Freiburger Parlament bringt Sprachengesetz unter Dach
Das Freiburger Sprachengesetz ist unter Dach und Fach. Der Grosse Rat hat es am Donnerstag mit 79 zu 19 Stimmen bei fünf Enthaltungen verabschiedet.
(Keystone-SDA) Der Erlass soll zweisprachige Gemeinden fördern. Eine Gemeinde mit einer bedeutenden einheimischen Sprachminderheit – mindestens zehn Prozent seit mindestens 25 Jahren – kann nach einer Volksabstimmung entscheiden, sowohl Französisch als auch Deutsch als Amtssprachen zu führen.
Dem Entscheid gingen intensive Debatten an insgesamt drei Tagen voraus. Der letzte offene Knackpunkt war am Donnerstag die Frage, wie viel Prozent eine sprachliche Minderheit erreichen muss. Kritiker fanden, die Hürde sei bei zehn Prozent zu tief angesetzt.
Die Neuerung betrifft potenziell nur etwa ein Dutzend Gemeinden. Die Hälfte davon liegt im Seebezirk.