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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Das Pflegepersonal wird gleichzeitig gefeiert und gedrückt. Letzteres seit Jahren. Corona und wir zerren diese Ungerechtigkeit ans Licht.

Beste Grüsse aus Bern, und passen Sie auf sich auf!

infermiera con mascherina
Keystone / Jean-christophe Bott

In der Coronakrise gibt es niemand systemrelevanteres als das Pflegepersonal. Punkt.

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Aber wieso werden ausgerechnet die Heldinnen und Helden des Corona-Alltags eher bestraft als belohnt, was die Arbeitsbelastung und den Lohn betrifft.

Vielleicht haben die Arbeitgebenden, meist die Spitäler, nach der Lektüre unseres Beitrags ein schlechtes Gewissen.

Denn Spitzenleistungen vollbringen Jennifer S., Sylvie F. oder Melanie T. & Co. immer, nicht nur jetzt in der Coronakrise. Sie tun dies bis zum physischen und mentalen Zusammenbruch.

Und wer gestresst ist, macht Fehler. Die gehen dann auf Kosten der Patientinnen und Patienten. Und des Personals natürlich. Das teure Schweizer Gesundheitssystem ist krank. Auch, weil es das Personal zu Verlierern macht.

sda-ats

Die Pensionskassen, diese heimlichen Könige der Wirtschaft, zählen zu den grossen Verlierern der Coronakrise. Oder vielmehr die heutigen und künftigen Beitragszahlenden.

Die Unterdeckung der über 1500 Pensionskassen der Schweiz ist auf über 25% hochgeschnellt. Anfang Jahr betrug sie noch gut ein Prozent .

Die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) hat gar keine Freude an dieser Entwicklung.

«Die Notwendigkeit, die gesetzlich festgelegten technischen Parameter den ökonomisch und demographisch veränderten Realitäten anzupassen, ist durch die Coronakrise somit noch dringlicher geworden.»

Das ist Technokraten-Deutsch und besagt nichts anders, als dass die Menschen in der Schweiz einen tieferen Mindestumwandlungssatz schlucken müssten. Zu gut Deutsch: Runter mit den Renten!

sda-ats

Unser sauberes Wasser von den Gletschern! Fake-News-Alarm, bin ich geneigt auszurufen.

Kristallklar und erfrischend: so wollen wir in der Schweiz unser Wasser. Wir sind stolz, dass Tests regelmässig ergeben, dass der Kauf von Mineralwasser sinnlos ist – das Wasser ab Hahn ist genauso gut, wenn nicht besser.

Doch die Pflanzenschutzmittel, welche die Schweizer Bauern auf den Feldern versprühen, sind nicht so harmlos und verdunsten nicht einfach so. Sie verdrecken unser Trinkwasser.

Ein Problemfall ist Chlorothalonil. Weil möglicherweise krebserregend. Im Grundwasser des Mittellandes übersteigt die Konzentration von dessen Abbauprodukten den Grenzwert grossflächig. Das ergab der erste landesweite Check der Schweizer Umweltbehörde. Vier von fünf Litern des Trinkwassers stamme aus dem Grundwasser, so die Behörde. 

Eventuell noch in diesem Jahr stimmt das Schweizer Volk über die Initiative für sauberes Trinkwasser ab.

sda-ats

Wen erstaunts: Ein paar Schlaumeier füllen sich den Geldbeutel – dank Covid-19.


Ihnen soll es jetzt im Kanton Zürich an den Kragen gehen: Dort ermittelt die Polizei in rund 30 Fällen gegen Personen, die Bürgschaftskredite des Bundes betrügerisch erschlichen haben.

Die Gesamtsumme ist noch nicht klar. Die Masche: falsche Angaben über den Umsatz ihrer Firma. Noch dreister: einen Kredit beantragen für eine Firma, die aus dem letzten Loch pfeift.

Ähnliche Fälle dürften sich auch in anderen Kantonen ereignen. Die Covid-19-Kredite des Bundes sind als Soforthilfe für Betriebe gedacht, die wegen der Corona-Massnahmen in einen Liquiditätsengpass kamen. Bis am 11. Mai wurden knapp 15 Milliarden Franken aus der Bundeskasse vergeben.

sda-ats

Die Welt nach Corona wird nicht mehr dieselbe sein. Zum Glück! Das sollten Sie unbedingt ändern!

Ich weiss, Sie nerven sich, wenn wir hier im Briefing auf Artikel anderer Medien verlinken, für die Sie sich einloggen und/oder bezahlen müssen.

Doch der hier lohnt sich, bestimmt! Der Bund, die Zeitung aus der Hauptstadt, listet nämlich nicht weniger als 27 Gewohnheiten aus dem neuen Leben unter Corona auf, die wir unbedingt beibehalten sollten.

Ein paar seien Ihnen hier verraten. «Länger schlafen. Auch unter der Woche: Vom Bett direkt an die Videokonferenz. Doch, doch, das geht. Einfach die Kamera ausschalten.» So trocken kann unser Humor sein.

Keine Küsschen mehr oder «Das Rudelküssen hat per sofort ein Ende», so Regel 3.

Es geht auch subversiv: «Parallelkommunikation zur Videokonferenz», so Nr. 5. Mit kreativen Kommentaren und Hinweisen «unter der Hand» wird jede noch so langweilige Besprechung lustig. Zum Schluss noch den hier: «Das gute Leben beibehalten». Es ist Nr. 26.

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