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Soldaten der ukrainischen Armee

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

In der ukrainischen Armee dienen auch viele Ausländer. Für Schweizer Freiwillige heisst das: Bei der Rückkehr droht Haft.

Freundliche Grüsse aus Bern

Soldaten der ukrainischen Armee
Ukrainian Defense Ministry Press Service

Ein Schweizer kämpft in der Ukraine. Dafür droht ihm zuhause Gefängnis.

In der ukrainischen Armee gibt es zahlreiche Ausländer, die gegen die russischen Invasoren kämpfen. Immer wieder gibt es auch Berichte über Schweizer, die als Freiwillige im Einsatz sind.

Das SRF hat nun einen Mann aus Schaffhausen porträtiert, der als Scharfschütze kämpft. «Meine Grundmotivation war immer dieselbe: Ich will keine kleinen Kinder mehr in Plastiksäcke verpacken», sagt er.

Bei einer Rückkehr drohen ihm dafür bis zu drei Jahre Gefängnis – Schweizer Bürger:innen dürfen nicht in fremden Armeen dienen. Derzeit führt die Militärjustiz sieben Verfahren gegen Schweizer durch. In den meisten anderen europäischen Ländern gibt es so etwas nicht, was bei dem Mann zu Unverständnis führt.

Bill Browder am WEF
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Russland ist am WEF nicht vertreten. Und doch eines der wichtigsten Themen.

Am gestern eröffneten WEF in Davos sind keine russischen Bürger:innen dabei, sie sind – wie an vielen anderen Orten – ausgeschlossen. Das ist nicht selbstverständlich, machten doch reiche Russen einen gewichtigen Teil der Klientel aus.

Wer immer noch dabei ist, ist Bill Browder. Der frühere Investor, dessen Rechtsvertreter in Russland in Haft misshandelt wurde und starb, ist ein langjähriger und unbequemer Gast in Davos. Seit Jahren kritisiert er den laschen Umgang mit russischen Oligarchen – und kritisiert, dass nun den Saudis der Hof gemacht werde.

Heuer ist er aber nur zum Teil dabei: Das WEF verlangt von ihm dieses Jahr eine Viertelmillion Franken für die Teilnahme – mehr als drei Mal so viel wie üblich. Er mache das nicht mit, ist aber dennoch nach Davos gereist, um seine Idee zu pushen, eingefrorene russische Gelder für den Wiederaufbau der Ukraine einzusetzen. Dazu macht er, wie immer, auch viel Lärm.

Credit Suisse Logo
© Keystone / Michael Buholzer

Eine Grossbank gegen einen Blog.

Es ist eine typische David-gegen-Goliath-Geschichte: Die Grossbank Credit Suisse geht gerichtlich gegen den Blog «Inside Paradeplatz» vor. Ihr passt die Berichterstattung nicht.

Der Blog ist eine Erfolgsgeschichte aus Zürich: Es gilt unter Bankangestellten und Finanzleuten als wichtige Informationsquelle – sowohl für seriöse News, wie auch für Gerüchte und Getratsche. Dem Blog sind immer wieder grosse und wichtige Geschichten gelungen.

Der Ton ist teilweise rau, das bekam die Credit Suisse – die in letzter Zeit wegen zahlreicher Skandale in die Schlagzeilen geriet – immer wieder zu spüren. Nun fährt sie juristisches Geschütz auf. Das wird in der Medienwelt genau beobachtet, denn es könnte ein Präzedenzfall werden. Aber auch auf die Grossbank zurückschlagen.

Albin Kurti
Keystone / Milan Kammermayer

Die SP bekommt Wahlhilfe – aus dem Kosovo.

In Bundesbern weiss man schon lange, dass SP-Co-Präsident Cédric Wermuth und der kosovarische Premierminister Albin Kurti befreundet sind. Es wurde auch immer getuschelt, dass man sich gegenseitig unterstützen will.

Immerhin sind die Schweiz und der Kosovo eng verbunden, nicht zuletzt durch die grosse Diaspora. Und darunter befinden sich viele Doppelbürger:innen, die im schweizerischen Wahljahr 2023 und den kosovarischen Wahlen wichtig sein könnten.

Kurti hat im Interview mit dem Blick gesagt, dass seine Partei Vetevendosje und die SP eine Absichts- und Kooperationserklärung unterzeichnen wollen. Die transnationale Hilfe erstaunt nicht, die Parteien haben ähnliche Ziele. Und offenbar sehen sie darin ein Mobilisierungspotenzial für Wähler:innen.

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