«Verkehr ’45»: Einigen ist zu viel Bahn drin, anderen zu viel Auto
Das milliardenschwere Grossprojekt "Verkehr '45" stösst in der Vernehmlassung auf breiten Widerstand. Der Linken geht der Autobahnausbau zu weit, Mitte-rechts hingegen nicht weit genug. Auch die Priorisierung und Finanzierung der Bahnprojekte ist umstritten.
(Keystone-SDA) Mit dem Projekt «Verkehr ’45» legte der Bundesrat die Infrastrukturplanung bis 2045 vor. Von den vorgesehenen 56,5 Milliarden Franken sollen 36 Milliarden in die Bahn, 13 Milliarden in die Strassen und 7,5 Milliarden in den Agglomerationsverkehr fliessen.
SP und Grüne kritisieren, dass der Bundesrat drei 2024 an der Urne abgelehnte Autobahn-Ausbauprojekte realisieren will. Sie fordern zudem eine stärkere Fokussierung auf den öffentlichen und den Langsamverkehr in Städten.
Die Bürgerlichen und Automobilverbände kritisieren im Gegenzug den geplanten Verzicht auf 31 andere Nationalstrassen-Projekte. SVP und FDP verlangen eine raschere Entlastung der Hauptachsen zur Stauvermeidung. Die Kantone und auch öffentliche Verkehrsbetriebe fordern vom Bund mehr Planungssicherheit und höhere Beiträge.