Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Heute wird im Tages-Anzeiger die Arbeit unseres Geldpolitik-Experten Fabio Canetg zitiert. Das wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.
Herzliche Grüsse
Morgen gibt die Schweizerische Nationalbank (SNB) bekannt, wie sie ihre Geldpolitik weiter gestalten will und wie sie die wirtschaftliche Lage einschätzt. Es stehen zurzeit viele Forderungen an die SNB im Raum.
Um den Franken zu schwächen, hat die Schweizerische Nationalbank in den letzten Jahren Milliarden von Euro und Dollars gekauft. Jetzt schwimmt sie in diesem Geld, und manche Parlamentarierinnen und Parlamentarier wollen, dass die Notenbank einen grösseren Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leistet. Zur Debatte steht vor allem, wie die SNB ihre gigantisch gewachsenen Devisenanlagen verbucht und anlegt. Das Management der riesigen Währungsreserven sorgt ebenfalls für Diskussionen.
Laut unserem Geldpolitik-Experten Fabio Canetg gefährdet die Reservebildung der SNB die Gewinnausschüttung an Bund und Kantone. Er hat berechnet, wie sich die Ausschüttungen vergrössert hätten, hätte die SNB seit der Finanzkrise 2009 die Zuweisung an die Währungsreserven aus dem erzielten Jahresgewinn nicht massiv erhöht.
Der SNB könnten diese Diskussionen egal sein, denn gemäss Verfassung und Gesetz ist sie unabhängig von jedem politischen Einfluss. Dennoch ist der SNB-Chef laut Tages-Anzeiger besorgt, weil mit den massiven Stützungsmassnahmen der Zentralbanken die Grenze zwischen Geldpolitik und Staatsbudget zerfliessen.
- Der Artikel des Tages-AnzeigersExterner Link (Paywall).
- Die BerechnungenExterner Link von Fabio Canetg.
- Geldcast – der Podcast unseres Geldpolitik-Experten Fabio Canetg.
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Weil die Schweiz Italien während der Corona-Krise geholfen hat, will sich Italiens Aussenminister Luigi Di Maio der Schweiz erkenntlich zeigen. So berichtet es die NZZ.
Während der Corona-Krise hat die Schweiz dringend benötigte Hygieneartikel nach Italien geliefert. Italienische Grenzgänger durften auch während der Krise im schweizerischen Tessin arbeiten. Dies ist offenbar für Italien Grund genug, der Schweiz dankbar zu sein.
An einem Treffen mit Bundesrat Ignazio Cassis im Südtessiner Dorf Ligornetto sagte Di Maio, dass er die Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU punkto Rahmenabkommen beschleunigen möchte. Dasselbe gelte für die Unterzeichnung des neuen Grenzgängerabkommens, auf das vor allem die Schweiz drängt.
Das geplante Grenzgängerabkommen sieht vor, dass Italien neu seine in der Schweiz tätigen Grenzgänger direkt besteuert. Dadurch würden die Grenzgänger finanziell stärker belastet, was das Arbeiten in der Schweiz unattraktiver machen würde. Fast 68’000 Arbeitnehmende pendeln aus Italien in den Kanton Tessin.
- Der Artikel der NZZExterner Link (Paywall).
- Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien waren während der Corona-Krise nicht ungetrübt, wie mein Kollege Peter Siegenthaler beschrieb.
- Italiener in der Schweiz: Das sei eine Liebesgeschichte mit schlechtem Anfang, schrieb mein damaliger Chef Federico Bragagnini.
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Laut einer Prognose der Credit Suisse dürfte die Corona-Krise die Zuwanderung in die Schweiz bremsen. Nau.ch ging der Frage nach, ob die SVP ihre Begrenzungsinitiative noch für nötig hält.
Die Zuwanderung in die Schweiz werde sich als Folge der geschlossenen Grenzen und weniger Neueinstellungen verlangsamen, schreiben die Ökonomen der Credit Suisse im jüngsten Monitor. Sie prognostizieren für das Jahr 2020 eine Nettozuwanderung von 35’000 bis 40’000 Personen. Zum Vergleich: 2019 lag die Nettozuwanderung bei 53’000 Personen.
«Nimmt die Corona-Krise also den Initianten der Begrenzungsinitiative den Wind aus den Segeln?», fragt sich das Nachrichtenportal Nau. Nein: Die Begrenzungsinitiative sei dringender denn je, zitiert das Portal den Kampagnenleiter und Schwyzer SVP-Nationalrat Marcel Dettling.
Durch die Krise sei die Angst um den Arbeitsplatzverlust massiv gestiegen, so Dettling. «Da darf es nicht sein, dass wir die Zuwanderungsschleusen öffnen.» Zudem würden während der jetzigen Krise kaum Zuwanderer die Schweiz verlassen, was sich ebenfalls auf die Nettoauswanderung auswirkt.
- Der Artikel von nau.chExterner Link.
- Der Monitor der Credit SuisseExterner Link.
- Einwanderung in Grafiken: Ein Artikel aus unserem Archiv.
Das Auslandschweizer-Ehepaar Lillian (73) und Peter Moll (77) ging nach Brasilien, um die Farm von Lillians Vater zu übernehmen. Sie stellten radikal um – von Milchwirtschaft auf Biogemüse. Es war eine kluge Entscheidung.
Die Fazenda existiert seit bald 90 Jahren. Lillians Vater führte bis 1993 einen Milch-Bauernbetrieb. Nach dem Tod des Vaters übernahmen Lillian und Peter Moll die Farm und stellten auf Biobetrieb um.
«Unsere Produktion besteht zu einem Teil aus einem breiten Sortiment an Gemüse, wobei wir auch für Brasilien weniger bekannte Arten anbauen, wie Knollensellerie und Krautstiel», sagt Lillian Moll.
Sechs Mitarbeitende arbeiten als Angestellte im Betrieb. Zwei der erwachsenen Kinder der Molls leben ebenfalls in Brasilien. Wegen der Pandemie wohnen im Moment alle zusammen auf der Farm.
- Den ganzen Artikel finden Sie auf swissinfo.ch.
Gestern haben meine Kolleginnen und Kollegen ein Experiment mit Ihnen gewagt: Sie haben ein virtuelles Gespräch zum Thema «Rückkehr in die Schweiz?» organisiert.
Rund 20 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben sich ins Gespräch eingeloggt. Mit dabei waren auch zwei Expertinnen von der Auslandschweizer-Organisation ASO und Soliswiss.
Das Feedback, das SWI swissinfo.ch bisher erhalten hat, ist sehr positiv und viele von Ihnen haben geschrieben, dass ein solcher Austausch sehr geschätzt wird. Waren Sie dabei? Wie hat es Ihnen gefallen?
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Jetzt sammeln wir bereits neue Themen für ein nächstes Gespräch. Was würde Sie interessieren? Schreiben Sie uns hier:
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- Meine Kollegin Melanie Eichenberger beschreibt das gestrige Experiment in einem kurzen Artikel.
- Sehnsucht nach der Sicherheit der Schweiz haben einige in der Auslandschweizer-Community.
- Das müssen Sie beachten, wenn Sie in die Schweiz zurückkehren wollen.
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