Bilfinger sieht derzeit keine Veranlassung zur Bildung von Rückstellungen
MANNHEIM (awp international) – Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger sieht derzeit keine Veranlassung zur Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem möglichen Bau-Pfusch an der ICE-Strecke Nürnberg-Ingolstadt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehe er keine Veranlassung dazu, sagte Konzernchef Herbert Bodner am Montag bei einer Telefonkonferenz. Es sei derzeit auch nicht klar, ob und in welchem Umfang Nachbesserungsarbeiten erforderlich werden könnten. Generell bestehe der Haftpflichtversicherungsschutz auch nach Ende der Bauarbeiten fort.
Nach dem Pfusch beim Kölner U-Bahn-Bau war der Druck auf das Unternehmen zuletzt weiter gewachsen. Auch an der ICE-Strecke Nürnberg-Ingolstadt wurde der Verdacht über möglichen Bau-Pfusch laut. Laut Bodner geht es dabei um Arbeiten, die Bilfinger Berger als Sub-Unternehmer im Südlos ausgeführt hat. Die Aktien waren am Montag stark unter Druck geraten und mit einem Kursabschlag von 6,02 Prozent auf 50,75 Euro mit Abstand schwächster Wert im MDax ./jha/he