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Treichel schwingende Auslandschweizer in Appenzeller Tracht

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Sie schreiben heute Schlagzeilen: Noch nie lebten so viele Schweizerinnen und Schweizer im Ausland wie jetzt.

Ganz herzliche Grüsse aus Bern, bleiben Sie gesund!

Suisses de l étranger
swissinfo.ch

Beginnen wir unser Briefing heute für einmal mit einer positiven Meldung: Noch nie lebten so viele Schweizerinnen und Schweizer im Ausland wie jetzt.

Der Trend zur Auswanderung aus der Schweiz hält an. Sie, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, werden immer zahlreicher. Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) lebten 2019 fast 771’000 Menschen mit Schweizer Pass im Ausland. Das sind 1,4% mehr als im Vorjahr.

Auffallend dabei ist, dass mehr Frauen (54,3%) als Männer die Schweiz verlassen – sei es für einen kürzeren Auslandaufenthalt oder für immer. Viele wandern aus der Schweiz in ein europäisches Land aus. Die Ausnahme ist Osteuropa, wo der Männeranteil an Schweizer Auswanderern höher ist.

Der Grossteil der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ist im arbeitsfähigen Alter. Laut BFS ist ein zunehmender Anteil der Seniorinnen und Senioren deutlich feststellbar. Dies sei aber nicht nur auf die Migration, sondern auch auf die Alterung der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zurückzuführen.

swissinfo.ch

Den März 2020 werden wohl wir nie mehr vergessen. Es war der Monat, in dem in der Schweiz und höchstwahrscheinlich auch in ihrem Wohnland wegen Covid-19 das öffentliche Leben praktisch eingefroren wurde.

Auch wenn sie ihre Gesichter hinter Hygienemasken verstecken müssen, sind sie das menschliche Antlitz der Corona-Krise. Die Tausenden, die dieser Tage unter anderem in Spitälern, Heimen, als Reinigungskräfte oder im sozialen Dienst tätig sind.

So auch im besonders von der Krise betroffenen Kanton Tessin. Dort hat meine Kollegin Sonia Fenazzi den Hauspflege- und Betreuungsdienst im Bellinzonese besucht. Natürlich mit dem erfolrderlichen Abstand.

Der Dienst ruft von sich aus alle Nutzerinnen und Nutzer an und erkundigt sich nach deren Befinden. Für einige der Pensionierten ist es in dieser schweren Zeit der einzige Kontakt mit anderen Menschen. Alle Angerufenen antworteten auf die Frage, ob sie in etwa zehn Tagen wieder angerufen werden möchten, mit einem klaren Ja.

CH Media

Auslandkorrespondent ist ein einsamer Job. Durch die Corona-Krise ist dieser nun noch einsamer geworden, wie die Korrespondenten von CH-Media berichten.

Sie berichten täglich aktuell aus ihren Wohnländern. Die Auslandkorrespondenten der Schweizer Zeitungen. Doch nun hat die Corona-Krise ihren Alltag auf den Kopf gestellt. Gegenwärtig könne nur einer (wieder) zum Coiffeur, schreibt die Aargauer Zeitung: Ihr Mann in China.

Von Skurrilem berichtet etwa die Korrespondentin aus Mexiko. «Liebe Europäer, manchmal beneide ich euch um eure Quarantäne. Ihr wisst wenigstens, was Sache ist. Bei uns in Mexiko ist das ganz anders», schreibt Sandra Weiss aus Mexiko-Stadt. Der Beitrag des Präsidenten im Kampf gegen das Virus sei, «Amulette in die Kameras zu halten und Kinder zu herzen».

Dominik Straub in Rom hingegen fühlt sich wie ein Versuchskaninchen. «In Italien wurden alle Massnahmen getestet, die später auch im übrigen Europa angewendet werden sollten», schreibt er. Die Einsamkeit sei noch grösser geworden, denn er dürfte als Journalist zwar noch raus, finde aber keine Gesprächspartner mehr.

  • Was die Auslandkorrespondenten sonst noch erleben in diesen schwierigen Zeiten, lesen Sie in der Aargauer ZeitungExterner Link (Paywall).
  • Nicht mehr ganz neu, aber auch SRF NewsExterner Link liess seine Korrespondentinnen und Korrespondenten vor einigen Tagen zu Wort kommen.
  • Zwar auch schon etwas älter, aber interessant: Die Deutsche Presseagentur DPA befragte ihre Auslandkorrespondenten, was Hamsterkäufer in ihren Wohnländern so alles horten, wie 20 MinutenExterner Link berichtete.
Keystone / Gaetan Bally

Diese Meldung würde es in normalen Zeiten vermutlich nicht einmal in die Rubrik «Vermischtes» schaffen. Weil ebenfalls positiv, machen wir heute eine Ausnahme. Es geht um Eier.

Kurz vor Ostern erreicht uns folgende Meldung: «Schweizer Hennen legen erstmals über eine Milliarde Eier.» Das ist kein Aprilscherz. «Das Eierjahr 2019 war in mehrerlei Hinsicht ein Rekordjahr», schreibt heute das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW).

Wenn die Hühner das wüssten: An der gesamten Eierproduktion der Schweiz erreichte der Bio-Anteil mit 17,7 % einen neuen Rekord. Und die Schweizerinnen und Schweizer assen 2019 pro Kopf im Durchschnitt 184,4 Eier, also rund ein halbes Ein pro Tag und Person. Das ist aber weniger als in Deutschland (235) und Österreich (240).

Und Hamsterkäufer, aufgepasst! Hier noch eine wichtige statistische Schlussbemerkung: «Grössere Eierschachteln lohnten sich», schreibt das BLW. Ein Schweizer Freilandei in einer 10er-Packung sei mit 56,6 Rappen rund 17% billiger als ein Ei in einer 4er-Schachtel mit 68,5 Rappen pro Ei.

Und zum Schluss noch eine Frage aus unserer Community:

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