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Bild von Schweizer Banknoten

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen

Haben Sie noch ein Schweizer Bankkonto oder haben Sie eine andere Lösung gefunden? Das Bankenproblem für die Fünfte Schweiz wird immer grösser.

Herzliche Grüsse

Raiffeisen-Logo am Hauptgebäude
© Keystone / Gaetan Bally

Weiterer Schlag: Die Raiffeisen Bank will keine Auslandschweizer:innen mehr.

Nach der UBS zieht sich nun auch die Raiffeisen Bank aus dem Ausland-Geschäft zurück. Inside Paradeplatz meldet heute: «Raiffeisen schmeisst Ausland-Schweizer auf Strasse.» Die regulatorischen Rahmenbedingungen für Schweizer Banken seien bezüglich grenzüberschreitender Dienstleistungen immer strenger geworden, so ein Sprecher der Raiffeisen Schweiz gegenüber Inside Paradeplatz.

„Für Kundinnen und Kunden mit einem Auslandsdomizil werden teilweise aufwändige Kontroll- und Dokumentationsprozesse notwendig“, so der Sprecher weiter. Unter Berücksichtigung des primär auf den schweizerischen Retailmarkt fokussierten Geschäftsmodells von Raiffeisen sei beschlossen worden, die Märkte entsprechend einzuschränken.

Ein Konto bei einer Bank zu annehmbaren Gebühren – das wird den Auslandschweizer:innen also zunehmend verunmöglicht. Auch die Digitalbank Yapeal, die kurzzeitig als die mögliche Lösung für die Bankprobleme der Auslandschweizer:innen galt, wird die Dienstleistungen der bewährten Schweizer Banken nicht ersetzen können.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Emilie Ridard

Wie gehen Sie mit den hohen Bankspesen für Auslandschweizer:innen um?

Welche Lösungen haben Sie im Ausland gefunden? Haben Sie überhaupt noch ein Bankkonto?

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Jemand hält das Abstimmungsbüchlein in der Hand
© Keystone / Christian Beutler

Wir bleiben bei den Auslandschweizer:innen: So hat die Fünfte Schweiz abgestimmt.

Die Abstimmungen vom Wochenende scheinen heute schon wieder in weiter Ferne. Trotzdem haben wir uns bei SWI swissinfo.ch nicht nehmen lassen, das Abstimmungsverhalten der Auslandschweizer:innen unter die Lupe zu nehmen.

Die Fünfte Schweiz stimmte am Sonntag der «Lex Netflix», der Reform des Organspendewesens und der Finanzierung von Frontex noch viel deutlicher (über 70%) zu als das Inland. Der «Röstigraben» bei den ersten beiden Vorlagen sowie die geringe Stimmbeteiligung sind sowohl in der Schweiz als auch im Ausland festzustellen.

«Der europäische Kontext trägt sicherlich viel dazu bei, das Ergebnis dieser beiden Vorlagen zu erklären», sagt Martina Mousson, Projektleiterin beim Institut gfs.bern. Die Politikwissenschaftlerin erinnert daran, dass die Mehrheit der Auslandschweizer:innen in Europa lebt, wo die meisten Länder bereits über ähnliche Bestimmungen verfügen, sei es die mutmassliche Zustimmung zur Organspende oder die Verpflichtung von Streaming-Plattformen, in die lokale Filmproduktion zu investieren.

Ein Mann zündet mit der Taschenlampe in einen Raum
FAIR & UGLY

Auch in der Schweiz ist Schwarzarbeit verbreitet. Häufig betrifft es Ausländer:innen.

Der Schweizer Regisseur Ulrich Grossenbacher hat fünf Beamte bei dutzenden Arbeitsmarktkontrollen im Kanton Bern begleitet und insgesamt 68 Tage gedreht. Er ist Schwarzarbeiter:innen begegnet, hat schlimme Arbeitsbedingungen angetroffen. Diese Szenen, die man meist nur aus einem Krimi kennt, hält er in der Realität fest.

Der Lebensmittelverkäufer, der sieben Tage pro Woche arbeitet oder die Pflegerin, die 24 Stunden am Stück im Einsatz ist. Meist trifft Schwarzarbeit in der Schweiz Ausländer:innen. Was sie anzieht, sind die hohen Löhne in der Schweiz. Auf der Mindestlohn-Rangliste der IAO steht die Schweiz mit 3800 US-Dollar an der Spitze von 133 Ländern, das ist mehr als das Doppelte als in den von Nachbarländern Deutschland oder Frankreich.

Zwar sind die Lebenskosten ebenfalls hoch, aber das Niveau ist attraktiv genug, damit viele ausländische Arbeitskräfte Geld in ihre Heimat senden können. Der hohe Anteil ausländischer Arbeitsnehmer:innen in der Schweiz widerspiegelt zudem, dass es auch für die Arbeitgeber:innen attraktiv ist, Menschen aus dem Ausland anzustellen.

Bild von der Beschriftung des Zollfreilagers
Keystone

Genfer Zollfreilager unter Druck.

Das schreiben meine Kolleg:innen von Radio SRF. Weshalb? In der Schweiz gibt es sieben Zollfreilager – das grösste davon in Genf. Zollfreilager sind Warenlager, in denen unverzollte und unversteuerte Waren zwischengelagert werden. Sie werden durch private Lagerhausgesellschaften betrieben, haben aber öffentlichen Charakter.

Jetzt geraten die Schweizer Zollfreilager weltweit erneut in die Schlagzeilen. Stellen diese Lager einen sicheren Hafen für russische Oligarchen dar? Der Bund klärt nun ab.

Die Zollverwaltung schreibt auf Anfrage von Radio SRF, dass in den letzten Wochen in der Schweiz in 52 Fällen Güter sichergestellt und einer Expertise unterzogen wurden. In vier Fällen gab es eine Anzeige an das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco, das für die Umsetzung der Sanktionen zuständig ist. Von diesen Anzeigen betreffe eine ein Zolllager.

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