Heute in der Schweiz
Sehr geehrte Damen und Herren
Unsere Interview-Reihe: Wir haben mit russischen Oppositionellen über die Sanktionen, Putin und die Schweiz gesprochen.
Freundliche Grüsse aus Bern
Russische Oppositionelle über die Sanktionen, Putin und die Schweiz.
Spätestens seit der Invasion in die Ukraine ist in Russland die politische Opposition gänzlich desavouiert worden. Prominentes Beispiel ist Wladimir Kara-Mursa, ein Weggefährte von Michail Chodorkowski, der sich seit dem Frühling in Haft befindet. Andere sind schon vorher geflohen.
Wir konnten mit einigen von ihnen Interviews führen. Kara-Mursa hat uns direkt aus dem Gefängnis geschrieben, der frühere Schachweltmeister Garry Kasparow aus dem Exil. Andere leben weit verstreut, in Europa und den USA.
Wir haben mit ihnen über den Krieg, die Sanktionen und die Rolle der Schweiz gesprochen. Und da sind sie alle gleicher Meinung: Die Schweiz habe zu lange profitiert und handle noch immer zu zögerlich, etwa bei den Sanktionen im Bankensektor.
Alle Oppositionelle sind der Meinung, der Westen trage eine Mitschuld – zu lange habe man sich mit Putin und seiner Entourage gutgestellt, anstatt rechtzeitig die aufkommende Gefahr zu erkennen. Nun sei es an der Zeit, diese Fehler zu korrigieren. Denn noch immer sterben täglich Menschen in der Ukraine.
- Hier geht es zu unserem Übersichtsartikel.
- Im Kreml glaube man, die Schweiz gehorche den Befehlen der USA: Kürzlich trafen wir den einzigen russischen Diplomaten, der nach der Invasion seinen Job schmiss.
Deutliche Worte aus Berlin nach Bern.
In diesem Briefing beziehen wir uns in der Regel auf Schweizer Medien. Heute machen wir mal eine Ausnahme, denn das Thema ist ernst. Unter dem Titel «Am Ende der Geduld» fasst ein Artikel die Stimmung in Berlin gegenüber Bundesbern zusammen. Viel Spielraum für Interpretation lässt er nicht zu.
Bekannt ist: Deutschl
and ist der Schweiz freundlich gesinnt und wirbt bei Verhandlungen mit der EU stets für Verständnis für die Schweizer Positionen. Bekannt ist aber auch: Seit dem einseitigen Abbruch der Verhandlungen über das Rahmenabkommen nimmt das Wohlwollen in Berlin kontinuierlich ab.
In einer Erklärung zu den Beziehungen Schweiz-EU haben nun Fraktionen der Ampelkoalition und der Union (also die zwei momentan grössten politischen Blöcke) festgehalten, dass der bisherige bilaterale Sonderweg nicht so weitergeführt werden könne. Das sind ungewöhnlich deutliche Worte aus Berlin. Und ein Signal nach Bern – wo man sich noch immer genau das wünscht.
- Hier geht esExterner Link zum Beitrag der Süddeutschen Zeitung.
- Unseren Fokus zu den Beziehungen Schweiz-EU finden Sie hier.
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Ein Schritt näher ans E-Voting?
60’000 Angriffe von 3400 Hacker:innen aus aller Welt: Die Schweizerische Post hat ihr eigenes E-Voting-System angreifen lassen. Und vermeldet freudig, dass niemand das System knacken konnte.
Die Post plant, das System im nächsten Jahr in den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen und Thurgau für kantonale und eidgenössische Wahlen sowie Abstimmungen anzubieten. Allerdings dürfen Auslandschweizer:innen in der Pilotphase noch nicht teilnehmen.
Dere
inst soll mit dem Abstimmungs- oder Wahlmaterial per Post ein zusätzlicher Sicherheitscode mitgeschickt werden. Durch diese individuellen Sicherheitscodes soll eine validierte, aber gleichzeitig anonyme Stimmabgabe gewährleistet sein.
- Lesen Sie hierExterner Link den Beitrag von SRF News.
- Die Schweizer Parteien zeigen sich offen, das Thema voranzutreiben.
- Hier finden Sie bei uns alles rund um die Fünfte Schweiz.
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Unterhosen vergraben für die Wissenschaft.
Soll mal jemand sagen, Schweizer Wissenschafter:innen seien nicht innovativ: Im Rahmen eines Versuchs wurden 2000 Unterhosen vergraben – und zeigten so auf, wo die Böden besonders fruchtbar sind.
Im Vergleich zu privaten Gärten verrotteten die Unterhosen aus Baumwolle in landwirtschaftlich genutztem Boden um 23 Prozent langsamer. Das heisst, die privaten Böden hätten mehr Nährstoffe; und zwar aufgrund des Haushaltskomposts. Man erhofft sich dadurch Erkenntnisse über einen besseren Humusaufbau.
Interessant ist auch der Vorgang: 1000 Laienforscher:innen vergruben mit einem standardisierten Verfahren ihre Unterhosen. Diese «Citizen Scientists» hätten das Experiment erst ermöglicht, sagt der Studienleiter.
- Hier finden Sie die Meldung.
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