Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Ich kann mich noch gut an die Expo.02 erinnern: Die Seen, die Arteplages, die Teller, die man an die Wand schmeissen konnte. Waren Sie auch dabei? Eine neue Expo, die Nexpo, ist in Planung. Doch Sie müssen sich noch etwas gedulden.
Beste Grüsse aus Bern
Nur noch neun Jahre warten.
Eine Landesausstellung – ein verstaubtes Konzept, krampfhaftes Miteinander oder eine glatte Sache? Für die Schweizer Bevölkerung ganz klar letzteres. 74% würden eine neue Ausstellung befürworten und 79% wollen sogar gleich selbst mitmachen, wie eine Befragung zeigt.
Die Weichen für die neue Landesausstellung «Nexpo» sind gestellt. Die Besucher:innen müssen sich aber noch ein bisschen gedulden. Ursprünglich war sie für 2027 geplant, nun wurde sie aber auf 2032 verschoben. Das Projekt Nexpo wurde von den Stadtpräsident:innen von Basel, Bern, Biel, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich ins Leben gerufen.
Im Gegensatz zu anderen Jahren soll es nicht ein Epizentrum, sondern Beiträge in den Städten und in den Agglomerationen, auf dem Land und in den Bergen geben.
- Können Sie die Landesausstellungen der letzten 100 Jahre aufzählen? In unserem Beitrag zu Nexpo finden Sie auch einen Rückblick auf vergangene Ausstellungen.
- Auch die Berner Zeitung hat über die Nexpo berichtet.Externer Link
Mehr
Ist der Ruf noch reparierbar?
Was ist eigentlich eine Steueroase? Beim Nachdenken über diesen Begriff kommen einem schnell Filme mit Koffern voller Geld in den Sinn, das in ausgewählten Ländern versteckt wird. Die Schweiz ist in diesen Filmen öfters das Ziel, und auch in der Realität haftet ihr der Ruf einer Steueroase an. Tatsächlich hat sie einige der tiefsten Unternehmenssteuersätze der Welt.
Mit der Abstimmung zum Mindeststeuergesetz könne die Schweiz endlich den Ruf des Steuerparadieses abstreifen, sagen die Befürworter:innen. Die Kritiker:innen glauben nicht, dass ein Ja zur OECD-Mindeststeuer ausreichen wird.
Ein Ja für die Vorlage vom 18. Juni gibt es von der SVP, Mitte, FDP, GLP, EVP, ebenso wie von der Economiesuisse, der Bankiervereinigung und dem Gewerbeverband. Die SP und die NGO Alliance Sud sagen Nein, die Grünen geben Stimmfreigabe.
- Lesen Sie hier unseren Beitrag mit den Pro- und Contra-Argumenten zur globalen Mindeststeuer.
- Worum geht es bei der Abstimmung zur OECD-Mindeststeuer überhaupt? Hier haben wir alle Fragen zur Vorlage beantwortet.
- Was kann die Schweiz tun, damit Sie im Ausland nicht mehr als Steuerparadies wahrgenommen wird? Das ist das Thema unserer neuen Debatte – diskutieren Sie mit uns!Externer Link
Triebwerk-Engpass bei der Swiss und Stau am Gotthard.
Vor einer Woche habe ich an dieser Stelle schon über die Triebwerk-Probleme der Swiss geschrieben. Weil Komponenten oder ganze Triebwerke fehlen, stehen bis zu zehn A220 am Boden.
Mit verschiedenen Kniffs versucht die Swiss, diese Ausfälle zu kompensieren. Sie lässt andere Airlines für sich fliegen: die lettische Air Baltic, Edelweiss und Helvetic Air. So kann der Flugplan eingehalten werden.
Ein anderer Trick: kurze Strecken mit grossen Flugzeugen fliegen. Langstreckenflugzeuge wie der A330 seien oft tagsüber in Zürich verfügbar, schreibt der Tages-Anzeiger. So kommt es, dass auch mal ein Riesenvogel mit 236 Plätzen von Zürich nach Genf fliegt.
- So kann die Swiss trotz Flugzeugmangel ihren Flugplan einhaltenExterner Link ؘ– Artikel des Tages-Anzeigers. (Paywall)
- Die Hauptreisezeit für die Flugbranche kommt mit den Sommerferien erst noch. Doch die Schlangen an den Schweizer Flughäfen waren in den Frühlingsferien schon enorm lang und auch über Auffahrt und Pfingsten ist Geduld gefragtExterner Link, wie der Blick berichtet.
- Viele Schweizer:innen mögen es, die ersten Stunden eines langen Wochenendes am Gotthard im Stau zu verbringen. So wird auch für Auffahrt bereits ab Mittwoch mit längeren Wartezeiten gerechnet, wie Nau berichtetExterner Link.
- Die Urner:innen haben genug vom Stau und dem Ausweichverkehr, der neu auch wochentags aufkommt. Mit diesen Ideen wollen Politiker:innen den Stau am Gotthard auflösenExterner Link – Artikel von CH Media. (Paywall)
Mehr
Credit Suisse: Zum Abschied noch ein Werbegeschenk.
Mit der Credit Suisse ist es bald vorbei. Bevor die Bank endgültig vom Finanzplatz verschwindet und in der UBS aufgeht, wird noch ein bisschen Ballast abgestossen. Gemäss 20 Minuten konnten die Angestellten gratis Marketingartikel und Werbegeschenke abholen. Das Angebot schien beliebt zu sein, wie Bilder zeigen.
Kein Wunder, könnten doch diese Werbegeschenke einst gutes Geld wert sein. So wie die berühmte Kappe der Schweizerischen Kreditanstalt, die in den letzten Monaten den Preis einer CS-Aktie bei weitem überstiegen hat und auf Auktionsplattformen für bis zu 200 Franken gehandelt wird.
- Die CS-Angestellten bedienen sich an dem, was übrig geblieben istExterner Link – Artikel von 20 Minuten.
- Lesen Sie hier, welche Geschichte hinter der berühmten SKA-Mütze stecktExterner Link – Artikel von Watson.
- Die ganze Geschichte der Credit Suisse hat mein Kollege David Eugster vor kurzem hier zusammengetragen, ein echtes Lesestück.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards