Rega-Einsatzleiter: Einsatz für Brandopfer läuft immer noch
Der Einsatz von Luftrettungs-Crews für die Opfer des Brandunglücks von Crans-Montana VS ist am Donnerstagmittag noch im Gang gewesen. Die Rega hat für die Versorgung und Verlegung von Brandopfern Helikopter und auch ein Ambulanzflugzeug im Einsatz.
(Keystone-SDA) Er könne Aussagen der Behörden, wonach alle Patienten versorgt seien, nicht bestätigen, sagte Philipp Simmen, Leiter des Bereiches Helikopter-Einsätze bei der Rega, am Mittag im Schweizer Radio SRF. Der Einsatz mit mehreren Helikoptern und einem Ambulanzjet laufe noch. Bis zur Versorgung aller werde es noch dauern.
Im Wallis im Einsatz seien neben Rega-Besatzungen auch die Air Glaciers und die Air Zermatt, berichtete Simmen im Radiointerview. In einer ersten Phase würden die Verletzten von Helikopter-Crews in ein Spital geflogen. Im zweiten Schritt würden Verletzte mit besonderen Bedürfnissen verlegt. Zurzeit würden per Ambulanzjet sieben Personen von Sitten in Kliniken in die Ostschweiz geflogen.
Die Rega-Einsatzleitung habe die Übersicht über die Kapazitäten der einzelnen Spitäler, schilderte Simmen seine Arbeit. Sie wisse, welche Spitäler welche Kapazitäten hätten und welche am Anschlag seien. «Wir schauen, dass wir die Patientinnen und Patienten möglichst gut verteilen.» Das gelte auch für die nächsten Tage.
In einer ersten Phase versuchten die Rega-Crews zu funktionieren, damit die Patienten gut versorgt wurden, sagte Simmen. Doch jede Meldung, die neu hereinkomme, zeige die Tragweite des Ereignisses. «Das macht betroffen.»
Unter den Opfern des Brandunglücks seien viele junge Menschen, die mit Freude hätten ins neue Jahr starten wollen, sagte Simmen. Als einzigartig stufte er das Unglück von Crans-Montana nicht ein. Ereignisse mit hohen Opferzahlen kämen immer wieder vor, etwa Lawinenniedergänge oder Flugzeugabstürze.