Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Kürzlich erhielt ich eine Meldung der Behörden, dass wir in Bern keine Jodtabletten mehr erhalten. Der Grund: Vom AKW Mühleberg, das derzeit abgebaut wird, gehe keine Gefahr mehr aus, hiess es. Dafür lagern die Berner Brennstäbe jetzt im Kanton Aargau.
Herzliche Grüsse aus Bern
Ab in den Aargau damit! In Würenlingen lagern jetzt die strahlenden Überreste des Berner AKW Mühleberg.
Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht ganz! Der Kanton Aargau, der drei der vier verbleibenden AKW auf seinem Gebiet hat, muss nun auch noch jene radioaktiven Brennstäbe sowie verstrahlten Maschinen und Werkzeuge aufnehmen, die im Kanton Bern derzeit abgebaut und «entsorgt» werden.
Nach 47 Jahren Betrieb war 2019 Schluss in Mühleberg. Seither läuft der Rückbau, der die Betreibergesellschaft rund drei Milliarden Franken kosten soll. Unter dem in den Aargau transportierten Material sind auch die Brennstäbe. Unglaublich: Ihre Behälter müssen 30 bis 40 Jahre lang abgekühlt werden, bis sie schliesslich in ein Endlager gebracht werden können.
Um die Frage, wo genau ein solches Endlager gebaut werden soll, wurde jahrelang gestritten und gezerrt. Schliesslich fiel die Wahl letztes Jahr auf das Gebiet Nördlich Lägern im Kanton Zürich. Mit der Fertigstellung sei aber nicht vor 2060 zu rechnen, schreibt SRF News.
- «Zwischenlager: Nun hat der Aargau ein ‚viertes‘ AKW»Externer Link – Bericht von SRF News.
- «Bern darf die Jodtabletten absetzen»Externer Link – Bericht in Der Bund von heute.
- Auf dieser interaktiven Karte können Sie sehen, welche Regionen in der Schweiz immer noch Jodtabletten erhaltenExterner Link.
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Kann die Schweiz die Hamas verbieten?
Die Schweiz steht vor einem bedeutenden Entscheid: Soll die Hamas als terroristische Organisation verboten werden? Der Bundesrat hat sich dafür ausgesprochen, aber die Konsequenzen wären vielschichtig. Ein solches Verbot könnte Auswirkungen auf humanitäre Hilfe, die Rolle der Schweiz als Friedensvermittlerin und den Schweizer Finanzsektor haben.
Derzeit sind laut schweizerischem Gesetz nur Gruppen wie al-Kaida und der IS als terroristische Organisationen eingestuft. Obwohl die Hamas von den USA, dem Vereinigten Königreich, Kanada und der Europäischen Union als solche eingestuft wurde, sind bisherige Versuche im Schweizer Parlament gescheitert.
Fachleute befürchten, dass die diplomatische Bedeutung der Schweiz beeinträchtigt werden könnte, sollte die Hamas auf die schwarze Liste gesetzt werden. Die Schweiz hat sich durch ihre Neutralität als vertrauenswürdige Partnerin in der Region etabliert und vertritt derzeit diplomatische Interessen verschiedener Länder.
- Mein Kollege Anand Chandrasekhar sprach mit einem Experten über die heikle Frage.
- Auch heute führte die Fluggesellschaft Swiss einen Rückholflug von Tel Aviv durchExterner Link, insgesamt der vierte – Bericht von 20Minuten.ch.
- Mein Kollege Benjamin von Wyl sprach nach dem Terrorangriff mit einer Auslandschweizerin, die in Israel lebt, wie sie mit der Bedrohung umgeht.
Was meinen Sie? Sollte die neutrale Schweiz bei Konflikten mehr unternehmen?
Nach dem tödlichen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober erklärte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Israel befinde sich «im Krieg» mit der militanten Palästinensergruppe. Die Gesamtzahl der Todesopfer auf israelischer und palästinensischer Seite wird auf fast 3000 geschätzt und steigt weiter an.
Die jüngste Eskalation des Nahostkonflikts verstärkt den Eindruck einer Welt, in der sich blutige Konflikte und Krisen häufen. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert nun schon über eineinhalb Jahre. Im September unternahm Aserbaidschan eine Militäroffensive, um die umstrittenen Region Bergkarabach zu erobern. Afrika wurde in jüngster Zeit von mehreren Staatsstreichen geprägt.
Wie sollte sich die Schweizer Diplomatie in einer Welt voller Krisen Ihrer Meinung nach verhalten? Sollte man eine strikte Auffassung von Neutralität vertreten oder sollte man sich manchmal für eine Seite entscheiden? Tut die Schweiz genug oder sollte sie mehr unternehmen?
- Auf unserer Informationsplattform «dialog»Externer Link finden Sie eine thematische Auswahl von Beiträgen zu den aktuellen bewaffneten Konflikten und zur Rolle der Schweiz.
- Teilen Sie Ihre Meinung mit Menschen aus der ganzen Schweiz auf der dazugehörigen DebattenplattformExterner Link.
- Lesen Sie hier eine Einordnung der Republik: «Dieser Krieg wird die Annäherung Israels an die arabischen Staaten begünstigen»Externer Link (Paywall).
Zwei Schweizer beglücken die deutsche Hauptstadt mit Biberli, Chips und Schoggi.
Können Sie «Chuchichäschtli» korrekt aussprechen? Berlinerinnen und Berliner scheitern oft daran, wenn sie den gleichnamigen Schweizer Spezialitätenladen aufsuchen. Lieber sagen sie: «der Schweizer in Berlin».
In selbigem bieten die beiden Auslandschweizer Christian und Matthias Kaiser Schweizer Produkte feil. Sei es eine beliebte Chips-Marke, eine feine Schoggicreme, die berühmteste Schweizer Gewürzmischung oder Weine aus allen möglichen Regionen des Landes: Über 1000 Produkte haben die beiden im Sortiment, wie 20 Minuten berichtet.
Dass die Produkte in Berlin teurer sind als in der Schweiz, scheint logisch. Die beiden begründen dies mit der in Deutschland höheren Mehrwertsteuer und sagen aber: «Ohne Mehrwertsteuer ist bei uns vieles günstiger.»
- Das Interview mit Christian KaiserExterner Link bei 20Minuten.ch.
- Gutes Brot in Grossbritannien? SRF-England-Korrespondent Patrik Wülser porträtierte diesen Sommer eine Schweizer Bäckerei in London.
- Unser Politikanalyst Claude Longchamp hat kürzlich zusammengetragen, was die Wissenschaft über die Fünfte Schweiz weiss.
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