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Guinea lockert Plastikverbot wegen Trinkwasserengpässen

Keystone-SDA

Guinea lockert sein Verbot von Einwegplastik wegen Engpässen bei der Trinkwasserversorgung. Hersteller dürfen Wasser während sechs Monaten wieder in kleinen Plastikbeuteln abfüllen. Das westafrikanische Land hatte solche Verpackungen erst Ende September verboten.

(Keystone-SDA) Die Ausnahmeregelung soll den Herstellern Zeit geben, auf alternative Verpackungen umzusteigen und Systeme zur Sammlung und Wiederverwertung von Plastikabfällen aufzubauen, erklärte Regierungssprecher François Bourouno am Mittwochabend im Staatsfernsehen. Das seit dem 20. September geltende Verbot betrifft neben Plastiktüten auch Einwegprodukte wie Trinkhalme, Becher, Besteck und Teller.

Besonders einschneidend war das Verbot kleiner Wasserbeutel mit einem Inhalt von 40 Zentilitern. Diese sind in vielen afrikanischen Ländern verbreitet und waren in Guinea wegen ihres tiefen Preises für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Nach dem Verbot stieg die Nachfrage nach Wasser in Flaschen sprunghaft an. Die Vorräte gingen zur Neige und die Preise schossen in die Höhe. Die Regierung reagierte deshalb auch mit Preisobergrenzen.

Die Lockerung des Plastikverbots gilt ausschliesslich für Wasserbeutel. Alle anderen Einwegplastikprodukte bleiben verboten.

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