Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Das Stöckli ist passé, aber ins Altersheim möchten die meisten Senior:innen auch nicht. Wohnformen wie die Alters-WG oder eine Hausgemeinschaft werden immer beliebter. Wäre das etwas für Sie?
Herzliche Grüsse aus Bern
Darum sucht man sich im Alter Mitbewohner:innen.
Haben Sie schon einmal in einer WG gewohnt? Bei diesem Stichwort denken Sie vielleicht an junge Leute und schimmlige Kühlschränke. Doch die Wohnform findet auchbei älteren Menschen Anklang.
Vier Senior:innen haben das Experiment gewagt und sind begeistert. Finanziell lohnt sich das WG-Leben sowieso, auch die Arbeit in und ums Haus wird aufgeteilt, und Einsamkeit kommt keine auf.
Mit den Mitbewohner:innen eine Küche und das Bad zu teilen, ist aber nicht allen geheuer. Neben den klassischen WGs ist die Hausgemeinschaft mit eigenen Nasszellen und geteilten Gemeinschaftsräumen ebenfalls beliebt, oft als Genossenschaft organisiert.
- Lesen Sie hier in unserem Artikel, wie das Zusammenleben in der Alters-WG funktioniert.
- Viele ältere Menschen wollen so lange wie möglich in ihrem Zuhause bleiben. Das ist oft nur mithilfe von Betreuer:innen aus dem Ausland möglich und birgt die Gefahr von ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen, wie Sie in unserem Artikel nachlesen können.
- Egal welche Wohnform, eine geeignete Immobilie zu finden, ist eine Herausforderung. In der Stadt Zürich ist die Wohnungsnot so gross, dass auch WG-Zimmer zur Mangelware geworden sind – Artikel des Tages-AnzeigersExterner Link. (Paywall)
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Nach der Hitzewelle drohen heftige Unwetter.
Es ist gerade so heiss in der Schweiz, dass die Hitze auch heute den Weg ins Briefing gefunden hat. Denn die Redaktionen in der Schweiz haben auch unter klimatisch anspruchsvollen Bedingungen interessante Inhalte zum Wetter produziert.
Heute sind mit bis zu 36 Grad Celsius nicht nur Höchsttemperaturen angesagt, die Luftfeuchtigkeit ist mit 30 bis 50 Prozent auch relativ hoch. Falls Sie in einem tropischen Gebiet wohnen, können Sie darüber vermutlich nur lächeln. Aber auch die Feuchtigkeit in der Schweiz ist unangenehm und kann lebensgefährlich werden.
Aber warum ist das so? Das hat mit dem Schwitzen zu tun. So reguliert der Körper die Temperatur, die bei rund 37 Grad bleiben soll. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, nützt das Schwitzen nicht mehr.
- Der Tages-Anzeiger beantwortet die Fragen zur feuchten HitzeExterner Link und erklärt, wie sich die hohen Temperaturen auf die Wirtschaft auswirken.
- Die Hitze macht Ungleichheiten sichtbar: Hitzeinseln treffen ärmere Menschen stärker, wie SRF berichtetExterner Link.
- Ältere Menschen sind durch die Hitze besonders gefährdet. Im Videobeitrag des Blicks verraten Altersheimbewohner:innen, wie sie bei hohen Temperaturen kühl bleibenExterner Link.
- Heute Abend wird die Hitzewelle von einer Kaltfront abgelöst, dabei kann es zu heftigen Gewittern kommen, der Bund warnt mit der höchsten Gefahrenstufe, wie 20 Minuten festhältExterner Link.
Auslieferung an USA verhindern: Julian Assanges Frau appelliert an die Schweiz.
Julian Assange droht die Auslieferung in die USA. Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks ist seit 2019 in einem Londoner Gefängnis inhaftiert, zuvor lebte er sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London.
Seine Frau appelliert nun an die Schweiz, um die Auslieferung zu verhindern. In Genf stossen ihre Bemühungen auf offene Ohren, drei Nationalräte und über 30 Kantonsparlamentarier:innen aller Parteien fordern von Aussenminister Ignazio Cassis Unterstützung für Assange.
Wieso befindet sich Assange in dieser Lage? Dank seiner Enthüllung von brisanten Dokumenten wurden 2010 Menschenrechtsverletzungen durch die Armee der USA im Irak und in Afghanistan publik.
- Der Bundesrat hat sich auch schon mit Assange befasst, wie Sie hier im Artikel von Watson lesen könnenExterner Link.
- Auch Amnesty International hat sich schon für die Aufnahme von Assange in der Schweiz eingesetzt – Artikel von SWI swissinfo.ch.
- Whistleblowing will gut überlegt sein. Dem Bauunternehmer, der vor fünf Jahren systematische Preisabsprachen im Bündner Baugewerbe publik machte, geht es heute auch nicht gerade prächtig. Gerade hat das Konkursamt sein Haus versteigertExterner Link – Bericht von SRF.
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Legal kiffen: Die Schweiz macht ein Experiment.
Vor ein paar Monaten war ich in Thailand und traute meinen Augen kaum: Gefühlt jeder dritte Laden war ein Cannabis-Fachgeschäft. Ich hatte Thailand als Land mit sehr strengen Drogengesetzen abgespeichert, was immer noch stimmt. Doch es hat Cannabis von der Liste der Betäubungsmittel gestrichen.
In der Schweiz ist die Legalisierung von Cannabis immer wieder ein Thema. 2008 hat das Stimmvolk eine Initiative zur Entkriminalisierung des Konsums mit 63 Prozent Nein abgelehnt. Doch das Nein hat schon Risse bekommen: Cannabis darf kontrolliert abgegeben werden, etwa für Studien.
Diese Klausel machen sich diverse Projekte in Schweizer Städten zunutze. Für eine Studie der Universität Bern können Proband:innen Gras, Haschisch oder flüssige Cannabisproduktein der Apotheke kaufen. Alle Produkte wurden in der Schweiz nach Bio-Vorschriften produziert.
- Lesen Sie hier im Artikel meiner Kollegin Serena Tinari, wie die Pilotprojekte um die Cannabisabgabe funktionieren und was damit erreicht werden soll.
- Beim Umgang mit Heroin ist die Schweiz durch eine progressive Drogenpolitik aufgefallen – Artikel von SWI swissinfo.ch.
- Eine Berner Stadträtin fordert die Legalisierung von Kokain und ist damit nicht allein – Artikel des Tages-AnzeigersExterner Link. (Paywall)
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