierung beliebt.
Wenig erstaunlich: Personen mit einem tieferen Bildungsniveau stehen der Zuwanderung am skeptischsten gegenüber, Uniabgänger:innen und Städter:innen am positivsten. Interessant: Eingebürgerte sprechen sich zu zwei Drittel für eine Begrenzung aus.
Wohnungsmangel, steigende Kosten, Stau: Insbesondere für die Rechten ist die Migration das grösste Problem. Je näher wir den eidgenössischen Wahlen im Herbst kommen, desto mehr wird das Thema wohl beackert werden. Die SVP arbeitet bereits an einer Initiative, die automatische Begrenzungen vorsehen soll, wenn die Wohnbevölkerung die 9-Millionen-Schwelle überschreitet.
- Hier geht esExterner Link zum Bericht des Tages-Anzeigers. (Paywall)
- Die Bevölkerung der Schweiz wächst – aber wie lange noch?
Der Bund kürzt Finanzhilfen für behinderte Kinder.
Der Bundesrat habe gegen den Willen des Parlaments eine jahrelange Praxis geändert, ohne die Konsequenzen für die Betroffenen vor Augen zu haben, schrieb die NZZ am Sonntag gestern. Konkret geht es um Familien mit chronisch kranken Kindern, die auf medizinische Geräte angewiesen sind. Sie müssen nun quasi über Nacht selber Dienstleistungen berappen, die sich auf mehrere Tausend Franken jährlich belaufen können.
Bei den Diskussionen zur IV-Revision 2019 wurde jedoch vom Parlament genau die Stelle, die eine Praxisänderung vorsah, gestrichen. Denn es wurde befürchtet, dass die angedachte neue Lösung zu komplex würde. Ein Vertreter der Selbsthilfeorganisation Procao spricht von einem «Chaos mit scheibchenweise neuen Problemen», das der Bund verursacht habe.
Das zuständige Bundesamt für Sozialversicherungen weist die Schuld von sich. Es sei eine Praxisänderung, die nicht zu Leistungseinschränkungen führe – vielmehr hätten manche Firmen bisher beliebige Preise in Rechnung gestellt, die kritiklos bezahlt wurden (auch wenn sie überteuert waren). Dies könne zur Folge haben, dass manche Eltern zu einem anderen, günstigeren Anbieter wechseln müssten. Offenbar wurden diese jedoch von der plötzlichen Praxisänderung ohne Vorwarnung getroffen.
- Hier geht esExterner Link zur Recherche der NZZ am Sonntag. (Paywall)
- Auch Watson hat über das Thema geschriebenExterner Link.
Bankenrettungen in der Schweiz: Ein Blick zurück.
Bereits während der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahren musste die Schweiz eine Grossbank retten: Die beinahe-Kollaps der Schweizerischen Volksbank konnte 1933 mit einem Viertel der jährlichen Bundesausgaben abgewendet werden.
Die Geschichte hat Ähnlichkeiten zum diesjährigen CS-Debakel. Eines ist jedoch anders: Das Parlament stand einstimmig hinter dem Beschluss. Zu gross war die Bedeutung der Bank, die später bezeichnenderweise von der CS übernommen wurde.
Interessantes Detail: Im Nachgang der ganzen Geschichte wurde das erste Bankengesetz der Schweiz erlassen, in dem unter anderem erstmals das Bankgeheimnis vorgeschrieben wurde.
- Hier geht es zum Bericht.
- Unser Quartals-Check: So steht es um die Schweizer Wirtschaft.
Corona war 2021 die dritthäufigste Todesursache in der Schweiz.
Knapp 6000 Menschen starben 2021 in der Schweiz an Covid-19, wie die Behörden heute informierten. Damit war Corona nach Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs die dritthäufigste Todesursache in diesem Jahr.
Im Jahr davor waren es knapp 9300 Personen gewesen. Männer waren leicht stärker betroffen als Frauen, das Durchschnittsalter war 80 Jahren (Männer) und 84,7 Jahren (Frauen). Der Altersdurchschnitt der Verstorbenen war damit leicht niedriger als ein Jahr zuvor.
- Hier geht esExterner Link zum Bericht von Watson.
- Die Meldung des Bundesamts für Statistik finden Sie hierExterner Link.
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