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Eröffnungsapéro am Auslandschweizerkongress

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

Ich bin zurück vom Auslandschweizerkongress in Lugano. Mit im Gepäck einen ganzen Strauss von Berichten und die gute Nachricht, dass politische Schwergewichte aller Parteien alles technisch und finanziell Mögliche tun wollen, damit Sie, liebe Auslandschweizer:innen, ohne Hindernisse regelmässig abstimmen können.

Herzliche Grüsse

Bild von der Auslandschweizerratssitzung
© Auslandschweizer-Organisation / Adrian Moser

Auslandschweizer:innen werden für die Schweizer Demokratie immer wichtiger.

Da waren sich die Parteien am Auslandschweizerkongress von links bis rechts einig. Unisono sagten sie, man müsse alles technisch und finanziell Mögliche tun, damit die Fünfte Schweiz ohne Hindernisse regelmässig abstimmen kann. Aber freuen Sie sich nicht zu früh!

E-Voting liegt noch in weiter Ferne. Zwar zeigt das jahrelange Lobbying der Auslandschweizerorganisation ASO Wirkung – derzeit wird ein neues System entwickelt. Alle Lehren von früher sollen dort einfliessen. Bis es so weit ist, kann es jedoch noch Jahre dauern. Zwischenzeitlich wurden vom EDA verschiedene Wege getestet, um das Wahl- und Abstimmungsmaterial zu den Auslandschweizer:innen zu bringen. Erkenntnisse liegen aber erst nächsten Frühling vor.

Doch das Problem ist als solches erkannt, ein Appell zum Thema an oberster Stelle platziert: «Herr Bundespräsident, unterstützen Sie bitte die Ausübung unserer politischen Rechte!», sagte ASO-Präsident Filippo Lombardi dem anwesenden Bundesrat Ignazio Cassis anlässlich der Eröffnungsrede am Auslandschweizerkongress.

Bild von verschiedenen Pässen
Keystone / Sigi Tischler

Designänderung: Neu wird auch die Fünfte Schweiz auf einer Visaseite im Schweizer Pass vertreten sein.

Am 31. Oktober 2022 ist die Einführung der neuen Schweizer Passfamilie vorgesehen. Während das Design rundum erneuert wird, bleiben die Funktionalität und das Ausstellungsverfahren unverändert. Alle bisher ausgestellten Ausweise bleiben bis zum eingetragenen Datum gültig, das teilt heute das Bundesamt für Polizei fedpol mit.

Wie der neue Pass aussehen wird, ist noch geheim. Bekannt ist aber, dass er weiterhin im roten Einband erscheint. Neu wird zudem, dass neben den 26 Kantonen auch die Fünfte Schweiz, welche die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer repräsentiert, auf einer der Visaseiten vertreten sein.

Wer einen Pass im neuen Design wünscht, muss einen Termin ab dem 31. Oktober 2022 für die Erfassung der biometrischen Daten bei den Passstellen und den zuständigen Schweizer Vertretungen im Ausland vereinbaren. Die neue Schweizer Passfamilie besteht aus dem ordentlichen Pass, dem Diplomatenpass, dem Dienstpass, dem Reiseausweis («Flüchtlingspass») und dem Pass für ausländische Personen, die in der Schweiz leben.

drei personen in oranger schutzausrüstung
swissinfo.ch / Christian Raaflaub

Was sind die Ursprünge des Lebens? Was die Mindestbedingungen, damit Leben bestehen kann?

Die Geobiologin Cara Magnabosco sucht tief im Innern der Erde nach Antworten. Meine Kollegen Christian Raaflaub und Michele Andina haben sie 1500 Meter unter die Erdoberfläche begleitet. Im Gotthardmassiv geht Magnabosco den ältesten Hinweisen auf Lebensformen auf unserem Planeten nach.

Wie das? Die Geobiologin nimmt Proben von Wasser, dass zehntausende Jahre durch den Felsen gesickert ist oder von feuchtem Gestein, um Mikroben einzusammeln. In diesen Entnahmen würden sich tausende Mikroorganismen befinden können, die nie das Tageslicht gesehen haben würden, so Magnabosco.

Konkret sucht Magnabosco nach jenen Mikroben, die am Anfang der Entstehung des Lebens stehen – vor etwa zwei Milliarden Jahren. Aber ab wann genau beginnt das Leben? Darüber sind sich Forschende uneinig. Leben sei eine Definitionsfrage, und die Antwort hänge davon ab, wen man fragt: ob Biologinnen, Chemiker oder Philosophinnen.

Bild von 2 ukrainischen Flüchtlingen in Bern
/ Sladusha

Nur fünf bis zehn Prozent der bei Gastfamilien untergebrachten ukrainischen Flüchtlingen mussten umplatziert werden.

Nach Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine meldeten sich Zehntausende in der Schweiz als Gastfamilie für ukrainische Flüchtlinge. «Die Behörden waren zunächst skeptisch. Sie befürchteten, die Solidarität könnte von kurzer Dauer sein, ein Hype ohne nachhaltige Wirkung», schreibt der Tages-Anzeiger heute.

Aber die Befürchtungen haben sich bis heute nicht bestätigt. Rund 60 Prozent der Flüchtlinge aus der Ukraine sind gemäss einer Erhebung der Sozialdirektorenkonferenz privat untergebracht, das seien etwa 40’000 Personen, so der Tagi. Bis vor den Sommerferien mussten nur zwischen 5 und 10 Prozent umplatziert werden. «Viele Gastfamilien behalten die Leute länger als erwartet», sagte der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr im Juli.

Bis Ende Jahr werden zwischen 85’000 und 120’000 ukrainische Flüchtlinge in der Schweiz sein, so schätzt das Staatssekretariat für Migration SEM. Es müssen weitere Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden, denn auch die Zahl der Asylgesuche von Flüchtlingen aus anderen Ländern steigt stetig. Das SEM hofft, dass sie weiterhin auf Gastfamilien zählen können. Sie erwarten jedoch einen Rückgang.

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