Heute in der Schweiz
Sehr geehrte Damen und Herren
Katar und die Schweiz, das ist eine innige Beziehung. Und das hat viel mit Genf und dem Fussball zu tun. In unserer dreiteiligen Serie beleuchten wir, wie das Emirat die Rhone-Stadt zu einem Zentrum für seine Aussenpolitik gemacht hat.
Freundliche Grüsse aus Bern
Wie Katar via Genf seinen Ruf polierte.
Am 20. November beginnt die Fussball-WM in Katar. Es ist eine umstrittene Meisterschaft: Nicht nur, weil der Golfstaat den Zuschlag unter dubiosen Umständen erhielt. Sondern auch weil der Umgang mit den Arbeitern, die die Stadien bauten, international für Kritik sorgte (wir sprachen im gestrigen Briefing darüber).
In einer Artikelreihe haben wir nun nachgezeichnet, wie Katar sein Image global verbessern wollte – und zwar via Genf. Mithilfe von neu gegründeten Sportorganisationen und ehrgeiziger Vernetzung im Internationalen Genf wurde viel Geld dafür eingesetzt, Katar in ein gutes Licht zu rücken.
Ob es was gebracht hat? Das Emirat hat zumindest im Westen noch immer einen eher schlechten Ruf. Zudem hat man mit den Genfer Initiativen gezeigt, dass der autoritäre Staat weiterhin seine Probleme mit Transparenz hat…
- Hier geht es zur Übersicht unserer Artikelreihe.
- Wie Katar in der Schweiz die Fussball-Welt ausspionierte: Die SRF-Recherche bei uns.
Mehr
Die SP und die Frage der Bundesratswahlen.
Gleich zwei Sitze gibt es am 7. Dezember im Bundesrat neu zu besetzen, da Ueli Maurer und Simonetta Sommaruga ihren Rücktritt auf Ende Jahr angekündigt haben. Bei der SVP kann sich der Berner Albert Rösti, ehemaliger Parteipräsident, gute Chancen ausrechnen.
Bei der Sozialdemokratischen Partei ist noch nichts ausgemacht. Die Parteileitung möchte ein reines Frauen-Ticket aufstellen, was intern für Ärger sorgt – vor allem beim Zürcher Ständerat Daniel Jositsch, dessen Bundesrats-Ambitionen schon länger kein Geheimnis sind. Was aus dieser Frage wird, wird sich in den nächsten Wochen klären.
Auf jeden Fall haben sich bereits die ersten zwei weiblichen Interessentinnen zu Wort gemeldet: Die Basler Ständerätin Eva Herzog und die Berner Regierungsrätin Evi Allemann wollen kandidieren. Ob nun Mann oder Frau, alle drei Interessierten haben eines gemeinsam: Sie gehören dem rechten Flügel der SP an. Revolutionäre Linke kommen wohl keine in den Bundesrat.
- «Eva gegen EviExterner Link«: Der Blick titelt wieder mal prägnant.
- Die Politologin Silja Häusermann hat die SP näher untersucht – und hat ein paar Tipps für die Partei. Bei SRF NewsExterner Link.
- Ein längeres Gespräch mit der Politologin finden Sie bei der RepublikExterner Link.
Die Sichelzellkrankheit ist besonders in Afrika verbreitet. Schweizer Pharmafirmen könnten helfen.
Sichelzellanämie ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die durch eine genetische Mutation verursacht wird. In Afrika sterben 50 bis 80% der Kinder mit Sichelzellkrankheit, bevor sie ihr fünftes Lebensjahr erreichen.
Meine Kollegin Jessica Davis Plüss aus unserer englischsprachigen Redaktion hat auf einer Reise in Kenia herauszufinden versucht, wie der Zugang zu Medikamenten für die Betroffenen ist. Das Problem ist: Der Zugang ist teilweise stark beschränkt.
Das gilt auch für andere Krankheiten, für die im Westen teilweise Therapien und Medikamente zur Verfügung stehen, in Entwicklungsländern sich jedoch kaum jemand leisten kann. Die Schweizer Pharmabranche spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuer Mittel. Die Frage ist, wie man diese denjenigen zur Verfügung stellt, die sie am nötigsten brauchen.
- Hier geht es zum Artikel meiner Kollegin Jessica.
- Die Übersicht zur weiter laufenden Serie finden Sie hier. Mehr folgt in den nächsten Tagen und Wochen.
Die Opferhilfe in der Schweiz: Ein politisch gewolltes Trauerspiel.
Gewaltopfer leiden nicht nur an den direkten Konsequenzen der Tat, oft folgt ein ganzer Rattenschwanz an Problemen, die finanzielle Auswirkungen haben und die Betroffenen in die Prekarität abrutschen lassen können. Um das abzufedern, gibt es in der Schweiz die sogenannte Opferhilfe: Wenn der oder die verurteilte Täter:in nicht für die Entschädigung aufkommen kann, übernimmt das der Staat.
Die Opferhilfe zahlt aber seit Jahren immer tiefere Beträge aus. Und das ist politisch so gewollt: Die Kantone, die dafür zuständig sind, knausern gemäss der offiziellen Statistik immer mehr.
Dabei ist es nicht so, dass es mehr Fälle gibt – im Gegenteil. Die Zahl der Fälle ist seit zwanzig Jahren stabil. Die bittere Wahrheit ist: Die Politik (und mit ihr die Gesellschaft) hat beschlossen, Opfern von Gewalttaten finanziell immer weniger zu helfen.
- Hier finden SieExterner Link den Beitrag auf SRF News.
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