Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Der Bundesrat verlängert die geltenden Corona-Massnahmen, doch die Einreise in die Schweiz wird für Geimpfte und Genesene einfacher.
Beste Grüsse aus dem Homeoffice
Der Bundesrat verlängert die Corona-Massnahmen und verkürzt gleichzeitig die Gültigkeitsdauer der Covid-Zertifikate. Die Einreise in die Schweiz wird ab dem 22. Januar erleichtert.
«Wir sind der Meinung, dass die ergriffenen Massnahmen effizient sind. Daher verlängern wir sie vorübergehend», sagte Bundesrat Alain Berset an der heutigen Medienkonferenz. Massgebend sei für den Bundesrat weiterhin die Lage in den Intensivstationen, die trotz den hohen Fallzahlen stabil ist.
Die Quarantäneregelung und die Homeoffice-Pflicht gelten neu bis Ende Februar, die weiteren Regeln bis Ende März.
Daneben gibt es einige Feinjustierungen: Die Gültigkeit der Impf- und Genesenenzertifikate wird per Ende Januar von 365 auf 270 Tage verkürzt. Geimpfte und Genesene benötigen ab dem Wochenende keinen negativen Testnachweis mehr, um in die Schweiz einzureisen.
- Eine Zusammenfassung der Anpassungen der Massnahmen gibt es bei SRF NewsExterner Link.
- Unsere Übersicht zur Situation in der Schweiz gibt es hier.
- Im Interview mit dem Tages-AnzeigerExterner Link fordern die zwei Epidemiologien einen Krisenstab. (Paywall)
Kasachstan erlebt die schwersten Ausschreitungen seit Jahren – derweil lebt die Tochter von Ex-Diktator Nasarbajew in der Schweiz wie im Märchen.
22 Zimmer, 1600 Quadratmeter Wohnfläche und Blick auf den Genfersee: Hier wohnt Dinara Kulibajewa, Tochter von Kasachstans Langzeitherrscher Nursultan Nasarbajew und Ehefrau des Oligarchen Timur Kulibajew.
Wie Recherchen des Tages-Anzeigers enthüllen, will sie demnächst in ein noch exklusiveres Domizil am Genfersee umziehen: Ein Schloss im Wert von 106 Millionen Franken.
«Ihre Geschichte zeigt exemplarisch, wie Angehörige ausländischer Diktatorenclans in der Schweiz mit offenen Armen empfangen werden und hier ein komfortables Asyl finden», bilanziert der Tages-Anzeiger. Denn: Eigentlich gelten für aussereuropäische Zuwanderer:innen in der Schweiz hohe Hürden. Doch mit dem richtigen Kontostand verschwinden diese Hürden rasch.
- HierExterner Link lesen sie die ganze Recherche des Tages-Anzeigers. (Paywall)
- Der Blick berichtete vergangen Woche von den Schweiz-Connections des Kasachstan-RegimesExterner Link.
- Schweizer Unternehmen verdienen im Kasachstan gutes Geld – und die Politik hilft mit, liest man in der WochenzeitungExterner Link.
Die humanitäre Hilfe und die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz werden zusammengeführt. Das birgt Risiken.
Können Sie sagen, inwiefern sich Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit (EZA) unterscheiden? Falls nicht, sind Sie damit in guter Gesellschaft: Laut einer Studie fällt die Differenzierung dieser zwei Bereiche den meisten Menschen schwer.
Ganz kurz zusammengefasst: Die humanitäre Hilfe soll in Katastrophen, Kriegen oder Krisen unparteilich Leben retten und Leid lindern. Die EZA dagegen ist längerfristig ausgelegt und dient der Beseitigung von Armut sowie der Förderung von Menschenrechten und Demokratie.
Was sich so in der Theorie trennen lässt, ist in der Praxis häufig miteinander verwoben. Deshalb sollen die beiden Abteilungen beim Bund dieses Jahr zusammengefügt werden. Das Problem: In Empfängerländern wird die humanitäre Hilfe als neutraler als die EZA wahrgenommen. Wenn beides vermischt wird, besteht die Gefahr, dass Kriegsparteien der humanitären Hilfe den Zugang verwehren.
- Mehr Hintergründe erfahren Sie hier im Artikel meiner Kollegin Sibilla Bondolfi.
- Das Online-Magazin Republik vertiefte sich hierExterner Link kürzlich im Detail mit der Neuausrichtung der EZA der Schweiz.
- Die NZZ blickt in die Vergangenheit und fragt: Was haben 60 Jahre Schweizer Entwicklungshilfe gebracht?Externer Link (Paywall)
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Adolf Ogi war ein so ungewöhnlicher wie beliebter Bundesrat. In einem Interview mit der NZZ stellt er dem Verhandlungsgeschick des aktuellen Bundesrats ein durchwachsenes Zeugnis aus.
Direkt, zugänglich und immer gut gelaunt: Ogi ist heute noch populärer als während seiner Amtszeit als Bundesrat von 1988 bis 2000. Im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung erzählt er, was in so erfolgreich machte – und wie er aktuelle Probleme im Bundesrat gelöst hätte.
So sagt er etwa zum blockierten Europa-Dossier: «Wenn ich Bundespräsident Cassis wäre, hätte ich gleich Anfang Jahr eine Europa-Klausur anberaumt.» Er erklärt auch gleich, wie diese Klausur mit ihm ausgesehen hätte: Er wäre mit dem Gesamtbundesrat auf das Schilthorn gewandert, wie schon bei einer anderen Gelegenheit. «Diese Berge waren schon lange vor uns da und überdauern uns. Das machte die politischen Probleme kleiner und lösbarer.»
Im Umgang mit dem Ausland hält er den persönlichen Kontakt für essenziell. Ogi verstand sich blendend mit Staatsoberhäuptern wie Bill Clinton, Tony Blair oder François Miterrand. So lud ihn Clinton einmal zum Nachtessen ein: «In dieser Nacht habe ich mich im Interesse der Schweiz etwas betrunken. Aber von da an konnte ich mit Clinton direkt telefonieren, wenn es nötig war.»
- Das ganze Interview voller anekdotischer Highlights finden Sie hierExterner Link. (Paywall)
- «Freude herrscht!»Externer Link, eine Neujahresansprache im SchneegestöberExterner Link oder die Anleitung zum energiesparenden EierkochenExterner Link: Ogi sorgte immer wieder für unterhaltsame Momente.
Wie informieren Sie sich über das Geschehen in der Schweiz? Wir machen eine Befragung zur Mediennutzung von Auslandschweizer:innen!
Weltweit gibt es rund 776’000 Personen, die wie Sie einen Schweizer Pass besitzen, jedoch nicht in der Schweiz leben. Wir von SWI swissinfo.ch interessieren uns dafür, wie Sie sich über das Geschehen in der Schweiz und in der Welt informieren und wie Sie Kontakt zur Schweiz oder zu anderen Auslandschweizer:innen pflegen.
Um hierzu aussagekräftige Informationen zu erhalten, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Die Befragung wird vom Schweizer Forschungsinstitut intervista im Auftrag von SWI swissinfo.ch durchgeführt.
Zur Beantwortung des Fragebogens brauchen Sie circa 20 Minuten. Ihre Angaben werden streng vertraulich behandelt. Wir bedanken uns schon jetzt herzlich und wünschen viel Vergnügen beim Ausfüllen des Fragebogens!
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