Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizer:innen
Ich bin zurück vom Auslandschweizerkongress in Lugano. Mit im Gepäck einen ganzen Strauss von Berichten und die gute Nachricht, dass politische Schwergewichte aller Parteien alles technisch und finanziell Mögliche tun wollen, damit Sie, liebe Auslandschweizer:innen, ohne Hindernisse regelmässig abstimmen können.
Herzliche Grüsse
Auslandschweizer:innen werden für die Schweizer Demokratie immer wichtiger.
Da waren sich die Parteien am Auslandschweizerkongress von links bis rechts einig. Unisono sagten sie, man müsse alles technisch und finanziell Mögliche tun, damit die Fünfte Schweiz ohne Hindernisse regelmässig abstimmen kann. Aber freuen Sie sich nicht zu früh!
E-Voting liegt noch in weiter Ferne. Zwar zeigt das jahrelange Lobbying der Auslandschweizerorganisation ASO Wirkung – derzeit wird ein neues System entwickelt. Alle Lehren von früher sollen dort einfliessen. Bis es so weit ist, kann es jedoch noch Jahre dauern. Zwischenzeitlich wurden vom EDA verschiedene Wege getestet, um das Wahl- und Abstimmungsmaterial zu den Auslandschweizer:innen zu bringen. Erkenntnisse liegen aber erst nächsten Frühling vor.
Doch das Problem ist als solches erkannt, ein Appell zum Thema an oberster Stelle platziert: «Herr Bundespräsident, unterstützen Sie bitte die Ausübung unserer politischen Rechte!», sagte ASO-Präsident Filippo Lombardi dem anwesenden Bundesrat Ignazio Cassis anlässlich der Eröffnungsrede am Auslandschweizerkongress.
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E-Voting: Die Parteien zeigen sich wieder offen – der Bericht meines Kollegen Balz Rigendinger.
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Bundespräsident Ignazio Cassis beehrte die Auslandschweizer:innen am ASO-Kongress ebenfalls: Mein Kollege Luigi Jorio fasste zusammen, was Cassis zu sagen hatte.
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Mein Kollege Samuel Jaberg über das Panel anlässlich der Auslandschweizerratssitzung: Schweiz-EU: Die Diaspora nimmt den Bundesrat in die Pflicht
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Auslandschweizer-Rat: Die alten Themen, debattiert mit neuem Elan – die Zusammenfassung der Sitzung.
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Und ich habe die anwesende Prominenz gefragt, welche Bedeutung Sie für die Schweizer Politik und Demokratie haben.
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Designänderung: Neu wird auch die Fünfte Schweiz auf einer Visaseite im Schweizer Pass vertreten sein.
Am 31. Oktober 2022 ist die Einführung der neuen Schweizer Passfamilie vorgesehen. Während das Design rundum erneuert wird, bleiben die Funktionalität und das Ausstellungsverfahren unverändert. Alle bisher ausgestellten Ausweise bleiben bis zum eingetragenen Datum gültig, das teilt heute das Bundesamt für Polizei fedpol mit.
Wie der neue Pass aussehen wird, ist noch geheim. Bekannt ist aber, dass er weiterhin im roten Einband erscheint. Neu wird zudem, dass neben den 26 Kantonen auch die Fünfte Schweiz, welche die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer repräsentiert, auf einer der Visaseiten vertreten sein.
Wer einen Pass im neuen Design wünscht, muss einen Termin ab dem 31. Oktober 2022 für die Erfassung der biometrischen Daten bei den Passstellen und den zuständigen Schweizer Vertretungen im Ausland vereinbaren. Die neue Schweizer Passfamilie besteht aus dem ordentlichen Pass, dem Diplomatenpass, dem Dienstpass, dem Reiseausweis («Flüchtlingspass») und dem Pass für ausländische Personen, die in der Schweiz leben.
- Hier geht es zur Medienmitteilung des fedpol: Einführung der neuen Schweizer PassfamilieExterner Link.
- Auch der Blick berichtet: Ab Oktober gibts einen neuen Schweizer PassExterner Link.
- Ein Schweizer Pass für alle – ein Artikel meines Kollegen Renat Kuenzi.
Was sind die Ursprünge des Lebens? Was die Mindestbedingungen, damit Leben bestehen kann?
Die Geobiologin Cara Magnabosco sucht tief im Innern der Erde nach Antworten. Meine Kollegen Christian Raaflaub und Michele Andina haben sie 1500 Meter unter die Erdoberfläche begleitet. Im Gotthardmassiv geht Magnabosco den ältesten Hinweisen auf Lebensformen auf unserem Planeten nach.
Wie das? Die Geobiologin nimmt Proben von Wasser, dass zehntausende Jahre durch den Felsen gesickert ist oder von feuchtem Gestein, um Mikroben einzusammeln. In diesen Entnahmen würden sich tausende Mikroorganismen befinden können, die nie das Tageslicht gesehen haben würden, so Magnabosco.
Konkret sucht Magnabosco nach jenen Mikroben, die am Anfang der Entstehung des Lebens stehen – vor etwa zwei Milliarden Jahren. Aber ab wann genau beginnt das Leben? Darüber sind sich Forschende uneinig. Leben sei eine Definitionsfrage, und die Antwort hänge davon ab, wen man fragt: ob Biologinnen, Chemiker oder Philosophinnen.
- Ein bisschen Reportage, ein bisschen Portrait und ganz viele interessante Erkenntnisse: Hier geht’s zum Artikel meines Kollegen Christian Raaflaub.
- Dazu gibt es auch einen kurzen Film: Leben tief unter der Erdoberfläche
- Aus unserem Archiv: James Webb und der Blick zum Ursprung des Universums
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Nur fünf bis zehn Prozent der bei Gastfamilien untergebrachten ukrainischen Flüchtlingen mussten umplatziert werden.
Nach Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine meldeten sich Zehntausende in der Schweiz als Gastfamilie für ukrainische Flüchtlinge. «Die Behörden waren zunächst skeptisch. Sie befürchteten, die Solidarität könnte von kurzer Dauer sein, ein Hype ohne nachhaltige Wirkung», schreibt der Tages-Anzeiger heute.
Aber die Befürchtungen haben sich bis heute nicht bestätigt. Rund 60 Prozent der Flüchtlinge aus der Ukraine sind gemäss einer Erhebung der Sozialdirektorenkonferenz privat untergebracht, das seien etwa 40’000 Personen, so der Tagi. Bis vor den Sommerferien mussten nur zwischen 5 und 10 Prozent umplatziert werden. «Viele Gastfamilien behalten die Leute länger als erwartet», sagte der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr im Juli.
Bis Ende Jahr werden zwischen 85’000 und 120’000 ukrainische Flüchtlinge in der Schweiz sein, so schätzt das Staatssekretariat für Migration SEM. Es müssen weitere Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden, denn auch die Zahl der Asylgesuche von Flüchtlingen aus anderen Ländern steigt stetig. Das SEM hofft, dass sie weiterhin auf Gastfamilien zählen können. Sie erwarten jedoch einen Rückgang.
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Immer mehr Ukrainer:innen, die in die Schweiz geflüchtet sind, kehren in die Heimat zurück – unser Artikel dazu.
- Viktoriia und Polina – wir begleiten die ukrainische Mutter und Tochter hier in der Schweiz.
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