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Christoph Blocher und Ignazio Cassis schütteln Hände

Heute in der Schweiz

Sehr geehrte Damen und Herren

"Switzerland first" heisst es heute bei uns. Und zwar nicht wegen des Resultates des ersten Spiels der Nati an der WM (ein 1:0 gegen Kamerun). Sondern aufgrund der Tendenz, in der Aussenpolitik die eigenen Interessen stärker ins Zentrum zu rücken.

Freundliche Grüsse aus Bern

Christoph Blocher und Ignazio Cassis schütteln Hände
© Keystone / Michael Buholzer

«Switzerland first» – oder wie die Schweiz ihre Aussenpolitik ausrichtet.

Die Schweizer Aussenpolitik hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Meine Kollegin Sibilla Bondolfi hat sechs Gründe zusammengetragen, warum die Eigeninteressen stärker sichtbar sind.

«Aussenpolitik ist Innenpolitik», sagt Aussenminister Ignazio Cassis gerne. Das ist eine alte Losung, aber im Zuge der Globalisierung hat sich das Verhältnis von Innen- und Aussenpolitik tatsächlich radikal verändert. Selbst für ein Land wie die Schweiz, die am liebsten gerne im Windschatten der grossen Veränderungen mitfliegt.

Sibilla schreibt: «Die Schweiz stellt ihre eigenen Interessen – seien es monetäre oder andere – spürbarer in den Fokus der Aussenpolitik.» Wie sie das macht und warum, ist gar nicht so einfach zu verstehen. Aber diese sechs Punkte geben Ihnen ein paar gute Anhaltspunkte.

  • Hier finden Sie den Artikel von Sibilla Bondolfi.
  • Viel davon hat auch mit Aussenminister Ignazio Cassis zu tun. Lesen Sie das Porträt meines Kollegen Balz Rigendinger.
Mann mit EU- und Schweizer Flagge
Keystone

Die Schweiz und die EU: Ein Ende der bilateralen Eiszeit?

Nimmt der Bundesrat endlich ein Verhandlungsmandat in Angriff? Das fragten sich viele in Bern (und Brüssel), als es gestern zur sogenannten europapolitischen Aussprache kam. Die Antwort ist: nein. Aber er hat beschlossen, die «Phase der intensivierten Sondierungen» fortzusetzen.

Das klingt nicht nach viel, aber in den Beziehungen Schweiz-EU ist man sich ohnehin daran gewöhnt, das alles sehr langsam vonstattengeht – selbst für Berner Verhältnisse. News gab es aber trotzdem, den wie zur Presse durchgesickert ist, soll Brüssel bereit sein, der Schweiz in relevanten Punkten entgegenzukommen.

Nun, so läuft Diplomatie. Jetzt stellt sich die Frage, was die Schweiz zu bieten bereit ist. Und vor allem: Ob Brüssel genug Vertrauen in das Wort der Schweiz hat. «Wir brauchen ein hohes Mass an Präzision und Verbindlichkeit, bevor wir einen nächsten Schritt in Erwägung ziehen können», liess die Kommission verlauten. Das Debakel mit dem Rahmenvertrag hat man in der EU nicht vergessen.

Eine Frau an einem Flughafen
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Eine neue App für die Fünfte Schweiz.

Das Schweizer Aussendepartement lanciert «SwissInTouch», eine neue App für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Sie soll den Austausch erleichtern und es den konsularischen Diensten ermöglichen, Informationen schneller an die Schweizer Diaspora weiterzuleiten.

Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion des EDA, sagt im Interview: «Wir haben festgestellt, dass ein Kommunikationskanal fehlt, der es ermöglicht, [den Auslandschweizer:innen] wichtige amtliche Informationen schnell und effizient zukommen zu lassen. Und zwar direkt auf ihr Smartphone, ein Gerät, das heute fast unverzichtbar geworden ist. «SwissInTouch» füllt also diese Lücke.»

Die App gibt es auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Die Vertretungen können aber auch Inhalte in lokalen Sprachen veröffentlichen, wie Matyassy sagt. Das Projekt ist nun angelaufen, das EDA will in einigen Monaten eine Bilanz ziehen und die App allenfalls aktualisieren.

Mani Matter
Keystone / Walter Studer

Schweizer Köpfe: Eine kleine Sammlung.

Marco Sieber ist der neue Schweizer Astronaut, ausgewählt für das Ausbildungsprogramm der Europäischen Raumfahrtagentur ESA.

Vor fünfzig Jahren starb der Berner Liedermacher Mani Matter. SRF News lässt Musiker:innen neu aufgelegte Stücke des legendären Troubadours in einer Spezialsendung vortragen.

Yvonne Apiyo Brändle-Amolo ist gebürtige Kenianerin und jodelt in der Schweiz seit 16 Jahren – in einem Video spricht sie über einen hochproblematischen Blackfacing-Auftritt eines Jodlerklubs.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Pauline Turuban

Sollen Frauen aktiv dazu ermutigt werden, sich in der Politik zu engagieren? Wenn ja, wie?

Was halten Sie von aktiven Massnahmen wie Quoten oder positiver Diskriminierung, um eine gleichberechtigtere Repräsentation zu gewährleisten?

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