Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Business unter Freunden kommt selten gut. So ging es auch dem Chef einer Schweizer Bank, der ab heute vor Gericht steht – in einem der grössten Betrugsprozesse in der Schweizer Finanzgeschichte. Bis zum Urteil gilt natürlich die Unschuldsvermutung...
Herzliche Grüsse aus Bern!
Just zum Auftakt des Prozesses gegen einen inhaftierten ehemaligen Top-Banker kommt der neuste Korruptionsindex heraus.
«Eine Hand wäscht die andere.» Was bei einem der grössten Betrugsprozesse in der Schweizer Finanzgeschichte ab heute verhandelt wird, scheint in der Schweiz immer noch gang und gäbe zu sein: Die Schweiz fällt im neusten Korruptionsindex von Transparency International vom dritten auf den siebten Rang zurück.
Zwar geht es beim Korruptionsindex nur um die «wahrgenommene Korruptionsanfälligkeit», die sich auf Berichte verschiedener Organisationen stützt. Und bewertet wird ausschliesslich die Korruption im öffentlichen Sektor, nicht jene in der Privatwirtschaft.
Trotzdem werfen Index und Prozess kein gutes Licht auf die Schweiz als saubere Demokratie und seriösen Bankenplatz. Vetternwirtschaft ist kriminell kann sich schliesslich im öffentlichen wie im privaten Sektor wettbewerbsverzerrend auswirken.
- Unser Bericht über den TI-Korruptionsindex mit anschaulichen Grafiken.
- Bericht über den KorruptionsindexExterner Link in der Aargauer Zeitung.
- Unsere Vorschau auf den Prozess gegen Pierin Vincenz, ehemaliger Chef der Schweizer Bank Raiffeisen.
- Eine erhellende Infografik über Vincenz‘ Stripclub-Besuche auf FirmenspesenExterner Link finden Sie heute auf Blick.ch.
- Tages-Anzeiger: Der Vincenz-Prozess im TickerExterner Link.
Die Vorzeige-Demokratie Schweiz kennt kaum eine politische Bildung.
Wir sind ja immer recht stolz auf unsere Demokratie in der Schweiz. Doch in den Schulen kommt die politische Bildung nach wie vor zu kurz, wie ein Bericht von SRF News festhält.
Im Stundenplan fest eingeplant ist politische Bildung lediglich in zwei von 26 Kantonen – Aargau und Basel-Stadt. Und das, obwohl wir als Bürgerinnen und Bürger alle am politischen Leben teilhaben können, ob informiert oder nicht. Das Demokratie-Knowhow ist also weitgehend Privatsache.
Doch die Politik appelliert immer wieder an die mündigen Bürgerinnen und Bürger. Aber echte Demokratie-Wertschätzung könnte ganz anders aussehen: Das Zentrum für Demokratie in Aarau (ZDA) hat diesen Mangel erkannt und will ihn nun beheben. Es stellt dafür verschiedene Informationen und Unterrichtseinheiten online zur Verfügung. Eine entsprechende Plattform ist bereits aufgeschaltet.
- Der Artikel von SRF NewsExterner Link.
- PB-Tools, die ZDA-Plattform für politische BildungExterner Link in der Schweiz.
- Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI): Politische BildungExterner Link.
- Wie sieht politische Bildung 2.0 aus? Mein Kollege Renat Kuenzi ging auf Spurensuche.
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Die Schweiz verpasse mit ihrer Einbürgerungspolitik Chancen, meint Claude Longchamp.
Früher war es der Vater. Sein Blut respektive seine Staatsbürgerschaft bestimmte, welchen Pass ein Kind erhalten würde. Doch mit der Gleichstellung der Geschlechter ist das nicht mehr zeitgemäss.
Heute gilt in vielen Ländern das «ius soli», auch Bodenrecht oder Geburtsort-Prinzip genannt. Das heisst, wer etwa in den USA, Kanada oder Deutschland geboren wird, erhält automatisch dessen Staatsbürgerschaft.
Wegen der rigiden Einbürgerungspolitik der Schweiz fürchtet der Politanalyst Claude Longchamp in seiner swissinfo.ch-Kolumne, dass das Land den Anschluss an die Gegenwart verlieren könnte. Weil die Schweizer Demokratie «wie kaum eine andere» von der politischen Partizipation lebe, plädiert Longchamp dafür, dass die Schweiz ihre Einbürgerungspolitik überdenkt.
- Der Meinungsartikel von Claude Longchamp auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Wir sprachen mit Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz, die nicht abstimmen und wählen dürfen.
- Zu früheren Zeiten waren nicht nur Ausländerinnen und Ausländer vom politischen Leben ausgeschlossen, wie dieser Artikel aus dem Jahr 2020 zeigt.
In den Bergen kommt Hilfe meist von oben. Aber wie kommt sie nah genug an den Fels?
«Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass ich mich am Helikopter hängend nicht zum Verunfallten habe vorarbeiten können.» Das sagt ein erfahrener Bergretter, der Einsatzleiter der Alpinen Rettung Schweiz, heute in einem Artikel von SRF News.
Ist ein Bergsteiger, eine Bergsteigerin in Not geraten, muss oft jemand aus dem Heli zur verunfallten Person abgeseilt werden – die so genannte Longline-Rettung. Diese soll jetzt quasi ein Update erhalten, indem sich Rettungspersonen dank eines Minitriebwerks auch horizontal bewegen können.
Ein Team von Forschenden der Fachhochschule Graubünden (einem der Bergkantone der Schweiz) hat kleine Strahltriebwerke für eine solche Aufgabe umgerüstet. Denn mit einer rascheren Rettung kann wertvolle Zeit für die Behandlung im Spital gewonnen werden.
- Der Artikel von SRF NewsExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Bei der Bergrettung könnten künftig auch autonome Drohnen eingesetzt werden, etwa für Sucheinsätze.
- In diesem Video können Sie sehen, wie eine Drohne in einer Gletscherspalte eine Person auffinden kann.
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