Stadt Biel regelt Veranstaltungen auf dem Strandboden neu
Die Stadt Biel hat ihre Regeln für Veranstaltungen auf dem Strandboden überarbeitet. Sie sollen sicherstellen, dass das bei der Bevölkerung beliebte Gebiet am See attraktiv und für alle zugänglich bleibt, gleichzeitig aber auch Raum für Veranstaltungen im öffentlichen Interesse lässt.
(Keystone-SDA) Die neue Verordnung soll Anfang 2027 in Kraft treten. Sie wird in diesen Tagen publiziert, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Mit den neuen Regeln reagiert die Stadt auf die steigende Nutzung des Areals am Seeufer sowie auf die Zunahme von Veranstaltungs-Gesuchen.
Mit der Revision wird der Geltungsbereich auf den benachbarten Joranplatz ausgeweitet und das gesamte Areal in drei Sektoren unterteilt. Anlässe sollen künftig primär auf dem Joranplatz – wo die nötige Infrastruktur vorhanden ist – sowie im hinteren Teil des Strandbodens über die Bühne gehen.
In unmittelbarer Nähe des Sees dürfen hingegen nur an einer begrenzten Anzahl von Tagen Veranstaltungen stattfinden, damit das Ufer für die Öffentlichkeit so frei zugänglich wie möglich bleibt.
Insgesamt beschränkt die Stadt die Eventtage im gesamten Perimeter auf maximal 60 Tage pro Jahr, davon höchstens 20 an Wochenenden. Im ufernahen Sektor sind lediglich 17 Veranstaltungstage erlaubt.
Die Verordnung hält am Grundsatz fest, dass Veranstaltungen von öffentlichem Interesse sein müssen und private sowie kommerzielle Anliegen zweitrangig sind. Zudem sollen Lärmbelästigungen und negative Auswirkungen auf die Tierwelt auf ein Minimum reduziert werden.
Die Stadt Biel rechnet in den kommenden Jahren mit einer noch intensiveren Nutzung des Areals, unter anderem wegen der Eröffnung des nahegelegenen Campus der Berner Fachhochschule und steigender Schülerzahlen am Gymnasium. Der Strandboden gilt als wichtigster Zugang der Stadt zum Seeufer.