Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Über das Alter soll man bekanntlich nicht reden, doch die Zahlen sprechen für sich. Über die Welt verteilt ist der Altersdurchschnitt der Auslandschweizer:innen etwa gleich. Ausser in zwei Ländern. In Israel wohnen auffallend viele Kinder und in Thailand besonders viele Rentner:innen. Deutlich älter als diese ist das Dinosaurierskelett, das in Zürich erfolgreich versteigert wurde.
Beste Grüsse aus Bern
Alter von Auslandschweizer:innen: Zwei Länder zeigen auffällige Zahlen.
Noch nie gab es so viele Auslandschweizer:innen: Über 800’000 sind bei einer Schweizer Vertretung im Ausland registriert. Die grösste Gruppe von ihnen, 56%, ist zwischen 18 und 65 Jahre alt, 23% sind älter und 21% minderjährig. Diese Verteilung trifft auf die meisten Länder zu, doch zwei scheren aus.
Thailand ist ein beliebtes Land für Rentner:innen. Überdurchschnittlich viele von ihnen geniessen den Lebensabend bei warmem Wetter und günstigen Lebenskosten.
In Israel ist genau das Gegenteil der Fall. Dort wohnen besonders viele Kinder mit Schweizer Staatsbürgerschaft. Der Grund dafür ist, dass besonders junge Familien nach Israel auswandern. Zur hohen Schweizerpassdichte bei den Jüngsten dürfte die Auswanderung von Jüd:innen beitragen, sowie Kinder eines Schweizer Elternteils, die in Israel automatisch die Schweizer Staatsbürgerschaft erhalten.
- Der Bericht dazuExterner Link vom Blick.
- Noch mehr Daten zum Alter von Auslandschweizer:innen finden Sie hierExterner Link.
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Als ein Schweizer LSD erfand und ausprobierte.
Heute ist es genau 80 Jahre her, seit der Schweizer Chemiker Albert Hofmann auf dem Heimweg mit dem Velo einen Horrortrip erlebte. In seinem Tagebuch schrieb er von einem Dämon, der die Kontrolle über seine Sinne ergriffen hatte.
Erfunden und hergestellt hatte er die Substanz, die zu diesem wilden Ritt führte, selber: 250 Mikrogramm LSD waren genug für einen denkwürdigen Heimweg.
Dass LSD ausgerechnet in der Schweiz erfunden wurde, erscheint auf den ersten Blick als Widerspruch. Wie passen nüchterne Korrektheit und ausschweifende Sinnesverdrehungen zusammen? Der Tages-Anzeiger erklärt, warum es kein Zufall war, sondern nur ein Schweizer die Droge entdecken konnte.
- Hier geht es zum ArtikelExterner Link des Tages-Anzeigers (Paywall).
- Im Artikel meines Kollegen Benjamin von Wyl erklärt eine Psychotherapeutin, warum sie Ketamin bei der Behandlung von traumatisierten Patient:innen LSD vorzieht.
- Albert Hofmann soll sich gefreut haben, dass Halluzinogene noch Zeit seines Lebens weiter erforscht wurden und zur Heilung von Depressionen, schweren Süchten und Traumata wieder bewilligt wurden.
- Unser englischsprachiges Video zum Comeback der Droge in der Medizin finden Sie hier.
Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Ehemaliger gambischer Innenminister in der Schweiz angeklagt.
Seit über sechs Jahren befindet sich der von 2006 bis 2016 gambische Innenminister, Ousman Sonko, in der Schweiz in Untersuchungshaft. Nun wurde eine historische Anklage erhoben.
Die Schweiz kann seit 2011, als die universelle Gerichtsbarkeit eingeführt worden ist, gegen Menschen jeglicher Nationalität ein Verfahren aufnehmen, die unter Verdacht stehen, irgendwo auf der Welt «internationale Verbrechen» – Genozid, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit – begangen zu haben.
Ousman Sonko wird vorgeworfen, in seiner Amtsfunktion unter Diktator Yahya Jammeh systematische und ausgedehnte Angriffe unterstützt zu haben. Ebenfalls soll er an Folterungen, Vergewaltigungen und illegalen Inhaftierungen beteiligt gewesen sein. 2017 lebte Sonko einige Monate als Asylsuchender in der Schweiz. Nach einer Strafanzeige einer Nichtregierungsorganisation wurde er festgenommen.
- Lesen Sie hier unseren Artikel zu Ousman Sonkos Anklage.
- Auch BlickExterner Link und WatsonExterner Link haben darüber berichtet.
- Das Thema der universellen Gerichtsbarkeit kam auch im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine auf. Unser Artikel geht näher darauf ein und klärt Begriffe wie internationales Verbrechen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Keine zwei Minuten und der Dinosaurier war weg.
Er war ziemlich sicher der älteste Gast, der die Zürcher Tonhalle je besucht hatte. In den letzten Wochen war das Dinoskelett Trinity im Veranstaltungshaus ausgestellt. Nun wurde der Tyrannosaurus Rex versteigert.
Für 4,8 Mio. Franken hat das prähistorische Knochengestell einen neuen Besitzer gefunden. Das Auktionshaus Koller hatte den Schätzwert zwischen 6 und 8 Mio. Franken festgelegt. Der Dino war also ein Schnäppchen, er wurde in weniger als zwei Minuten verkauft. Über die Person, die sich das Skelett gekauft hat, ist offiziell nichts bekannt. Das gleiche gilt für den Verkäufer oder die Verkäuferin.
Das Auktionshaus Koller hat mittlerweile Erfahrungen mit Sauriern. Es wurde mit der Versteigerung betraut, weil es in der Vergangenheit schon einmal einen Flugsaurier versteigert hat.
- Lesen Sie hier den Bericht von SRFExterner Link zur Versteigerung des Tyrannosaurus Rex.
- Sie waren noch nie an einer Dinosaurierversteigerung dabei? Für alle mit Nachholbedarf erklärt Watson, wie ein solcher Anlass vonstatten gehtExterner Link.
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