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Glarner Regierung beantragt Regulierung eines Wolfsrudels

Keystone-SDA

Die Glarner Wildhut hat beim Kärpfrudel Nachwuchs nachgewiesen. Bei mehreren Beobachtungen wurden maximal zwei Welpen gesichtet. Der Kanton reichte deshalb am 14. September beim Bundesamt für Umwelt ein Gesuch zur proaktiven Regulierung der Wölfe ein.

(Keystone-SDA) Der Nachweis der Reproduktion des Kärpfrudels gelang der Wildhut gemäss einer Mitteilung des Kantons vom Mittwoch bereits im August. Bei den darauffolgenden Beobachtungen seien höchstens zwei Jungtiere festgestellt worden. Damit bleibt die Zahl der nachgewiesenen Welpen wie im Vorjahr gering: Damals wurden drei Welpen beobachtet, von denen einer im Rahmen der proaktiven Regulierung erlegt wurde.

Die Ursache für den geringen Nachwuchs ist gemäss Kantonsmitteilung das Alter der Wölfin. Sie wurde 2017 geboren und dürfte ein Alter erreicht haben, in dem ihre Fortpflanzungsleistung deutlich abnimmt.

Mit dem Gesuch vom 14. September beantragt der Kanton, zwei Drittel der nachgewiesenen Welpen erlegen zu dürfen. Die Massnahme soll gemäss Kanton künftige Schäden an Nutztieren verhindern und die Scheu der Wölfe vor Menschen aufrechterhalten.

Weiteres Wolfspaar im Kanton unterwegs

Neben dem Kärpfrudel hält sich ein weiteres Wolfspaar im Kanton auf. Es wurde erstmals im Frühjahr 2024 auf dem Urnerboden nachgewiesen und verlagerte sein Streifgebiet anschliessend in den Kanton Glarus. Seither wurde es insbesondere im eidgenössischen Jagdbanngebiet Kärpf beobachtet.

Sein Streifgebiet überschneidet sich laut Mitteilung teilweise mit jenem des Kärpfrudels, das sich vorwiegend auf der rechten Seite des Sernftals aufhält. Nachwuchs konnte beim zweiten Paar bisher nicht nachgewiesen werden. Zudem dürften sich zeitweise Einzelwölfe im Kanton aufhalten, darunter möglicherweise Tiere aus früheren Würfen des Kärpfrudels.

Im laufenden Jahr wurde im Kanton Glarus bislang eine Ziege von einem Wolf gerissen. Das Tier war laut Mitteilung ungenügend geschützt. Weitere Nutztierrisse wurden bisher nicht festgestellt. «Das zeigt, dass die arbeitsaufwändigen Herdenschutzmassnahmen Wirkung zeigen», schreibt der Kanton.

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