Zwei 19-Jährige erleiden an Silvester in Zürich Stichverletzungen
Zwei 19-jährige Afghanen sind in der Silvesternacht in Zürich niedergestochen worden. Einer musste notoperiert werden. Die Kantonspolizei übernahm in diesem Fall die Ermittlungen und fahndet nach möglichen Tätern.
(Keystone-SDA) Beide Männer wurden in der Innenstadt aufgefunden, wie die Stadtpolizei Zürich am Donnerstagmittag mitteilte. Kurz vor Beginn des Feuerwerks nahmen Polizisten am Seebecken zudem einen 19-jährigen Schweizer fest, der verbotenes und gefährliches Feuerwerk mit sich trug.
Trotz des Verbots hätten diverse Personen am Silvesterzauber privates Feuerwerk in der Menschenmenge gezündet. Die Stadtpolizei stellte Feuerwerk sicher und sprach mehrere Wegweisungen aus.
Auch neben dem Einsatz rund um das Silvesterfeuerwerk hatte die Stadtpolizei einiges zu tun. Um 2.30 Uhr rückten Polizisten wegen eines Streits zur Piazza Cella an der Langstrasse aus. Dabei griff ein unbeteiligter 30-jähriger Schweizer die Polizisten an. Diese nahmen ihn fest.
Einbruch und betrunkene Jugendliche
Um Mitternacht wurde der Polizei ein Einbruch an der Walchestrasse gemeldet. Die Polizisten nahmen einen 28-jährigen Algerier und einen 16-jährigen Marokkaner fest.
Im Verlauf der Nacht kam es zu diversen Einsätzen wegen Streitereien, Sachbeschädigungen sowie Bränden von Abfalleimern, Containern oder anderem Kleinmaterial.
Fünf Personen mussten in die Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle eingeliefert werden. Zwei Jugendliche im Alter von 16 respektive 17 Jahren fuhr die Sanität aufgrund ihres stark alkoholisierten Zustands direkt in ein Spital.
Kantonspolizei rückte 170 mal aus
Die Kantonspolizei Zürich rückte in der Silvesternacht rund 170 mal aus. 130 Meldungen betrafen unsachgemässses Abbrennen von Feuerwerk. In mehr als 30 Fällen zündeten Personen Feuerwerk in Gemeinden mit Feuerwerksverbot.
Mehr als drei dutzend Brände forderten Feuerwehr und Polizei. In Winterthur nahm die Polizei Ermittlungen wegen Brandstiftung auf. Unbekannte zündeten Briefkästen bei einem Wohnhaus an. Dabei entstand ein hoher Sachschaden an Fassade und Balkonen. Weiter wurden sechs Briefkästen gesprengt. Auch Bäume, Hecken, Abfalleimer und Container standen in der Silvesternacht in Flammen.
Am Hauptbahnhof seien mehrere Personen weggewiesen worden, schrieb die Kantonspolizei weiter. Sechs Personen sind unter anderem wegen des Verdachts auf Vermögensdelikte, Verstössen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz oder weil sie zur Fahndung ausgeschrieben waren, festgenommen worden.