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Luzern plant im Stadtteil Reussbühl Quartier mit 800 Wohnungen

Keystone-SDA

Die Stadt Luzern plant in Reussbühl ein neues Quartier mit bis zu 800 neuen Wohnungen. Der Stadtrat hat den Bebauungsplan für das 5,6 Hektar grosse Gebiet an der Grenze zum Seetalplatz in Emmenbrücke beschlossen.

(Keystone-SDA) Im Norden der Stadt Luzern befindet sich ein kantonales Entwicklungsgebiet, das der Kanton, die Stadt und die Gemeinde Emmen gemeinsam planen. Auf dem Gebiet der Gemeinde Emmen am Seetalplatz wird bereits seit Jahren gebaut.

Auf dem Gebiet der Stadt Luzern sind in Reussbühl Ost erste Bauarbeiten im Gang. Nun hat der Stadtrat den Bebauungsplan für Reussbühl West vorgelegt. Es handelt sich dabei um die Fläche westlich der Hauptstrasse zwischen Frohburg und der Kleinen Emme.

Wie die Stadtregierung in ihrem am Montag publizierten Bericht und Antrag an das Parlament schreibt, ist die Hälfte der Fläche im Gebiet Reussbühl West bereits überbaut. Geplant sind bis zu 800 neue Wohnungen, ein Fünftel davon sollen günstige Genossenschaftswohnungen werden. Auch Gewerbeflächen sowie Grün- und Freiräume sind vorgesehen.

Ein markanter Bau in Reussbühl West ist die Shedhalle. Es handelt sich um ein über hundert Jahre altes Industriegebäude entlang der Hauptstrasse. Errichtet worden war sie als Spinnerei, zuletzt wurde sie von der CKW genutzt. Mindestens die Hälfte der Halle soll als identitätsstiftender Bau dem Quartier erhalten bleiben.

Kritik des Mieterverbands

Der Bebauungsplan lag Ende 2025 öffentlich auf. Insgesamt gingen 17 Einsprachen ein. Der Stadtrat beantragt dem Grossen Stadtrat, 14 Einsprachen im Sinne der Erwägungen abzuweisen, auf eine Einsprache nicht einzutreten sowie zwei Einsprachen infolge Rückzugs als erledigt zu erklären.

Eine Einsprache eingereicht hat auch der Mieterinnen- und Mieterverband. Eine Pflicht für 20 Prozent gemeinnützige Wohnungen sei zu wenig, teilte er mit. Zudem kritisierte er die vorgesehene Möglichkeit für Kurzzeitvermietungen. Wenn das Stadtparlament keine substantielle Verbesserung vornehme, werde er an seiner Einsprache festhalten und das Referendum ergreifen.

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