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Zerstörte Häuser

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Kürzlich habe ich mit meinen Eltern darüber diskutiert, ob man mit russischen Oligarchengeldern die Ukraine wiederaufbauen könnte. Das wäre doch eine gute Lösung, fand meine Mutter. Man kann nicht einfach so enteignen, widersprach mein Vater. In einem gewissen Sinne haben beide recht.

Herzliche Grüsse

Selenski
© Keystone / Laurent Gillieron

Enteignen statt einfrieren: Geht das in der Schweiz?

Viele westliche Länder haben Vermögenswerte von russischen Oligarchen blockiert. Einige wollen einen Schritt weiter gehen und diese Mittel für den Wiederaufbau der Ukraine verwenden.

Doch eine solche Enteignung ohne Entschädigung ist nach Schweizer Recht nicht möglich. Die sozialdemokratische Partei will dies mit einem parlamentarischen Vorstoss ändern. Auch ein internationales Abkommen, das die Schweiz ratifiziert, wäre denkbar.

So oder so: Enteignungen sind rechtlich heikel. So sagte Peter V. Kunz, Direktor des Instituts für Wirtschaftsrecht an der Universität Bern, gegenüber meiner Kollegin Tomoko Muth: «Ein wichtiger Standortvorteil der Schweiz ist ihre Rechtsstaatlichkeit, und der Vorschlag der SP-Motion würde die Schweiz zu einerBananenrepublik machen.»

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Po bei Turin
Keystone / Alessandro Di Marco

Die Po-Ebene dürstet nach Wasser, Italien bittet die Schweiz um Hilfe.

In Italien spitzt sich die Lage wegen der anhaltenden Dürre weiter zu. Der Fluss Po weist den niedrigsten Pegelstand seit 70 Jahren auf. Für die Landwirtschaft hat das einschneidende Folgen.

Meuccio Berselli, Generalsekretär der Behörde für das Einzugsgebiet Po, appelliert an die Schweiz: «Wir bitten unsere Schweizer Freunde, den Pegel des Lago Maggiore zu stützen. Dies soll durch die Stauseen in den Alpen passieren.»

Die Stauseen sind jedoch aktuell nur zu weniger als einem Drittel gefüllt. Italien erhält weniger Wasser vom Lago Maggiore als üblich.

Diversity Böögg
Screenshot / TeleZüri

Der «Diversity-Böögg» aus Bassersdorf sorgt weltweit für Aufregung.

In Bassersdorf wurde dieses Jahr ein Trans-Böögg verbrannt, also ein Schneemann mit Krawatte und regenbogenfarbigem Rock, mit Brüsten und Penis. Das sorgt im Ausland für einen Shitstorm, insbesondere im englischsprachigen Raum.

Auf den sozialen Netzwerken wurde die Verbrennung eines Trans-Bööggs als symbolischer Akt gedeutet, man befürchtete, dass eine solche Aktion Hass gegen Transpersonen schüren könnte.

Die Veranstalter sehen das anders: Die Verbrennung des Diversity-Bööggs sei weder als Angriff auf die LGBTQ-Community noch als Aufruf zur Gewalt gegen Transpersonen zu verstehen. Auf Wunsch der Frauen sei der Böögg zusätzlich weiblich gestaltet worden, damit er alle Menschen repräsentiert. «Wir sind machtlos, was Leute aus dem Ausland darüber denken, die unsere Tradition nicht kennen.»

Dorfladen
Keystone / Steffen Schmidt

Das Dorflädeli ist in der Krise.

Dorfläden sind die sozialen Herzen der ländlichen Schweiz und brauchen trotzdem finanzielle Hilfe, schreibt die NZZ. Gerade in Berggebieten kämpfen die Filialen ums Überleben.

Die Schweizer Berghilfe hat in den letzten drei Jahren deutlich mehr Unterstützungsgesuche von Dorfläden erhalten. Insgesamt 54 Dorfladen-Projekte hat die Berghilfe seit 2012 unterstützt.

Eine Lösung könnten digitale Dorfläden sein. Der erste steht im freiburgischen Cerniat und hat rund um die Uhr geöffnet. Zutritt verschafft man sich mit einem QR-Code, bedient sich dann selbst und bezahlt anschliessend mit Karte, Twint oder per Monatsrechnung.

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