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Sparschwein

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizer:innen rund um die Welt

Das Leben in der Schweiz wird teurer und teurer. Die Energiepreise explodieren. Die Inflation steigt. Und ab nächstem Jahr fressen die Krankenkassenprämien noch die letzten Reserven im Familienbudget weg. Heute Abend heisst es bei mir Zuhause also: Prämien vergleichen!

Freundliche Grüsse

Alain Berset an einer Medienkonferenz
Keystone / Peter Schneider

Kosten-Hammer, Prämienschock, happiger Aufschlag: Krankenkassenprämien 2023 steigen markant.

Es ist keine Überraschung: Die Erhöhung der Prämien wurde erwartet. Expert:innen rechneten mit einem Anstieg um die 10%. Heute hat Gesundheitsminister Alain Berset an einer Medienkonferenz einen Aufschlag von 6,6% verkündet. So stark war er seit zwölf Jahren nicht mehr. Die Prämien steigen in allen Kantonen. Am stärksten mit 9,5 Prozent im Kanton Neuenburg, am wenigsten in Basel-Stadt mit 3,9 Prozent.

Hauptgrund dafür seien die Kosten der Corona-Pandemie. Einerseits verursachte sie direkte Kosten – etwa für Hospitalisierungen oder Impfungen. Andererseits auch indirekte Kosten, weil medizinische Eingriffe verschoben wurden, die seither nachgeholt werden. Zudem gab es auch einen Kostenanstieg bei den Medikamenten.

An der Medienkonferenz sagte Berset, der Anstieg der Prämien sei «schwierig» und «unangenehm». «Die Krankenkassenprämien gehören zu den Hauptsorgen der Schweizerinnen und Schweizer. Und mit der gegenwärtigen Teuerung sind die höheren Prämien für viele nur noch schwer zu tragen, insbesondere für Familien und Menschen mit tiefen Einkommen. Der Beitrag des Bundes für die Prämienverbilligungen steigt deshalb um 170 Millionen auf über drei Milliarden Franken. Und soll das Budget zumindest ein Stück weit entlasten.

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Schweizer Franken
© Keystone / Georgios Kefalas

Der starke Franken wird nicht mehr als Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft gesehen.

Vor über 11 Jahren kündigte die Nationalbank an, dass es keinen Eurokurs unter 1,20 Franken pro Euro geben wird. Damals hiess es: Würde der Euro weniger als 1,20 Franken kosten, wäre er zu stark und damit eine Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft. Seit 2015 wurde dieser Mindestkurs aufgehoben, und der Eurokurs liegt seither unter 1,20. Aktuell kostet ein Euro nur 95 Rappen.

Trotzdem hat man keine Angst mehr, dass der starke Franken der Schweizer Wirtschaft schaden könnte. Weshalb das so ist, erklärt unser Finanzexperte Fabio Canetg in seinem Artikel. Wie stark der Franken sei, hänge nicht nur vom Euro-Franken-Kurs ab, sondern auch von anderen Wechselkursen, etwa dem Dollar-Franken-Kurs. Fachleute berechnen dafür den so genannten «handelsgewichteten» Frankenkurs. Das ist der Preis für einen ganz speziellen Warenkorb, in dem Euro, US-Dollar und viele andere Währungen liegen.

Dieser Kurs hat sich seit 2011 um rund 18% erhöht. Neben dem Wechselkurs bestimmen zudem auch die ausländischen Preise, wie einfach Schweizer Firmen ihre Produkte im Ausland verkaufen können. Da die Teuerung im Vergleich zur Schweiz in der Eurozone und in den USA um ein Mehrfaches gestiegen ist, war es für Schweizer Firmen im Laufe der Zeit einfacher, ihre Produkte ins Ausland zu exportieren.

Wahlveranstaltung der Fratelli d Italia
Keystone / Alessandro Garofalo

Schweizer Medien besorgt über Wahlsieg Melonis in Italien.

Die Wahlen in Italien haben auch in den Schweizer Medien grosses Echo gefunden. Für die Medien der Tamedia-Gruppe befindet sich Italien in einer «historischen Zäsur»: Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs habe das Parlament noch nie so weit rechts gestanden wie das künftige.

Laut der NZZ konnten Giorgia Meloni und ihre Partei vor allem die grosse Unbeständigkeit im Verhalten der Wählerschaft ausnutzen, die sich im letzten Jahrzehnt gezeigt hat: Italiener und Italienerinnen wählten sie «nicht wegen ihrer faschistischen Wurzeln, sondern, um gegen diejenigen zu protestieren, die bisher regiert haben«.

Die NZZ ist überzeugt, die grossen Versprechungen aus dem Wahlkampf werde Meloni kaum einlösen können. Jetzt werde sie in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld regieren und unpopuläre Entscheidungen treffen müssen. Wegen des Krieges in der Ukraine steht Italien bereits die nächste Rezession bevor. Die Entzauberung bedrohe auch Meloni, so die Zeitung.

Ältere Person mit Telefon
Keystone / Martin Ruetschi

Mit einer Telefonkette gegen die Einsamkeit.

Das Kettentelefon, das kam zu meiner Schulzeit noch zum Einsatz, wenn mal die Lehrperson krank war oder es eine wichtige und kurzfristige Änderung beim Schulbetrieb gab. Heute wird das wohl mit einer Nachricht im Whatsapp-Chat erledigt.

Doch ganz ausgestorben ist das Kettentelefon scheinbar nicht. In der Ostschweiz hat die Stiftung Benevol St. Gallen das Benephone ins Leben gerufen. Ältere Leute seien mit dieser Idee auf die Stiftung zugekommen. Man habe es anschliessend getestet, und seit einem Jahr gäbe es dieses Kettentelefon offiziell.

Was für eine schöne Idee: So klingelt nämlich nun bei 23 Männern und Frauen das Telefon wieder regelmässiger. Neben der Unterhaltung gehe es bei diesen Telefonketten auch um die Sicherheit – wenn jemand das Telefon nicht abnimmt, kann ein Notfallkontakt avisiert werden. Wie und wie oft die verschiedenen Telefonketten miteinander telefonieren, diesen Entscheid überlässt die Stiftung Benevol den Senior:innen. Hauptsache, die Leute hätten Freude.

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