Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Haben Sie mit Ihren Angehörigen darüber gesprochen, ob Sie im Falle eines Hirntodes Ihre Organe spenden wollen? Das könnte in der Schweiz bald wichtiger sein denn je.
Herzliche Grüsse
Zukünftig soll jede Person Organe spenden, die nicht zu Lebzeiten ausdrücklich Nein gesagt hat.
In der Schweiz fehlt es an gespendeten Organen. Rund 1500 Menschen warten aktuell auf eine Organtransplantation, und die Liste wird immer länger.
Am 15. Mai stimmen wir in der Schweiz über eine Änderung des Transplantationsgesetzes ab, die alle erwachsenen Personen im Falle eines Hirntodes zu potentiellen Organspender:innen machen will.
Die Regierung erhofft sich von dieser so genannten Widerspruchslösung mehr Spendeorgane. Derzeit müssen die Bürger:innen vor ihrem Tod ausdrücklich der Organspende zustimmen.
- Je ein Interview mit einem Befürworter und einem Gegner der Widerspruchslösung finden Sie bei swissinfo.ch.
- Gestern berichteten SRFExterner Link, BlickExterner Link und die Aargauer ZeitungExterner Link über ein Ja-Komitee.
- WatsonExterner Link gibt einen Überblick über die Vorlage.
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Laut dem Blick droht der Schweiz wegen möglichem Embargo ein Gas-Fiasko.
Nach den mutmasslichen Kriegsverbrechen in Butscha diskutieren die EU-Staaten ernsthaft über ein Gas-Embargo. Das wäre für die Schweiz ein echtes Problem, zitiert der Blick einen Energieexperten.
Laut einer Analyse von SRF hingegen wäre der Verzicht auf russisches Gas möglich – wenn auch teuer. Die Schweiz sei ein bisschen weniger abhängig vom russischen Gas als die EU, aber auch hier seien die Mengen substanziell.
Die Folgen wären deutlich spürbar, zitiert 20 Minuten den Investment-Chef von Raiffeisen. Gas brauche es nicht nur zum Heizen, sondern auch in der Industrie.
- Der Blick über das drohende FiaskoExterner Link und darüber, wie die Schweiz ohne russisches GasExterner Link auskommen will.
- Der Bericht von SRFExterner Link.
- 20 MinutenExterner Link über Boykottforderungen.
Ein französischer Filmstar sorgt mit angeblichem Wunsch nach Sterbehilfe für Verwirrung.
Gestern berichtete ich Ihnen von der französischen Sterbehilfe-Aktivistin, die das Alter als unzumutbar empfand und ihr Leben selbst beendete. Heute wurde vermeldet, dass der französische Filmstar Alain Delon (86) Sterbehilfe in der Schweiz in Anspruch nehmen wolle.
Delon soll nach mehreren Schlaganfällen körperlich eingeschränkt sein, berichtet der Blick. Zudem mache ihm der Tod seiner Ex-Frau zu schaffen, die vergangenes Jahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb und wegen der Gesetzeslage in Frankreich keine Sterbehilfe in Anspruch nehmen konnte.
Für Delon ist dies kein Problem, denn er lebt in der Schweiz und besitzt sogar die Schweizer Staatsbürgerschaft. Nach einigen Stunden relativierte der Blick die Meldung: Offenbar handelte es sich bei Delons Äusserungen nicht um eine konkrete Ankündigung, sondern um allgemeine Überlegungen zum Thema Sterbehilfe.
- Den ganzen Artikel beim BlickExterner Link. Und die RelativierungExterner Link einige Stunden später.
- Auch NauExterner Link und die deutsche BunteExterner Link berichten.
- Unser Fokus zum Thema Suizidbeihilfe.
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Die PR-Kosten des Bundes sind um 50 Prozent gestiegen, berichtet der Tages Anzeiger.
Von Informationskampagnen über das Abstimmungsbüchlein bis hin zu Medienauskünften: Die Ausgaben des Bundes für Öffentlichkeitsarbeit steigen seit vier Jahren.
Mit 118,8 Millionen Franken wurde vergangenes Jahr erneut ein Rekord gebrochen, wie aus dem Bericht zur Staatsrechnung 2021 hervorgeht.
Die Zunahme um 13,3 Millionen Franken oder 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat mit der Corona-Pandemie zu tun. Das Bundesamt für Gesundheit war stark gefordert.
- Den ganzen Artikel lesen Sie im Tages AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Als Schweizer Behörden vom «Bumsen» sprachen – die Geschichte der mutigen HIV-Präventionskampagne.
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