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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Wie geht es Ihnen in dieser seltsamen und hoffentlich letzten Phase der Pandemie? Die SRG hat in der Schweiz dazu eine grosse Umfrage gemacht.

Beste Grüsse aus dem Homeoffice

Massnahmen-Demo
Keystone / Marcel Bieri

Pünktlich zu den wieder steigenden Fallzahlen gibt die neue Corona-Umfrage der SRG Einblicke in die Stimmungslage der Nation.

Ich merke es bei mir selber: Ich habe keine Lust mehr auf Corona. Muss ich mich mit dem Thema befassen, bin ich schnell gereizt. Am liebsten würde ich die Pandemie einfach ignorieren, aber so funktioniert das leider nicht.

So geht es wohl nicht nur mir: Im neuen Corona-Monitor der SRG geben 41% der Befragten an, der Umgangston sei aggressiver geworden. 71% gaben an, sie haben sich über Corona-Massnahmen im privaten Umfeld gestritten, 31% haben sogar Kontakte abgebrochen. So schlimm ist es bei mir zum Glück nicht.

Doch so sehr ich mir das Leben vor Corona zurückwünsche, in einem Punkt bin ich mit der Mehrheit der Umfrageteilnehmenden nicht einig: Sie wünschen sich die Küsschen (zwei, drei? Ich bin da immer verwirrt) zur Begrüssung zurück.

  • Mein Chef Marc Leutenegger hat die wichtigsten Punkt der Umfrage hier zusammengefasst.
  • Hier geht es zu unserer Übersicht zur aktuellen Situation in der Schweiz.
Unbewilligte Demo in Bern
Keystone / Peter Schneider

Die Stadt Bern hat keine Lust mehr auf unbewilligte, gewaltsame Demonstrationen: In Zukunft sollen gewalttätige Teilnehmende zur Kasse gebeten werden.

Seit ich in der Bundeshauptstadt Bern arbeite, bin ich schon an einigen Demos vorbeispaziert. Die waren nicht immer bewilligt, aber meist friedlich. Doch das ist nicht immer so.

Das Stadtparlament hat nun genug von Ausschreitungen. Kommt es bei einer unbewilligten Demo zukünftig zu Gewalt, sollen die ausfälligen Teilnehmenden die Kosten, die durch die Sicherheitsbemühungen der Stadt entstehen, übernehmen müssen.

Die Diskussion fand vor dem Hintergrund der vielen unbewilligten Kundgebungen von Massnahmengegner in Bern statt, die jeweils Polizeikosten von 100’000 bis 200’000 Franken verursacht hatten.

Frauensession im Nationalratssaal
Keystone / Peter Klaunzer

50 Jahre, nachdem die ersten Frauen ins nationale Parlament gewählt wurden, ist das Bundeshaus für zwei Tage komplett in Frauenhand.

Am 30. Oktober 1971 fanden in der Schweiz die ersten Wahlen statt, bei denen Frauen mitmachen und sich zur Wahl stellen durften. Heute, ziemlich exakt 50 Jahre später, sind Frauen in der Bundespolitik zwar so gut vertreten wie nie zuvor, doch punkto Gleichstellung gibt es trotzdem noch einiges zu tun.

Genau darum geht es in der Frauensession, die heute und morgen in Bern stattfindet, 30 Jahre nach der ersten und bisher einzigen Ausgabe. 200 Frauen aus der ganzen Schweiz wurden in einer Online-Wahl gekürt und wollen im Bundeshaus zu verschiedenen Gleichstellungsfragen diskutieren.

Die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge sollen dem Parlament in der Form einer Petition überreicht werden. Damit soll politisch Druck gemacht werden. Gleichzeitig soll die Frauensession die Vernetzung unter Frauen fördern und neue thematische Impulse geben.

Zum goldenen Schmied
Tim Bruening

Genug Politik, genug Corona. Zum Abschluss geht es um Kultur: Das Duo «Zum goldenen Schmied» gewinnt den Salzburger Stier.

Seit 2015 sind Fatima Moumouni und Laurin Buser als Duo «Zum goldenen Schmied» unterwegs. Poetry Slam, Rap, Comedy: Überall, wo witzige, kritische Texte gefragt sind, fühlt sich das Duo zuhause.

Obwohl die beiden in der Slam-Poetry-Szene gross geworden sind, liegt ihr gemeinsamer Ursprung im Rap, sagt Laurin Buser: «Das merkt man unseren Texten bis heute an, dass wir sie stark über Reime, Rhythmen und den Flow angehen.»

Nun haben sie gemeinsam den Salzburger Stier gewonnen, den renommiertesten Kleinkunstpreis im deutschen Sprachraum. «Weil Fatima Moumouni und Laurin Buser mutmachende Vertreter:innen einer engagierten neuen Bühnen-Generation sind», lautet die Begründung. Gratuliere!

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