Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Weniger als zwei Wochen nach der Abstimmung über die Verschärfung des Zugangs zum Zivildienst bringt der Bundesrat das Thema mit einer grundlegenden Reform bereits wieder auf den Tisch: Die Regierung will Zivildienst und Zivilschutz zusammenlegen. Diese Umwälzung könnte den Verzicht auf den Militärdienst noch unattraktiver machen.
Die Debatte verspricht hitzig zu werden. Von links haben antimilitaristische Kreise bereits die «Salamitaktik» der Behörden angeprangert, mit welcher der Zivildienst schrittweise abgebaut werden soll.
Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre
Der Bundesrat plant eine grundlegende Reform des Milizsystems: So könnten Zivilschutz und Zivildienst in einem neuen Katastrophenschutzdienst zusammengeführt werden. Dies ist eine umfassende Reform, die dem Stimmvolk zur Abstimmung vorgelegt wird.
Konkret wären Schweizer Männer dann verpflichtet, im Sicherheitsbereich zu dienen. Die freie Wahl zwischen Militär- und Zivildienst würde entfallen. Die Stellungspflichtigen würden entweder der Armee oder dieser neuen Struktur zugeteilt.
Mit dieser Reform will der Bundesrat den Rekrutierungsschwierigkeiten begegnen, mit denen Armee und Zivilschutz aktuell konfrontiert sind. In einem angespannten Sicherheitsumfeld werden diese Schwierigkeiten als besonders problematisch eingestuft.
In einem anderen Bereich hat die Regierung einen Entscheid getroffen, der die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer direkt betrifft: Der Kanton Luzern ist ermächtigt, für einen Teil seiner Stimmberechtigten E-Voting bis November 2028 zu testen. Somit können Luzerner Ausgewanderte ab den eidgenössischen Abstimmungen im September online abstimmen.
In den Zeitungen von CH Media gewährt der Direktor des Hotels Bürgenstock einen Blick hinter die Kulissen des hochrangigen Gipfels vom vergangenen Wochenende. Das Hotel hatte weniger als 48 Stunden Zeit, um die Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten vorzubereiten – eine logistische Herausforderung der besonderen Art.
Um die Delegationen unterzubringen, wurden alle 380 Zimmer den Vertretenden der USA, des Irans, Katars und Pakistans neu zugeteilt. Sie hatten sich im Kanton Nidwalden versammelt, um einen Weg zur Beendigung des Konflikts im Nahen Osten zu finden. Das Ergebnis: 1200 Reservierungen mussten storniert werden. Mehr als 2000 Gäste wurden in einem Hotel ihrer Wahl auf Kosten des Komplexes untergebracht.
In dieser sehr kurzen Zeitspanne mussten zudem sämtliche Strukturen aufgebaut werden: Sicherheit, Verhandlungsräume, Pressezentrum und Verpflegung. Zum Vergleich: Der Ukraine-Gipfel, der vor zwei Jahren am selben Ort stattfand, hatte mehrere Monate Vorbereitungszeit. Der erschöpfte Chris Franzen zog es sogar vor, sein Interview im Stehen zu geben, aus Angst, beim Hinsetzen einzuschlafen.
Die laufenden Friedensverhandlungen zwischen Washington und Teheran werden jedoch keinen Einfluss auf den andauernden Cyberkrieg haben, wie die von iranischen Geheimdiensten gesteuerte Hackergruppe «Homeland Justice» RTS mitteilte. Diese Gruppe hat bereits in mehreren Ländern, besonders in Albanien, erheblichen Schaden angerichtet und droht nun, die Schweiz ins Visier zu nehmen.
Personen mit geringem Einkommen sind häufiger von chronischen Krankheiten betroffen als jene, die in wohlhabenden Haushalten leben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Basel, die für die grösste Krankenkasse des Landes, Helsana, durchgeführt wurde.
Die Studie zeigt, dass das Einkommensniveau die Wahrscheinlichkeit vorhersagen lässt, bestimmte Krankheiten zu entwickeln. So leiden Personen mit geringem Einkommen unter anderem dreimal häufiger an Depressionen als Besserverdienende. «Personen mit geringem Einkommen üben wahrscheinlich häufiger gesundheitsschädliche Berufe aus oder leiden unter finanziellem Stress», sagt Kurt Schmidheiny, der zum Forschungsteam gehört.
Ähnlich ausgeprägt sind die Unterschiede bei chronischen Schmerzen, die bei Personen mit niedrigem Einkommen ebenfalls dreimal häufiger auftreten. Ihnen werden auch häufiger starke Opioide verschrieben. Laut Schmidheiny würden Ärztinnen und Ärzte bei Personen mit höherem Bildungsniveau grössere Vorsicht walten lassen.
Eine weitere Erkenntnis ist, dass Personen mit geringem Einkommen, obwohl sie häufiger eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren, seltener Vorsorgeuntersuchungen wie etwa Koloskopien in Anspruch nehmen. Dies gilt auch in Kantonen, in denen diese Untersuchungen kostenlos sind.
Beflügelt vom Sieg gegen Bosnien kreuzt die Schweizer Nati am Mittwochabend in Vancouver die Klingen mit Kanada. Es ist ein entscheidendes Duell, aber auch eine seltene Gelegenheit, sich vor Ort in Szene zu setzen.
Die Nati muss sich durchsetzen, um die Tabellenführung in Gruppe B zu sichern. Ein Sieg würde ihr zudem eine Woche Pause vor dem am 2. Juli angesetzten Sechzehntelfinale verschaffen, das ebenfalls in Vancouver ausgetragen wird. Das dürfte die zahlreiche Schweizer Gemeinschaft in Kanada freuen, die hofft, ihre Mannschaft noch länger an der Westküste spielen zu sehen. Bei einer Niederlage würde der Spielplan enger werden: Das nächste Spiel stünde bereits am Sonntag in Los Angeles an.
Für den Schweizer Generalkonsul in Vancouver, Thomas Schneider, ist eines klar: Den Gastgeber auf dessen Boden zu fordern, gleiche einem «Jackpot». Das ermögliche der Schweiz, vor Ort grosse Sichtbarkeit zu erlangen. Seit der Auslosung sei das Duell zwischen den beiden Ländern immer wieder Gesprächsthema – sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.
Die letzten Monate waren für Schneider und sein Team alles andere als ruhig. Das Generalkonsulat bereitet sich seit letztem Herbst auf das Turnier vor. Es gab Briefings mit den Organisatoren, Gespräche mit der Polizei und den Behörden sowie Planungen für den Fall, dass Schweizer Fans Hilfe benötigen.
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