Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Hätte ein Mann in der Situation von Elisabeth Kopp zurücktreten müssen? Diese Frage stellte die "Schweizer Familie" im Gespräch mit der Alt-Bundesrätin sowie der Alt-Nationalrätin Judith Stamm.
Herzliche Grüsse
Die Schweizer Familie hat mit Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp und Alt-Nationalrätin Judith Stamm über Frauen in der Politik und Kopps erzwungenen Rücktritt gesprochen.
Elisabeth Kopp wurde 1984 als erste Frau in der Schweiz in den Bundesrat gewählt. Fünf Jahre später trat sie wegen einer angeblichen Amtsgeheimnisverletzung zurück.
Kopp hatte ihren Ehemann telefonisch gebeten, aus dem Verwaltungsrat einer Firma auszutreten, weil diese der Geldwäscherei verdächtigt wurde. «Das Telefonat wurde mir zum Verhängnis. Auch wenn sich herausstellte, dass an den Vorwürfen nichts dran war», sagte Kopp im Interview.
Die Partei habe 1988 keinen Finger für sie gerührt, so Kopp. «Wer zu mir geschaut hat, warst du, Judith», so Kopp zu Judith Stamm. Hätte ein Mann in der Situation von Elisabeth Kopp zurücktreten müssen? «Selbstverständlich nicht», sagte Stamm.
- Das Interview der Schweizer Familie finden Sie heute im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Das bewegte Schicksal der Elisabeth Kopp.
Und täglich grüsst das Murmeltier, oder in unserem Fall der Rahmenvertrag mit der EU. Auch heute kann ich Ihnen Neues dazu berichten.
Heute gab der Bundesrat bekannt, dass er Livia Leu, die bisherige Botschafterin in Paris, zur neuen Chefunterhändlerin für das EU-Dossier ernennt.
Roberto Balzaretti übernimmt Leus bisherigen Posten und wird neuer Botschafter in Paris. Damit haben sich die Gerüchte, von denen ich Ihnen gestern erzählte, also bestätigt.
In einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung sagte Fraktionschef Thomas Aeschi, die Schweizerische Volkspartei (SVP) werde in nächster Zeit keine neue Zuwanderungsinitiative lancieren. «Oberste Priorität hat jetzt der Kampf gegen den Rahmenvertrag, den wir um jeden Preis verhindern müssen», so Aeschi.
- Der Live-Ticker von SRFExterner Link zur heutigen Bundesratskonferenz sowie ein Artikel.
- Das Interview in der NZZExterner Link (Paywall).
- Der Artikel des Tages-AnzeigersExterner Link (Paywall). Auch der BlickExterner Link und Nau.chExterner Link berichteten.
- Aus unserem Archiv: Die Einschätzung eines Experten direkt nach der Abstimmung über die Personenfreizügigkeit.
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Am 14. Oktober 2000 riss in Gondo (Kanton Wallis) eine Schlammlawine das halbe Dorf mit. 13 Menschen verloren ihr Leben. 20 Jahre nach dem Unglück werfen Schweizer Medien einen Blick zurück.
«Das vergisst man nie mehr im Leben», sagte Roland Squaratti gegenüber SRF. Er war damals wie heute Gemeindepräsident von Gondo und verlor bei dem Unglück zwei Brüder.
Die Anteilnahme aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland war gross. 74 Millionen Franken sammelte die Glückskette für die Unwetter im Wallis und im Tessin.
Gondo wurde nach dem Unglück zwar wiederaufgebaut. Doch viele Bewohner und Bewohnerinnen kehrten nicht zurück. Die Einwohnerzahl hat sich halbiert, von 161 auf heute 75.
- Der Rückblick von SRFExterner Link.
- Ein Artikel von Nau.chExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Naturgefahren fordern in der Schweiz immer weniger Opfer.
Paris lässt Annemarie von Matts Schätze auferstehen: Das Pariser Centre Culturel Suisse widmet der Schweizer Künstlerin und Feministin eine Ausstellung.
Von Matts erste Werke – vor allem Wandteppiche und in Holz geschnitzte Madonnen – waren ein grosser Erfolg. So kauften die Schweizerische Eidgenossenschaft und die Stadt Luzern einige ihrer Werke. Später betrieb sie Recycling als Kunstform.
1905 in bescheidenen Verhältnissen im Kanton Luzern geboren, heiratete sie 1935 den Nidwaldner Maler und Bildhauer Hans von Matt. Dieser stammte aus einer grossen Stanser Dynastie, zu der Dichter, Richter, Abgeordnete und Ständeräte gehörten.
Die Familie ihres Mannes empfand die schöne, wilde Einsiedlerin als halb verrückt. Und zu allem Überfluss war sie auch noch Feministin. Ihr Liebesleben inspirierte später einen Romanautor.
- Den ganzen Artikel finden Sie auf swissinfo.ch.
- Ein Beitrag von SRFExterner Link.
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