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Greta Thurnberg Review 2019

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Was ist Greta Thunberg für Sie? Hoffnungsträgerin oder Hassfigur? Die Klima-Aktivistin wird auch dieses Jahr ans WEF in Davos reisen. Und in Lausanne hat ein grosser Prozess gegen einige Klima-Aktivisten begonnen.

Herzliche Grüsse aus Bern

Greta Thurnberg Review 2019
Die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg bei ihrer Ankunft am Bahnhof in Davos, wo sie anlässlich des 49. World Economic Forum (WEF) versucht, dem Thema Klimaerwärmung mehr Aufmerksamkeit zu geben. 23. Januar 2019. Valentin Flauraud/Keystone Valentin Flauraud/Keystone

Sie war 2019 die grosse Überraschung in Davos. Nun kommt Greta Thunberg auch dieses Jahr ans Weltwirtschafts-Forum. Zudem werden hochrangige Vertreter der USA und Irans erwartet.

Person des Jahres 2019 des «Time Magazine». Hoffnungsträgerin für die einen, Hassfigur für die anderen. Letztes Jahr wurde die schwedische Schülerin Greta Thunberg zum globalen Gesicht des Kampfs gegen den Klimawandel.

Gemäss Recherchen von Watson.ch hat WEF-Gründer Klaus Schwab die junge Klima-Aktivistin auch dieses Jahr nach Davos eingeladen. Die soeben 17-jährig gewordene Thunberg werde diesmal sogar drei Auftritte haben.

Auf politischer Ebene wurden in Davos schon verschiedene internationale Durchbrüche erzielt. Deshalb sind die Hoffnungen dieses Jahr gross, dass es möglicherweise zu einer Entspannung zwischen den USA und dem Iran kommen könnte. Denn laut Tages-Anzeiger sollen Spitzenvertreter der beiden Länder ins Landwassertal reisen. Das WEF beginnt heute in zwei Wochen.

sda-ats

Bleiben wir gleich noch beim Klima. In Lausanne beginnt heute ein Prozess gegen Klima-Aktivisten. Ihnen wird wegen Aktionen in einer Grossbank Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Sie verkleideten sich als Tennisspieler. Am 22. November 2018 drangen zwölf Aktivistinnen und Aktivisten in eine Lausanner Filiale der Credit Suisse ein, um gegen Umweltzerstörung zu protestieren. Mit den Tennis-Outfits spielten sie auf den CS-Werbeträger Roger Federer an.

Auch in anderen Kantonen fanden ähnliche Aktionen statt. Die Grossbank reagierte überall gleich und erhob Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs. Weil die Aktivisten die Strafbefehle der Justiz anfochten, kommen sie nun vor ein Polizeigericht. Diese sind im Kanton Waadt in solchen Fällen als erste Instanz zuständig.

Die Verteidiger wollten einige prominente Persönlichkeiten im Kampf gegen die Klimaerwärmung als Zeugen auftreten lassen. Das Gericht gab aber bekannt, nur einen Zeugen zu akzeptieren: den Schweizer Chemie-Nobelpreisträger Jacques Dubochet. Ein Urteil wird am kommenden Montag erwartet.

Coco / Vigousse

Fünf Jahre ist es schon her. Seither war für Cartoonisten nichts mehr so, wie es einmal war. Der Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo und die darauf folgende Terrorserie traumatisieren Frankreich bis heute.

Es ist der 7. Januar 2015. Zwei schwer bewaffnete Brüder stürmen die Redaktion des Pariser Satireblatts Charlie Hebdo und richten ein Massaker an. Sie töten elf Menschen und erschiessen auf der Strasse noch einen Polizisten.

Fünf Jahre danach sagt Thierry Barrigue:«Die Angst hat gesiegt.» Meine Kollegin Katy Romy hat mit dem Herausgeber des Westschweizer Satiremagazins ein Interview zum Jahrestag des Anschlags geführt.

Der Beruf des Cartoonisten habe sich seither enorm verändert, sagt Barrigue. Die Pressekarikatur habe einen schweren Schlag erlitten. Die Selbstzensur und Zurückhaltung, die sich viele Cartoonisten seither auferlegten, seien schädlich. Sie führten dazu, dass viele Zeichner gar nicht mehr von ihrem Beruf leben könnten.

Computer und Abstimmungsbüechli.
sda-ats

«Es ist wissenschaftlich belegt: Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer wählen linker», hat mein Kollege Renat Künzi letzte Woche geschrieben. 


Er berichtete über eine umfassende Studie über die Fünfte Schweiz. Die Politikwissenschaftler Andreas Goldberger und Simon Lanz haben für die Studie «Living abroad, voting as if at home? Electoral motivations of expatriatesExterner Link» 7000 von den 130’000 registrierten und wahlberechtigten Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern kontaktiert. 1629 Personen aus 120 verschiedenen Ländern haben an der Umfrage teilgenommen.

Der Artikel über die Ergebnisse dieser Studie hat die Community auf den Sozialen MedienExterner Link von SWI swissinfo.ch bewegt.

So ist es etwa für Hans-Jörg Kalt «kein repräsentatives Ergebnis, da viele Auslandschweizer keine Stimme abgeben können.»

Alfred Steiner ist überzeugt, dass die Stimmbeteiligung der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer schlagartig ansteigen würde, wenn E-Voting kommen würde. «Mir scheint es, dass man da einfach technische Lösungen unterschlägt, denn von E-Voting wird gesprochen, seit ich ausgewandert bin, und das sind nun 16 Jahre.» Steiner glaubt, dass nicht alle wollen, dass Schweizerinnen und Schweizer im Ausland abstimmen können.

Einige Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer widersprechen der Studie. So schreibt etwa Wolfgang Ruetz: «Keine Ahnung, wie die das erhoben haben, aber ich wähle definitiv nicht links! Keiner der Auslandschweizer, die ich kenne, wählt links!» Und auch Toni Buergisser schreibt: «Ich auf jeden Fall würde rechts wählen.»

Ruth Kaufmann hingegen glaubt, dass Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer linker wählen, «weil sie mehr von der Welt gesehen (und verstanden) haben, als ihre Landsleute in der Schweiz».

  • Unseren Artikel über die Ergebnisse der Studie finden Sie hier
  • Die ganze Studie finden Sie hierExterner Link
  • Dazu erschien eine gekürzte Fassung auf «DeFactoExterner Link«, der mehrsprachige Schweizer Plattform für Politikwissenschaft.

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