Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Viele von Ihnen können wohl auch diesmal nicht mitmachen – aus den altbekannten Gründen. Aber trotzdem stimmt die Schweiz am 7. März über die elektronische Identität eID ab. Dabei schwingt auch ein heisses Eisen mit – das E-Voting.
Mit besten Grüssen aus Bern
Die Schweiz stimmt am 7. März über die eID ab. Ist die elektronische Identität eine Art «Trainingslager» für das E-Voting?
Bei beiden stehe die Vertrauensfrage im Zentrum, schreibt mein Kollege Balz Rigendinger in seiner Analyse zur Vorlage.
«Ist es vernünftig, wenn so sensible Daten wie Identität und Verhalten in die Hände von privaten Unternehmen kommen?«, fragt der Autor.
Bei der Auslandschweizer-Organisation (ASO), einer Befürworterin von E-Voting, herrscht in Sachen eID aber Zurückhaltung.
- In seiner Analyse erklärt Balz Rigendinger, weshalb das so ist.
- Das E-ID-GesetzExterner Link (Behördeninformation)
- Diese Argumente haben das E-Voting in der Schweiz gestoppt – mein Interview von 2019 mit zwei IT-Spezialisten zu den Sicherheitsmängeln der elektronischen Stimmabgabe.
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Lara Gut-Behrami, Bernhard Russi, Vreni Schneider, Erika Hess, Pirmin Zurbriggen & Co: Die Schweiz ist eine Fabrik von Skikanonen und ein Volk auf zwei Brettern. Wie kommt das?
«Alles fahrt Schi, alles fahrt Schi», sang Schlagerstar Vico Torriani 1963.
Winter 2020: Trotz schlimmer zweiter Corona-Welle bleiben die meisten Skigebiete offen. Das sagt viel über den Stellenwert des Skifahrens im Alpenland.
Zwar nicht alle, aber immerhin knapp 35% der Bevölkerung schnallen sich die Latten an die Füsse – ein Höchstwert in Sachen sportlicher Betätigung.
Obwohl es die Briten waren, die das Skivergnügen in die Schweizer Winter brachten, strickten in den Jahren rund um den Zweiten Weltkrieg Tourismuspioniere, Politiker und Armee-Funktionäre an der Erzählung von der «Skination Schweiz».
- Wie dies genau gelang, schreibt der Schweizer Sporthistoriker Simon Engel in einem Blogbeitrag für uns und das Schweizerische Nationalmuseum.
- Passend dazu: Eine Decke hält die Gletscher kühl – Beitrag unseres Klimaspezialisten Luigi Jorio.
- Ebenfalls passend: Gondeln lüften vermindert Covid-19-Ansteckungsrisiko – Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa).
Die Schweiz gibt Taiwan über 250 Millionen Dollar zurück – Schmiergelder, die auf Schweizer Banken parkiert worden waren.
Damit kommt die Schweiz einem Entscheid des obersten Gerichts der Insel nach, das 2019 die Einziehung der Schmiergelder anordnete.
Die eingefrorenen Gelder stammten aus der so genannten Fregattenaffäre, die als einer der grössten Korruptionsskandale der Geschichte Frankreichs gilt.
Dabei lieferte Frankreich sechs Kriegsschiffe an Taiwan – und acht taiwanesische Mittelsmänner haben vom französischen Hersteller Millionensummen garniert.
- Der BeitragExterner Link des Newsportals watson.ch.
- Potentatengelder: Schweiz an vorderster Front. Unser Schwerpunkt zu einem innen- und aussenpolitischen Dauerbrenner.
- Kapitalflucht – eine helvetische DaueraffäreExterner Link – aus dem Schweizerischen Jahrbuch für Entwicklungspolitik 1990.
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In einem Jahr starten die Olympischen Winterspiele in Peking – trotz massiv verschlechterter Menschenrechtslage beim Veranstalter.
Die Video-Ausschnitte, die in den letzten Tagen auf Twitter zirkulierten, sind schwer zu ertragen: Uigurinnen aus den Konzentrationslagern in Xinjiang berichten von Massenvergewaltigungen, begangen an Mitinsassinnen.
Im Lagerkomplex werden über eine Million Menschen gefangen gehalten – neben Uiguren auch Han-Chinesen.
Doch das bewegt die Olympische Bewegung und ihre grossen Sponsoren keineswegs dazu, die Veranstalter der Winterspiele in Peking in einem Jahr damit zu konfrontieren. Zu den grossen Sponsoren zählt auch Omega. Beim traditionellen Schweizer Uhrenhersteller aus dem Hause Swatch wollte sich gegenüber SRF niemand zum Thema äussern.
Auch seitens der westlichen Regierungen geben die Menschenrechtsverletzungen keinerlei Anlass, auch nur ansatzweise über einen Boykott nachzudenken.
Trotzdem: Wohl nicht nur bei mir – ich bin ein grosser Fan des alpinen und nordischen Sports – will da keine richtige Vorfreude aufkommen.
- Wird die Menschenrechtslage «Peking 2022» überschatten?Externer Link – Bericht meiner Kollegen von SRF.
- Vergewaltigung als TerrorExterner Link – Twitter-Account von Raphael Glucksmann, Europa-Abgeordneter und Kämpfer für die Befreiung der inhaftierten Uiguren in China.
- Länderinfos zu ChinaExterner Link von humanrights.ch, einer NGO zur Stärkung der Menschenrechte in der Schweiz und international.
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