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Fassade der Schweizer Nationalbank

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizer:innen im Ausland

Sie werden Jahr für Jahr mehr. Die Horden, die heute Abend um die Häuser ziehen: Halloween hat die Schweiz definitiv erfasst. Hierzulande kauft man sich besser einen Süssigkeitenvorrat – nicht so sehr aus Angst vor Streichen: Niemand will in traurige Kindergesichter blicken.

Obwohl der Halloween-Brauch nicht gut für die Zähne ist, freue ich mich angesichts der eher negativen Nachrichten zum Wochenbeginn auf die klingelnden Kinder.

Herzliche Grüsse

Fassade der Schweizer Nationalbank
Keystone / Anthony Anex

Bis Juni lag der Verlust noch bei 95,2 Milliarden Franken. Bereits da prägte die Schlagzeile «Rekordverlust» Medienberichte.

Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass Bund und Kantone dieses Jahr auf die Zahlungen der Nationalbank verzichten müssen. 2021 schüttete die SNB noch sechs Milliarden Franken an die öffentliche Hand aus. Wie die «NZZ» bereits vor Bekanntgabe der genauen Zahlen berichtete, ist es durchaus möglich, dass das Eigenkapital der Schweizer Nationalbank komplett wegschmilzt.

Die Gründe für diese Entwicklung liegen in den eingebrochenen Aktienmärkten, dem starken Franken und auch in den – im Zuge der Inflation erhöhten – Leitzinsen. Gegenüber den «Tamedia»-Zeitungen kritisiert Yvan Lengwiler von der Universität Basel, die «stark von Insidern geprägte» Führungsebene der SNB.

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Gastgeber/Gastgeberin Jessica Davis Plüss

Welche Erfahrungen machen Sie mit den steigenden Gesundheitskosten?

Was sollte Ihrer Meinung nach getan werden, um Medikamente besser zugänglich zu machen? Wie hat sich das auf Sie ausgewirkt?

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Ulrich Körner an einem Podium
© Keystone / Michael Buholzer

Die Saudi National Bank wird grösste Aktionärin Crédit Suisse.

Seit Donnerstag ist bekannt, dass die grösste arabische Bank künftig 9,9% der Aktien der Schweizer Grossbank hält.

In der «NZZ am Sonntag» erklärte gestern Ulrich Körner, der Konzernleiter der Crédit Suisse, dass dies keinen Einfluss auf die klaren Richtlinien zu Unternehmensführung und ethischen Grundsätzen hat. Im selben Interview führte Körner aus, wie die Crédit Suisse mit dem neuen Fokus auf Wealth Management von wohlhabenden Kund:innen wieder in die Gewinnzone kommen soll.

Auch der Abbau von weltweit 9000 Stellen bis 2025 gehört zur Strategie. Dieser geht anscheinend zügig voran: Körner sagte gestern, dass die Crédit Suisse noch dieses Jahr 2700 Stellen abbauen wolle – etwa 540 davon in der Schweiz.

  • Lesen Sie den Beitrag meines swissinfo.ch-Kollegen Matthew Allen (auf Englisch).
  • Der «SonntagsblickExterner Link» hat untersucht, welche Schweizer Unternehmen wie stark von ausländischen Geldgebern abhängig sind.
  • Das Interview mit Ulrich Körner aus der «NZZ am Sonntag» auf nzz.chExterner Link (Paywall)
Zwei Lokführer:innen in einem Zugcockpit
© Keystone / Christian Merz

Ob Schiffe oder Züge: Die Verkehrsunternehmen investieren in den Nachwuchs.

In der Rheinschiffahrt ist der Personalmangel erst eine Prognose, bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB ist er Realität. Vergangenes Jahr musste die SBB wegen fehlenden Lokführer:innen sogar Züge ausfallen lassen.

Nun soll dieses Personaltief überwunden sein, wie die SBB gegenüber dem Westschweizer Fernsehen «RTS» versichert: Statt wie früher 120 Lokführer:innen habe man in den letzten vier Jahren um die 200 ausgebildet – und dieses Jahr sind es gar 270. Die Situation werde damit stabiler, sagt ein SBB-Sprecher.

Die Gewerkschaft SEV anerkannt die Verbesserungen. Doch noch immer sei die Lage so angespannt, dass sich Überstunden nicht kompensieren lassen. Derweil setzt die Rheinschiffahrt auf Ausbildung und Nachwuchsförderung, um den langfristig drohenden Personalmangel bereits frühzeitig abzuwenden.

  • Den Beitrag über die Personalsituation und die neuen Quereinsteiger:innen in den Lokführerberuf schauen Sie bei «RTSExterner Link» (auf Französisch)
  • Radio «SRFExterner Link» berichtet über die Ausbildung und Nachwuchsförderung in der Rheinschiffahrt.
Gondosolar project (computer-generated image)
Ein computergeneriertes Bild des geplanten Gondosolar-Projekts nahe der schweizerisch-italienischen Grenze. Gondosolar

Eine Beschwerde gegen das Solarpark-Gesetz ist beim Bundesgericht eingereicht.

Die Konfliktlinie zwischen Landschaftsschutz und dem Ausbau erneuerbarer Energie wird die Schweiz wohl lange beschäftigen. Bereits kommt das Gesetz zur Solar- und Wasserkraftoffensive auf die Agenda des Bundesgerichts: Dort reichte «Freie Landschaft Schweiz», ein Verband von Windkraftkritiker:innen, eine Beschwerde gegen das Gesetz ein, das das Schweizer Parlament in der Herbstsession verabschiedet hat.

Das neue Gesetz, so argumentieren die Beschwerdeführer:innen von «Freie Landschaft Schweiz» in den «Tamedia»-Zeitungen, verletze die Bundesverfassung mehrfach. Es ignoriere etwa, dass gemäss Verfassung Landschaftsschutzobjekten von nationaler Bedeutung mindestens die «grösstmögliche Schonung» garantiert werden müsse. Darum hätte das Gesetz, das die Solarparks ermöglichen soll, gemäss den Beschwerdeführer:innen dem obligatorischen Referendum unterstellt werden müssen.

Im Artikel der «Tamedia»-Zeitungen stützt Alain Griffel, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Zürich, die kritische Sicht. Er fürchtet einen Präzedenzfall. Doch Griffel zerstreut auch die Erwartungen, dass sich das Bundesgericht gegen einen Parlamentsbeschluss stellt. Einerseits fehlt ein entsprechender gesetzlicher Auftrag; andererseits wählt das Parlament die Bundesrichter:innen.

  • Den Hintergrund-Artikel der «Tamedia»-Zeitungen finden Sie hierExterner Link (Paywall).
  • Der Swissinfo.ch-Beitrag meines Kollegen Simon Bradley

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